BHE-Praxisratgeber Zutrittssteuerung

Die umfassend überarbeitete 2. Ausgabe des Praxis-Ratgebers Zutrittssteuerung ist erschienen. Die Autoren Axel Schmidt und Werner Störmer, die beiden sind jeweils Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Fachausschusses Zutritt im BHE Bundesverband Sicherheitstechnik, haben das komplexe Thema der Zutrittssteuerung in einfacher und verständlicher Weise erläutert. Die Autoren haben im Heft 3 der GIT SICHERHEIT ein ausführliches Interview zur Zuverlässigkeit der elektronischen Zutrittssysteme gegeben. Der ausführliche Ratgeber wurde u.a. noch um weitere Kapitel ergänzt und auf insgesamt 200 Seiten erweitert und soll Errichter, Planer und Anwender bei Ihrer täglichen Arbeit unterstützen und ihnen einen echten Mehrwert bieten. Neu- und Quereinsteigern der Zutrittssteuerung kann er als fundierte Einführung in das Thema dienen, Fortgeschrittenen als nützliches Nachschlagewerk.

Die Autoren: Axel Schmid und Werner Störmer

Der Ratgeber bietet u.a. einen Überblick über die relevanten Normen und Richtlinien, die verschiedenen Komponenten von Zutrittssystemen und die rechtlichen Rahmenbedingungen. Hierbei zeigt er die Möglichkeiten der modernen Zutrittssteuerung auf und behandelt innovative Technologien, wie die Nutzung von Smartphones oder Cloud-Diensten. Checklisten und Hilfestellungen erleichtern die Anwendung auf reale Projekte und bilden einen zusätzlichen Mehrwert. Bei der Überarbeitung der Erstauflage wurde sehr viel Wert auf das Feedback der Leser gelegt und darauf aufbauend neben zahlreichen Erweiterungen, Aktualisierungen und Verbesserungen auch das neue Kapitel „Projekte und Anwendungsbeispiele“ aufgenommen. Ein gelungenes, fachlich hochwertiges und dennoch gut verständliches Werk von Sicherheits-Profis! Details und Leseproben unter: www.bhe.de/praxis-ratgeber

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VdS: Polizei- und Versicherervorgaben zum Einbruchschutz

Im „Einbrecher-Eldorado Deutschland“ (Bund Deutscher Kriminalbeamter) kann selbst die beste Alarmanlage niemanden schützen, wenn bei Auswahl, Planung und Einbau der komplexen Systeme Fehler gemacht werden. Deswegen sind geprüfte Errichter ein entscheidender Teil des bekannten VdS-Schutz-konzeptes, auf das sich die Polizei, Versicherer und Nutzer seit Jahrzehnten verlassen.

Eine gern genutzte Arbeitserleichterung für diese Errichter bieten die als „EMA-Bibel“ bekannten Richtlinien VdS 2311 mit ihren präzisen Vorgaben zur Absicherung von Gewerberisiken. Deren Anforderungen wiederum komprimierte Europas Nr.1-Institut für Einbruchschutz in der DIN A5-Kurztabelle VdS 3459-1 – mittlerweile das am häufigsten nachgefragte VdS-Druckstück. Auf Wunsch der Branche erstellte das Institut jetzt auch eine zweite Tabelle für die Absicherung privat genutzter Gebäude. Hier werden die Schutzvorgaben der polizeilichen Beratungsstellen und der Assekuranz anhand von Versicherungssummen und Risikoeinstufungen kompakt zusammengefasst.

„Die `Kurztabelle zur privaten Absicherung´ soll die Arbeit von Errichtern, Architekten, Beratern bei Versicherern wie auch Polizei erleichtern sowie sicherheitsbewussten Bauherren, Immobilienbesitzern und Mietern wichtiges Wissen auf einen Blick bieten“, erklärt Sebastian Brose, Leiter des VdS-Produktmanagements im Geschäftsbereich Produkte und Unternehmen. „Besonderen Wert haben wir auf die Unterstützung der Verantwortlichen beim Zusammenwirken von Mechanik und Elektronik gelegt, erstmals werden die beiden wichtigen Sicherungskomponenten gemeinsam betrachtet.“

Die Kurztabellen VdS 3459-1 und 3459-2 erhalten Sie kostenlos auf vds-shop.de sowie auf allen Einbruchschutzmessen mit VdS-Beteiligung. (Kriminal-)Polizeiliche Beratungsstellen können per formloser Mail an verlag@vds.de bestellen.

