Warnhinweis – CEO-Fraud

Beim CEO-Fraud geben sich Täter – nach Sammlung jeglicher Art von Information über das anzugreifende Unternehmen – beispielsweise als Geschäftsführer (CEO) des Unternehmens aus und veranlassen einen Unternehmensmitarbeiter zum Transfer eines größeren Geldbetrages ins Ausland. Die Täter nutzen hierfür Informationen, die Unternehmen in Wirtschaftsberichten, im Handelsregister, auf ihrer Homepage oder in Werbebroschüren veröffentlichen. Die Täter legen ihr Augenmerk insbesondere auf Angaben zu Geschäftspartnern und künftigen Investments. Für die Täter sind beispielsweise E-Mail-Erreichbarkeiten von Interesse, da sie daraus die Systematik von Erreichbarkeiten herleiten. Soziale Netzwerke, in denen Mitarbeiter ihre Funktion und Tätigkeit oder persönliche Details preisgeben, stellen ebenfalls eine wichtige Informationsquelle dar.
Auf diese Weise verschaffen sich die Täter das für den Betrug notwendige Insiderwissen über das betreffende Unternehmen.
Die Täter nehmen mit dem “ausgeforschten“ Mitarbeiter Kontakt über E-Mail oder Telefon auf und geben sich als Leitende Angestellte, Geschäftsführer oder Handelspartner aus. Dabei fordern sie z. B. unter Hinweis auf eine angebliche Unternehmensübernahme oder angeblich geänderter Kontoverbindungen den Transfer eines größeren Geldbetrages auf Konten in China und Hong Kong, aber auch in osteuropäischen Staaten.
Durch CEO-Fraud konnten Kriminelle in den letzten Monaten bereits mehrere Millionen Euro mit zum Teil gravierenden Folgen für das betroffene Unternehmen bzw. die getäuschten Mitarbeiter erbeuten.

 

Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen in der Praxis

Der neue Band „Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen – Best Practices“ vervollständigt den bewährten Praxisleitfaden „Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen – Grundlagen für Behörden, Betreiber und Veranstalter“ durch gesammelte und thematisch eingeordnete Beispiele aus der Praxis von Kerstin Klode, Prof. Dipl.-. Siegfried Paul , Thomas Sakschewski. Das Buch bietet Ihnen Praxisbeispiele und Informationen u. a. zu besonderen Veranstaltungsformaten, zur Genehmigungspraxis und Genehmigungsabläufen und Organisationsstrukturen in den Bundesländern. Profitieren Sie von erfolgreichen Sicherheitskonzepten! Dieser Best-Practices-Band berücksichtigt die aktuelle MVStättVO und bietet viele praktische Erfahrungen und zahlreiche Beispiele und Lösungen, die Sie bei der Planung, Bewertung und Genehmigung von Sicherheitskonzepten für Veranstaltungen unterstützen. Er enthält alle wichtigen Fragen von A wie Absperrplan bis Z wie Zutrittskonzept. Damit ist der Band eine praxisorientierte und nützliche Arbeitsgrundlage für: Betreiber, auch von Hotels, Veranstalter, Dienstleister, Ordnungsbehörden, Veranstaltungskaufleute, Veranstaltungstechniker, Auszubildende und Studierende. Ein sehr empfehlenswerter Praxisband, der für alle Beteiligten an Veranstaltungen Beispiele und Lösungen aufzeigt. 1. Auflage, 294 Seiten, A5, Broschiert, erschienen im Beuth Verlag, ISBN 978-3-410-25614-4, Bestell-Nr. 25614, E-Book 978-3-410-25615-1, Bestell-Nr. 25615.

Oktober 2016 ist der European Cyber Security Month

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterstützt und koordiniert in diesem Oktober den European Cyber Security Month (ECSM) in Deutschland. Unter dem Motto „Ins Internet – mit Sicherheit“ informiert das BSI während des Aktionsmonats über die alltäglichen Gefährdungen in der Cyber-Welt und sensibilisiert Bürgerinnen und Bürger sowie Organisationen für einen umsichtigen und verantwortungsbewussten Umgang mit dem Internet. Hierzu führt das BSI sowohl eigene als auch gemeinsame Aktivitäten mit Partnern durch und ruft interessierte Organisationen auf, sich am ECSM zu beteiligen. Seit 2012 bieten unter Federführung der europäischen IT-Sicherheitsbehörde ENISA (European Union Agency for Network and Information Security) die Mitgliedstaaten der Europäischen Union zum ECSM verschiedene Veranstaltungen, Informationen und andere Aktionen an. Im Jahr 2015 haben 32 Staaten mit mehr als 240 Aktivitäten am ECSM erfolgreich teilgenommen.

