Dr. Franz Feuerstein für sein Lebenswerk geehrt

Dr. Franz Feuerstein, ehemaliges Präsidiumsmitglied und Ehrenmitglied der Landesgruppe Sachsen im BDSW, wurde im November mit dem Outstanding Security Performance Award für sein Lebenswerk geehrt. Dr. Feuerstein engagierte sich in seiner Amtszeit vor allem für die Verbesserung der Qualität der Sicherheitsdienstleistung und die Ausbildung im Sicherheitsgewerbe. Unter seiner Leitung wurde die DIN 77200 „Anforderungen an Sicherungsdienstleistungen“ erarbeitet und am 12. Juni 2002 der Öffentlichkeit vorgestellt. Auf Grundlage der deutschen Norm wurden im Jahr 2004 die Weichen für die Erarbeitung einer europäischen CEN-Norm „Security Services“ gestellt. „Ich freue mich, dass das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement von Franz Feuerstein für die Qualitätssteigerung in der Sicherheitswirtschaft von einer hochkarätig besetzten Jury gewürdigt wurde. Im Namen des gesamten BDSW gratuliere ich ihm zur Verleihung des Preises für sein Lebenswerk“, so BDSW Präsident Gregor Lehnert. Der OSPA ist ein Preis für außergewöhnliche Sicherheitsdienst­leistungen, der in 7 Ländern nach einheitlichen Vorgaben und in Deutschland zum dritten Mal vergeben wurde.

Dr. Franz Feuerstein (links) und BDSW Präsident Gregor Lehnert

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BSI zur IT-Sicherheit in Deutschland 2017

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière und BSI-Präsident Arne Schönbohm haben in Berlin den Bericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2017 vorgestellt. Die Gefährdungslage im Berichtszeitraum Juli 2016 bis Juni 2017 ist weiterhin auf hohem Niveau angespannt. Bekannte Einfallstore für Cyber-Angriffe bleiben unverändert kritisch bestehen. Vor allem die gestiegende Zahl an IT-Sicherheitsvorfällen mit Erpressungssoftware (Ransomware) zeigt, dass Cyber-Kriminelle hier eine lukrative Möglichkeit gefunden haben, in großem Umfang Geld zu erpressen. Zudem spielt auch der „Faktor Mensch“ eine zunehmende Rolle: Phishing-Angriffe, bei denen gezielt einzelne Mitarbeiter oder Unternehmen adressiert wurden, sind häufiger als in den letzten Jahren zu beobachten. Insbesondere durch die Masche des CEO-Betrugs (CEO Fraud) konnten Angreifer hohe Schadenssummen verursachen. Intensive Sensibilisierung der Mitarbeiter sowie die technische und organisatorische Absicherung von internen Prozessen schaffen hier Abhilfe.

Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung führen zu Effizienzsteigerungen durch vereinfachte Prozesse, zu mehr Transparenz und zu mehr Komfort im Alltag. Gleichzeitig steigt das Bedrohungspotenzial deutlich an, da sich die Anzahl möglicher Angriffspunkte erhöht und die zu verarbeitenden Datenmengen sich vervielfachen. Die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Angriffe auf digitalisierte Infrastrukturen wird damit größer. Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) entwickelt sich immer mehr zu einer Gefahrenquelle für die IT-Sicherheit. Dazu trägt entscheidend bei, dass IoT-Geräte einfach angreifbar sind, weil deren IT-Sicherheit derzeit weder bei der Herstellung noch bei der Kaufentscheidung des Kunden eine ausreichende Rolle spielt.

Bad Sodener Erklärung

In immer mehr Firmengebäuden sowie Häusern und Wohnungen werden Smart Building-Techniken eingesetzt – jedoch stehen die vernetzten Systeme auch im Verdacht, das Ausspionieren von Unternehmen zu ermöglichen oder internetversierten Einbrechern sogar spurenlos die Türen zu öffnen.