Praxiswissen zur DSGVO

Mit der EU–Grundverordnung (DSGVO) werden die Regeln für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die Rechte der Betroffenen und die Pflichten der Verantwortlichen  EU-weit vereinheitlicht. Datenverarbeitungsanwendungen müssen an die neue Rechtslage angepasst werden. Jedes Unternehmen, das personenbezogene Daten verarbeitet, ist grundsätzlich betroffen. Damit werden deutlich strengere Regeln für den Umgang mit personenbezogenen Daten festgelegt.

Der Beuth Verlag hat dazu ein Pocket in der 2. Durchgesehenen Auflage herausgebracht. Der Autor, Dr. Holger Mühlbauer von TeleTrust Bundesverband IT-Sicherheit e.V., zeigt auf schnelle und übersichtliche Weise auf 110 Seiten Praxiswissen für die Umsetzung im Unternehmen. Die Ausführungen orientieren sich aus Praktikabilitätsgründen an den häufigsten Anwendungsfällen. Eine empfehlenswerte Lektüre für alle Unternehmen, die mit personenbezogenen Daten umgehen. ISBN 978-3-410-28491-8, Beuth Verlag, 16.80 €, Bestell-Nr. 28491.

Sicherheitsmarkt im Aufwind

Der Gesamtumsatz im deutschen Markt für elektronische Sicherheitstechnik konnte im Jahr 2017 einen deutlichen Anstieg um 6,1 Prozent verzeichnen. Das ergab eine aktuelle Markterhebung des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V.
„Mit einem Gesamtvolumen von 4.183 Mio. Euro haben die Sicherheitsanbieter erstmals die 4-Mrd.-Marke geknackt“, so Norbert Schaaf, Vorstandsvorsitzender des BHE. „Ein Beleg dafür, dass das Bedürfnis nach Sicherheit stetig zunimmt und die unterschiedlichen Systeme über alle Branchen und Anwendergruppen hinweg an Bedeutung gewinnen.“

Sehr deutlich fiel der Zuwachs bei den lebensrettenden Sicherheitstechniken Brandmeldeanlagen (+ 8,0 Prozent auf 1.950 Mio. Euro) sowie Sprachalarmsysteme (+ 6,0 Prozent auf 106 Mio. Euro) aus.
Auch die Zutrittssteuerung (+ 7,2 Prozent auf 329 Mio. Euro) sowie die Videosicherheitstechnik (+ 5,7 Prozent auf 540 Mio. Euro) konnten ein besonders großes Plus erzielen. Das verstärkte Interesse an diesen Systemen kommt nicht von ungefähr. Sie schützen Areale, Gebäude oder Räume vor unberechtigtem Zutritt und überwachen sensible Bereich. Somit sind sie für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche geeignet: Privathäuser, Gewerbe, Industrie, Behörden aber auch zum Schutz öffentlicher Plätze und Einrichtungen.

Für das Wachstum in der Einbruchmeldetechnik (+ 3,8 Prozent auf 830 Mio. Euro) sind vor allem zwei Faktoren ursächlich: Zum einen die hohe Zahl an Wohnungseinbrüchen und das damit verbundene Gefühl vieler Bürger, in den eigenen vier Wänden nicht sicher zu sein. Zum anderen hat die KfW-Förderung für einen Aufschwung im Markt gesorgt.

Positiv entwickelten sich auch die Rauch- und Wärmeabzugsanlagen und sonstigen Systeme (Fluchttürsysteme, Rufanlagen, Personenhilferuf u.ä.) (+ 1,9 Prozent auf 428 Mio. Euro).