Qualifizierte Einsatzkräfte bei Veranstaltungen

Wie sicher sind Veranstaltungen in Deutschland? Diese Frage stellen sich viele nach den Anschlägen und Amokläufen der letzten Woche. Die Antwort gab Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer des BDSW: „Es liegt in der Verantwortung der Veranstalter, vor allem mit qualifiziertem Personal, das speziell für diesen Bereich geschult wird, für ein hohes Maß an Sicherheit zu sorgen.“ Eine spezialgesetzliche Regelung, mit Vorgaben für Qualifizierung, Fortbildung und Zuverlässigkeitsprüfung sei notwendig. „Sicherheit in diesem Bereich erfordert gute Sicherheitsanalysen und -konzepte sowie qualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte.“ Dies muss sich auch im Preis niederschlagen.

Im Unterschied zum Veranstaltungsordnungsdienst, der reine Serviceaufgaben erfüllt, unterliegen Sicherheitsmitarbeitern bei Veranstaltungen den Zulassungsvoraussetzungen des Gewerberechts. „Diese bereiten aber weder die einen noch die anderen Mitarbeiter für diese spezielle Aufgabe ausreichend vor.“ Erforderlich seien regelmäßige Zuverlässigkeitsüberprüfungen und punktgenaue Qualifizierungsmaßnahmen. „Der Gesetzgeber muss die Vielfältigkeit der Branche berücksichtigen und für besonders gefährdete Bereiche, wie eben auch die Veranstaltungen, höhere Anforderungen an die Qualität und Ausbildung stellen – die jetzigen Vorgaben reichen nicht aus.“, so Olschok.

Auf der SicherheitsExpo entdeckt – RFID-Temperaturtransponder

Kabel- und Lagerbrände entstehen oft durch fehlerhaften elektrischen Kontakt und hohen Drehzahlen. Gründe können in der unsachgemäßen Installation und Einstellung zu finden sein, z. B. wenn Quetschverbindungen nicht fachgerecht gepresst oder Schrauben mit falschem Drehmoment angezogen wurden. Auch elektrochemische Reaktionen und mechanische Einflüsse, z. B. ausgelöst durch Vibrationen oder heiß gelaufene Lager, können Brandursache sein. Das kann der sogenannte TempTag zukünftig rechtzeitig verhindern. Er arbeitet kostengünstig, zuverlässig und wartungsfrei. Es ist eine Entwicklung des Fraunhofer-Instituts für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS) in Duisburg.

TemTag

Es handelt sich um einen kleinen Kabelmarkierer-Clip, der mit Temperatursensoren ausgestattet ist und an den neuralgischen elektrischen Übergängen positioniert wird. Die unauffälligen TempTags beziehen ihre Energie aus der elektromagnetischen Strahlung eines im Schaltschrank oder an der Produktionsmaschine installierten Lesegerätes. Dieses erfasst automatisch und simultan mit seinen Antennen die Temperaturdaten und sendet sie über einen beliebigen, mit dem Intranet verbundenen Rechner an ein zentrales Gebäudemanagementsystem oder an die BMZ (Brandmeldezentrale). Dort werden die Daten an den jeweiligen Bedarf angepasst, visualisiert und verlinkt. Der TempTag meldet weit vor der Rauchentstehung das bedrohliche Ereignis und verhindert so Personen- und Sachschäden. Kontakt: Bernhard Goßen, Tel. 02103 / 25 81 8-0, b.gossen@multicomsystem.de.

Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2015

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière stellte am 28. Juni 2016 gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Dr. Hans-Georg Maaßen, den Verfassungsschutzbericht 2015 vor.

Radikalisierung und zunehmende Gewaltbereitschaft zeichnet alle Extremismus-Bereiche aus: Die rechtsextremistische Szene wie auch rechte Parteien verzeichnen einen Anstieg ihrer Anhängerschaft, die linksextremistische Gewalt vor allem gegenüber staatlichen Vertretern und Institutionen nimmt deutlich zu und trotz verringerter Ausreisedynamik ist die Gefährdungslage durch den islamistischen Terrorismus in Deutschland und Europa weiterhin sehr ernst.