Auf der „Smart Home Security-Konferenz“ in Bad Soden am Taunus diskutierten Experten von Industrie, Verbänden, Behörden, Versicherungswirtschaft und zertifizierenden Instituten jetzt Kernfragen zum Thema. Eines der Ergebnisse ist die „Bad Sodener Erklärung“, die Bürgern, Medien, Politik und Verwaltung wichtige Fakten rund um sichere Smart Buildings aufzeigen und konkrete Hilfestellungen für Entscheidungen bieten soll.

Sebastian Brose, Einbruchschutzexperte bei VdS und neben zahlreichen weiteren Fachleuten Mitunterzeichner der Erklärung, betont: „Smarte Gebäude sind grundsätzlich sicherer als konventionelle – wenn die vernetzten Produkte fachgerecht installiert und durch die weiter unverzichtbare mechanische Sicherungstechnik ergänzt werden. Dann kann das Gebäude sich sogar gegen einen erkannten Einbruchversuch `wehren´, indem es den Täter durch das Einschalten von Lichtern sowie mit Sprachansagen verunsichert und einen Sicherheitsdienstleister herbeiruft.“

Tipps und Informationen, wie genau das sichergestellt werden kann, bietet die Bad Sodener Erklärung. Sie rät u.a., dass Smart Home-Produkte, wenn sie auch sicherheitstechnische Funktionen übernehmen, durch unabhängige Prüfstellen wie VdS zertifiziert sein sollen. Von Do-it-yourself-Montage wird abgeraten, damit die hohe Produktqualität nicht durch typische Einbaufehler konterkariert wird – schließlich betont die Polizei, dass schon bei konventionellen Sicherungstechniken der Hauptgrund für trotzdem erfolgte Einbrüche Montagemängel sind. Nur eine fachgerechte Installation qualitativ hochwertiger Produkte durch zertifizierte Fachleute schützt zuverlässig. Die komplette Bad Sodener Erklärung unter: vds.de/infothek

Ausbildungspreis des BDSW für Gegenbauer

 

Im Rahmen der Ausbildungstagung im Oktober diesen Jahres, die in Kooperation mit der BDA Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände stattfand, wurde der  8. Ausbildungspreis an die Gegenbauer Sicherheitsdienste GmbH vergeben. Der BDSW lobt den Ausbildungspreis jährlich an einen Ausbildungsbetrieb, der sich in besonderer Weise im Bereich Ausbildung engagiert, aus. „Entscheidendes Kriterium für die Juryentscheidung war das umfassende Konzept, mit dem Gegenbauer sich um die Auszubildenden kümmert“, so BDA Vizepräsident Dr. Gerhard Braun in seiner Laudatio.

„Wir freuen uns wirklich außerordentlich über diesen Ausbildungspreis, auch wenn es nicht der erste für Gegenbauer ist. Doch gerade im Bereich der Sicherheitsdienste engagieren wir uns schon lange für die Stärkung eines eigenständigen Berufsbildes sowie für gut ausgebildeten Fachkräftenachwuchs. Dass unsere vielfältigen Bemühungen um unsere Auszubildenden, beginnend beim Recruiting, über die Bindung an das Unternehmen durch besondere Benefits bis hin zu sozialen Aspekten, nun mit dem Ausbildungspreis des BDSW honoriert werden, ist unserem Unternehmen sowie allen Ausbildern besonderer Anreiz, unser Wirken engagiert fortzusetzen,“ so Rainer Ehrhardt, Geschäftsführer der Gegenbauer Sicherheitsdienste GmbH.