Inventurdifferenzen bekämpfen – Sicherheitskraft Handel

 

Auf dem EHI Inventur- und Sicherheitskongress 2018 gab die EHI Retail Institute GmbH gestern die aktuellen Zahlen der Inventurdifferenzen des Deutschen Handels bekannt. 2017 ist demnach ein Schaden in Höhe von 4,1 Milliarden Euro entstand. Der BDSW unterstützt gemeinsam mit der EHI Retail Institute GmbH die Qualifizierung der Sicherheitskräfte durch einen Lehrgang „Sicherheitskraft Handel“ der Deutsche Sicherheitsakademie GmbH (DSA). Diese Prüfung entstand auf Anregung des Handels mit der Absicht speziell qualifizierte Mitarbeiter mittel- bis langfristig bei der Tätigkeit als Einzelhandelsdetektiv/Shopguard einzusetzen.

„Eine zusätzliche Qualifizierung der Sicherheitsmitarbeiterinnen und –mitarbeiter, die in den Geschäften tätig sind, ist dringend erforderlich“, so Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des BDSW. „Mit den Inhalten, die zur Sachkundeprüfung notwendig sind, sind zwar die Grundzüge dessen abgedeckt, was im Arbeitsalltag auf Sicherheitsmitarbeiterinnen und –mitarbeiter zukommt, allerdings kann die gesetzlich vorgeschriebene Sachkundeprüfung den speziellen Anforderungen einzelner Tätigkeiten ob der Vielfalt der Branche nicht gerecht werden“.

Die Qualifizierung zur Sicherheitskraft Handel (DSA) gliedert sich in zwei Module. Das Modul 1 kann durch 10 E-Learning-Kapitel absolviert werden. Hier werden u. a. handelsspezifische Kenntnisse, die Anwendung von Rechtsvorschriften auf Sicherheitsdienstleistungen im Handel und spezielle Deliktgruppen behandelt. In einem zweiten Präsenz-Modul werden die erlernten Kenntnisse im Rahmen von Praxis-Beispielen sowie Rollenspielen vertieft und die Zertifikatsprüfung abgelegt.

Informationen zur Sicherheitskraft Handel (DSA) finden Sie unter www.sicherheitskrafthandel.de

Sicherheitswirtschaft für Sicherheitsgesetz

Gemeinsame Pressekonferenz des BDSW und der VhU

 Am 17. Mai 2018 fand im Wiesbadener Kurhaus, im Anschluss an die 51. Jahresmitgliederversammlung des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft BDSW, eine gemeinsame Pressekonferenz des BDSW und der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände VhU statt. BDSW Präsident Gregor Lehnert, BDA Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter und VhU Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert standen der Fachpresse Rede und Antwort. GIT SICHERHEIT war für seine Leser vor Ort.

Hauptgeschäftsführer Dr. Harald Olschok begrüßte die Teilnehmer, stellte das Podium vor und gab das Wort zunächst an Gregor Lehnert. Im Fokus stand das Verbandsziel, die Sicherheitsstandards zu erhöhen und die Neuordnung der Regelungen für das private Sicherheitsgewerbe in einem eigenständigen Gesetz zu fassen. Dies scheint mit der neuen Bundesregierung Wirklichkeit zu werden und ist für die ständig wachsende Branche.

Gregor Lehnert erklärte: „Der BDSW begrüßt das Vorhaben der Bundesregierung, das Sicherheitsgewerbe in einem eigenen Gesetz neu zu regeln.“ Die Sicherheitsbranche sei eine der wenigen Branchen, die mehr staatliche Regulierung fordert. „Das ist außergewöhnlich, aber notwendig, um die Qualität der Branche zu verbessern“, so Lehnert. „Wir brauchen vor allem deutlich höhere Hürden für den Gewerbezugang. Aber auch für die Qualifizierung der Beschäftigten bedarf es in bestimmten Aufgabengebieten – z. B. Schutz von Flüchtlingsunterkünften oder im Öffentlichen Personenverkehr – staatliche Vorgaben, die für alle gelten“, so Lehnert. Langfristig sei ein Wechsel der Zuständigkeit vom Wirtschaft- ins Innenministerium zielführend.

Mit den rund 260.000 Beschäftigten in der Branche stelle diese nicht nur fast so viel Personal wie die Polizei, sie leiste auch einen wichtigen Beitrag für die Gefahrenabwehr in Deutschland. „Die derzeitigen Regeln, denen die Branche unterliegt, entsprechen dieser Bedeutung aber schon lange nicht mehr“, so Lehnert.