  • Der Bundesinnenminister erklärte bei der Vorstellung: „Extremistische Szenen – ganz gleich welcher Ausrichtung – haben in Deutschland Zulauf. Der Verfassungsschutz beobachtet nicht nur eine zunehmende Anhängerschaft, sondern zugleich auch einen Anstieg der Gewaltbereitschaft und Brutalität. Zudem ist es besorgniserregend, dass fremdenfeindliche Agitation die Mitte unserer Gesellschaft erreicht. Der Verfassungsschutz ist wachsam und arbeitet eng mit den anderen Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder zusammen. Die Bedeutung Gemeinsamer Zentren wie des GTAZ und GETZ ist dabei wichtiger denn je.“
  • Die rechtsextremistische Szene verzeichnete im Jahr 2015 einen deutlichen Zulauf. Gewaltorientierte Rechtsextremisten machen inzwischen mehr als die Hälfte der Szene aus. Die laufenden Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung zeigen, dass die Gefahr der Entstehung neuer rechtsterroristischer Strukturen wächst.
  • Linksextremistisch motivierte Gewaltdelikte haben im Jahr 2015 um 62% zugenommen. Nahezu alle Gewaltdelikte richteten sich gegen die Polizei, gegen den Staat, seine Einrichtungen und Symbole. De Maizière betont: „Die Intensität der Gewalt hat zugenommen. Bei Angriffen auf die Polizei oder politische Gegner werden schwere Körperverletzungen, bis hin zum Tod von Menschen, billigend in Kauf genommen. Egal aus welcher politischen Richtung unter Berufung auf politischen Meinungskampf Extremisten den Boden unseres Grundgesetzes verlassen und Sachbeschädigungen begehen, Mitmenschen beleidigen oder gar mit roher Gewalt angreifen, wird der Staat mit aller Konsequenz und aller Härte gegenhalten.“
  • Die vor einem Jahr noch hohe Dynamik der Ausreisen von Islamisten aus Deutschland in die Kampfgebiete in Syrien und im Irak ist zurückgegangen. Gleichzeitig ist jedoch die Zahl der Salafisten um 18,7% gestiegen, auch die Zahl der Gefährder ist so hoch wie noch nie zuvor. „Unsere Sicherheitsbehörden müssen weiterhin konsequent Ausreisepläne in Richtung Syrien/Irak verhindern. Rückkehrer, die vor Ort Kampferfahrungen gesammelt haben, schlimmste Gewalttaten miterlebt und verübt haben, kehren im besten Fall desillusioniert, im schlimmsten Fall hoch radikalisiert nach Deutschland, nach Europa zurück. Rückkehrer brauchen dann unsere Unterstützung, unsere Hilfe wenn sie einen Weg zurück in unsere Gesellschaft suchen“, so der Minister.

RAF Terroristen – dritter Überfall auf Geldtransporter

Zum nunmehr dritten Mal innerhalb eines Jahres geht die Polizei davon aus, dass es sich bei den Tätern eines Geldtransportüberfalls um die ehemaligen RAF Terroristen Daniela Klette, Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub handelt. Der aktuellste Überfall, bei dem die Täter erneut äußerst brutal und schwer bewaffnet vorgingen, ereignete sich am 25. Juni 2016 vor einem Möbelhaus in Cremlingen (Gemeinde im Landkreis Wolfenbüttel). „Damit entfällt die Hälfte aller Überfälle auf deutsche Geldtransporte auf drei Ex-Terroristen“, so der Hauptgeschäftsführer der BDGW, Dr. Harald Olschok.

Der Bote des Wertdienstleisters hatte gerade den Geldtransporter verlassen um die Entsorgung durchzuführen, als der Geldtransporter von hinten durch einen blauen Opel Corsa gerammt wurde. Ein zweiter, silberfarbener PKW, vermutlich ein Ford Mondeo, kam von vorne und versperrte den Fluchtweg des Geldtransporters. Eine maskierte Frau und ein maskierter Mann bedrohten den Fahrer mit einer Panzerfaust und mit einem Automatikgewehr und schossen gegen die Fahrertür, die Scheibe des Geldtransporters und in die Luft, bis der Fahrer die Tür öffnete und die Täter eine bislang unbekannte Summe Bargeld entwenden konnten. Gleichzeitig befand sich ein weiterer bewaffneter und maskierter Täter im Möbelhaus und forderte, unter Beschuss der Decke des Geschäftes, die Herausgabe der Tageseinnahmen. Nach der Tat flüchteten alle drei Täter mit dem silbernen PKW, welcher als „Blockadefahrzeug von vorne“ genutzt wurde. Fahrer und Bote des Geldtransporters wurden glücklicherweise nur leicht verletzt.

„Wir hoffen“, so Olschok, „dass die Polizei alles tut, um diese extrem gewaltbereiten Täter schleunigst zu fassen, um weitere Schädigungen der Mitarbeiter unserer Mitgliedsunternehmen zu vermeiden.“

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