Mehr tödlichen Arbeitsunfälle

Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle hat im ersten Halbjahr 2017 entgegen dem Trend zugenommen. Das geht aus vorläufigen Zahlen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hervor, die ihr Spitzenverband, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in Berlin veröffentlicht hat. Danach verloren in den ersten sechs Monaten des Jahres 223 Menschen durch einen Arbeitsunfall das Leben. Im Vorjahreszeitraum waren es 198. Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle blieb dagegen im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2016 weitgehend stabil. Sie lag bei 433.037 Unfällen und damit 1.566 Unfälle niedriger als in den ersten beiden Quartalen 2016. „Auch wenn wir es im langjährigen Vergleich mit niedrigen Unfallzahlen zu tun haben, kann uns diese Situation nicht zufriedenstellen“, erklärt DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Breuer. Gerade mit Blick auf die tödlichen Arbeitsunfälle dürfe es keinen Stillstand geben. „Jeder dieser Unfälle ist einer zu viel.“ Mit einer neuen Kampagne wollen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen daher den Stellenwert von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in den Fokus rücken.

Preis für Kriminalistik

Am 12. Oktober 2017 hat die Deutsche Gesellschaft für Kriminalistik (DGfK) den Preis für die beste Masterthesis an den Absolventen des Masterstudiengangs Kriminalistik, Christoph Büchele, vergeben. Dieser Preis wird jährlich für Absolventen verschiedener Studienrichtungen ausgelobt, die sich besonders um Kriminalistik verdient machen.

Christoph Büchele ist ein Absolvent aus 2016 des einzigen in Deutschland laufenden und akkreditierten Masterprogramms für Kriminalistik an der Steinbeis-Hochschule Berlin, Institut für Kriminalistik. Er hat sich unter mehreren Bewerbern mit seinem Thema „Neuland Cybercrime? Liegt in einer Zentralisierung der behördlichen Sachbearbeitung der Schlüssel zum Bekämpfungserfolg?“ erfolgreich durchgesetzt.

„Wir sind sehr stolz, dass der noch sehr junge Studiengang Kriminalistik so herausragende Arbeiten hervorbringt und damit einen wichtigen Beitrag für die koordinierte Verbrechensbekämpfung zwischen Behörden und Wirtschaft leistet“ freute sich Birgit Galley, Direktorin des Instituts für Kriminalistik an der Steinbeis-Hochschule Berlin.

Christoph Büchele als Preisträger betonte: „Das berufsbegleitende Studium in Kriminalistik war für mich privat wie beruflich eine wertvolle Erfahrung. Die Verknüpfung von Ermittlungspraxis und Wissenschaft steckt in vielen Bereichen noch in den Kinderschuhen, umso mehr freut es mich, dass ich gerade für das drängende Themenfeld Cybercrime hier einen Beitrag leisten konnte.“

Das Institut für Kriminalistik, auch School of Criminal Investigation & Forensic Science (School CIFoS), bietet seit 2012 den einzigen in Deutschland laufenden und akkreditierten Masterstudiengang Kriminalistik an der privaten, staatlich-anerkannten Steinbeis-Hochschule Berlin an.

Deutscher Jugend-Arbeitsschutz-Preis 2018

Ab sofort können Azubis mit kreativen und innovativen Ideen für mehr Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz ihre Projekte einreichen. Teilnahmeschluss ist der 31. Mai 2018. Die ersten drei Platzierungen erhalten ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 6.000 Euro sowie eine Einladung zur Arbeitsschutz Aktuell nach Stuttgart, wo sie bei der Eröffnungsveranstaltung am 23. Oktober 2018 ihre Auszeichnungen erhalten.  Der JAZ wird bereits zum achten Mal auf der Arbeitsschutz Aktuell verliehen. Kongressveranstalter ist die FASI, Dachverband folgender drei Organisationen, die die unterschiedlichen Aspekte des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie den betrieblichen Umweltschutz repräsentieren: Verein Deutscher Gewerbeaufsichtsbeamter (VDGAB), Verein Deutscher Revisions-Ingenieure (VDRI) und Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit (VDSI). „Wir wollen engagierte Jugendliche auszeichnen, die mit innovativen und kreativen Ideen bei möglichst geringem Aufwand den Arbeits- und Gesundheitsschutz im eigenen Unternehmen verbessern“, so Hartmut Karsten, FASI-Präsident. Infos unter: www.jugend-arbeitsschutz-preis.de.