Steffen Kampeter fügte aus Sicht der BDA hinzu, dass dabei wichtig sei, dass der Staat nicht mehr Regulierungen schaffe und stärker in die Tarifautonomie eingreife.

  Foto BDSW

Dirk Pollert sagte:„ Sicherheit ist ein absolutes A-Thema. Das Land Hessen ist aufgrund seiner besonderen Wirtschaftsstruktur in weit stärkerem Maß als andere Bundesländer auf eine funktionierenden Sicherheitsarchitektur und -Prozesse angewiesen. Sowohl Deutschlands großer Weltflughafen Frankfurt als auch der zentrale Finanzplatz Deutschlands sind herausragende Konzentrationspunkte von Sicherheitsleistungen in Deutschland. Deshalb ist Hessen auch das einzige Bundesland, in dem es mit 28.000 mehr private Sicherheitskräfte als Landespolizisten – derzeit 18.000- gibt.“

Den anwesenden Journalisten, die sich nicht vorwiegend mit Sicherheitsthemen befassen, erklärten Gregor Lehnert und Dr. Harald Olschok die derzeitige Situation auf dem Sicherheitsmarkt. Die Sicherheitsstandards sollten erhöht werden, dazu reicht das Gewerberecht bei weitem nicht (mehr) aus. Außerdem fehlt es an qualifizierten Mitarbeitern.

„Mit ihren hochspezialisierten Dienstleistungen und -produkten ist die private Sicherheitswirtschaft bei all diesen Herausforderungen ein unverzichtbarer Problemlöser, Partner und Teil der hessischen Wirtschaft. Dabei hat sie sich in den letzten Jahren immer mehr zu einem Allrounder mit maßgeschneiderten Sicherheitslösungen entwickelt. Sie ist aber auch ein selbst ein wichtiger Wirtschaftszweig. In der Landesgruppe Hessen des Bundesverbands der deutschen Sicherheitswirtswirtschaft sind 90 von 356 Unternehmen mit einem Umsatz von insgesamt ca. 600 Mio. Euro organisiert. Deshalb unterstützt die VhU den BDSW und die in ihm organisierten Unternehmen bei ihrer Initiative, Qualität und Leistungsspektrum der privaten Sicherheitsdienstleistung ständig und nachhaltig zu verbessern“, so Pollert.

Es herrschte abschließend Einmütigkeit darüber, dass die Sicherheitswirtschaft das geplante Sicherheitsgesetz für nötig und wichtig erachtet und die Vergabepraxis nach dem „günstigsten Angebot“ schädlich ist für Kunden und Image der Branche.

50 Jahre Geldausgabeautomat in Deutschland

Seit dem 27. Juni 1968 kann man in Deutschland Bargeld am Automaten beziehen. Vor 50 Jahren wurde in der Kreissparkasse Tübingen der erste von bundesweit mittlerweile 60.000 Geldausgabeautomaten aufgestellt. „Die 11.000 Beschäftigten der Geld- und Wertdienstleister tragen entscheidend dazu bei, dass die Kunden der Kreditinstitute nicht vor leeren Automaten stehen und sich Tag und Nacht mit Bargeld versorgen können“, so Michael Mewes, Vorsitzender der BDGW. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BDGW Mitgliedsunternehmen transportieren, in 2.500 Spezialfahrzeugen, an sechs Tagen in der Woche, rund 3 Mrd. Euro und bearbeiten diese anschließend in den firmeneigenen Cash-Centern.

Durch diese Leistung ist Bargeld für den Konsumenten leicht und fast überall verfügbar. „Neben den Geldausgabeautomaten kümmern wir uns zum Beispiel auch darum, dass die Tageseinnahmen des Handels sicher und professionell bearbeitet werden“, so Mewes. Denn auch für den Handel sei das Bargeld immer noch das kostengünstigste Zahlungsmittel. Auch wenn die Bedeutung von Bargeld als Zahlungsmittel langsam abnimmt, ist es heute in Deutschland weiterhin das mit Abstand wichtigste Zahlungsmittel. Dazu tragen die Wertdienstleister entscheidend bei, so Mewes abschließend.