ZVEI-Arge Errichter und Planer erweitert Vorstand

Markus Groben und Klemens Siebers wurden von der Mitgliederversammlung der ZVEI-Arge Errichter und Planer zusätzlich in den Vorstand gewählt. Im Fokus ihrer Tätigkeit werden Vernetzung und Qualifizierung sein. Groben (Groben Ingenieure) sieht in der Vernetzung von Sicherheitstechnik, Energieversorgung und Gebäudeautomation im intelligenten Gebäude große Potenziale. „Vernetzung ist heute schon machbar, allerdings geschieht das bei den verschiedenen Gewerken bisher sehr projektbezogen und aufwändig. Die Zukunft liegt bei modularen Systemen, die sich mit geringem Aufwand koppeln lassen.“

Siebers (AirITSystems) engagiert sich für die Weiterbildung zum Gefahrenmeldetechniker. „Es gibt derzeit kein definiertes Berufsbild für die Sicherheitstechnik. Wir haben daher mit der Weiterbildung zum Gefahrenmeldetechniker begonnen. Ziel ist, die Inhalte zu einem späteren Zeitpunkt in einen etablierten Ausbildungsberuf zu integrieren.“ Generell erkennt Siebers einen erheblichen Bedarf an Aus- und Weiterbildung bei Planern und Errichtern, denn immer mehr Normen sehen eine Qualifizierung zur Fachkraft und zum Fachplaner vor. Notwendig sei darüber hinaus die Qualifizierung von Planern zum Integrator der Gewerke in vernetzten Technologien.

Dem Vorstand der Arge Errichter und Planer gehören weiterhin unverändert an Christian Kühn (Schlentzek & Kühn) als Vorsitzender sowie Kurt Seifert (BTR Brandschutz-Technik und Rauchabzug) und Bernd Giegerich (Bosch Sicherheitssysteme).

 

Konjunktur-Umfrage: Sicherheitsbranche blickt positiv in die Zukunft

Die Facherrichter für Sicherheitstechnik zeigen sich auch weiterhin sehr zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage und bewerten diese durchschnittlich mit 1,81 auf der Schulnotenskala. Das Ergebnis – entnommen aus der Herbst-Konjunktur-Umfrage des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. – liegt damit nur unwesentlich über dem Spitzenwert aus dem vergangenen Frühjahr (1,78).

Der weiteren Marktentwicklung sehen die Firmen zuversichtlich entgegen. Ihre künftige Geschäftslage beurteilen sie mit 1,92, dem besten Wert seit Beginn der Erhebungen. Wenig überraschend: etwa 60 Prozent der befragten Unternehmen möchte zusätzliche Mitarbeiter einzustellen, keine der Firmen plant Entlassungen.

„Die guten Ergebnisse sind unter anderem auf die positive Nachfrageentwicklung im gewerblichen Bereich zurückzuführen. Die Kundengruppe wurde durchschnittlich mit 1,88 benotet, eine neue Bestmarke“, erklärt Dr. Urban Brauer, Geschäftsführer des BHE. „Leichte Abstriche gab es allerdings bei der Beurteilung des Privat-Marktes“, so Brauer weiter. Die Benotung von 2,42 liegt hier leicht oberhalb der zuletzt gemessenen 2,35. Nach den zahlreichen Bestnoten im vergangenen Frühjahr, sind auch die Werte in den einzelnen Branchen geringfügig schwächer ausgefallen. Lediglich die Einbruchmeldetechnik konnte ihr Niveau halten (1,9).

Norbert Schaaf neuer Vorsitzender des CENELEC TC 79

Norbert Schaaf, Vorstandsvorsitzender des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V., wurde zum Vorsitzenden des CENELEC TC 79 sowie des IEC TC 79 gewählt.

Beide Organisationen erarbeiten Normen im Bereich Elektrotechnik, das Europäische Komitee für elektrotechnische Normung (CENELEC) mit europaweiter Gültigkeit, die Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC) weltweit.

Für die Sicherheitsbranche ist der TC79 das wichtigste technische Komitee. Denn hier werden (außer für Brandmeldeanlagen) sämtliche sicherheitstechnischen Normen erarbeitet. Diese europäischen Normen müssen von den einzelnen Ländern als verbindliche nationale Norm übernommen werden und bilden somit einen Standard ab, an dem sich alle orientieren können. Da die Normen die Märkte regulieren, haben sie eine sehr große Bedeutung für den europäischen Binnenmarkt und die jeweiligen Märkte in Deutschland. Als Vorsitzender des TC 79 managt Schaaf die Arbeiten und Abstimmungen innerhalb der Arbeitsgruppe, sorgt für die Einhaltung der Regeln und erarbeitet zusammen mit dem Sekretär entsprechende Strategien. Als Vermittler zwischen den verschiedenen Mitgliedern sorgt Schaaf dafür, dass sich alle Parteien auf eine einheitliche und von allen akzeptierte Entscheidung einigen.

GIT SICHERHEIT gratuliert Norbert Schaaf zu seiner Ernennung und wünscht ihm viel Erfolg und Verhandlungsgeschick.

norbert-schaaf-1

Schwerpunkt Cybersicherheit auf der electronica 2016

Cybersicherheit ist Voraussetzung für den Erfolg der Digitalisierung und Vernetzung im Internet der Dinge, Dienste und Menschen. Darauf verwies ZVEI-Präsident Michael Ziesemer auf der Electronica 2016 – in diesem Jahr ist Cybersicherheit ein Schwerpunkt der Münchner Messe. Von hoher Bedeutung sei die Mikroelektronik-Industrie in Europa. Sie biete die erforderlichen Kryptologie-Chips mit entsprechender Software an.

Ziesemer betonte, dass Deutschland im Fokus von cyberkriminellen Angriffen stehe. Die Schäden seien oftmals immens. Deshalb sei wichtig, dass in den Unternehmen das Bewusstsein für Cybersicherheit geschärft und zur Chefsache gemacht werde. Der ZVEI hat deshalb mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein aktuelles Sicherheitslagebild der Automation erstellt. Demnach kommt Cybersicherheit immer mehr in den Führungsetagen an – bei zwei Drittel der Unternehmen ist sie inzwischen Chefsache. Ziesemer betonte, die Erkenntnisse aus der Umfrage könnten allen Unternehmen helfen, sich künftig noch besser gegen Cyberkriminalität zu wappnen.

Wachstumsträger Industrieelektronik und Automobilelektronik

Der Schwerpunkt der europäischen und insbesondere der deutschen Mikroelektronik-Unternehmen liegt auf den Wachstumssegmenten Industrie- und Automobilelektronik. Seit der Jahrtausendwende ist in Deutschland der Umsatz mit Industrieelektronik um 59 Prozent auf knapp drei Milliarden Euro gewachsen. Die Automobilelektronik hat sogar um 117 Prozent auf rund 5,5 Milliarden Euro zugelegt. Beide Segmente haben für die wichtigen Zukunftsthemen Industrie 4.0 und automatisiertes Fahren eine große Bedeutung, weshalb mit weiterem Wachstum gerechnet wird. Dagegen wird für die Segmente IKT- und Consumer-Electronics in Deutschland ein leichter Rückgang erwartet.

Weltweit rechnet die Mikroelektronik-Industrie bis 2020 über alle Segmente mit einem einstelligen Wachstum. Die europäischen Unternehmen werden in diesem Zeitraum leicht zulegen auf einen Umsatz von ca. 38 Milliarden Dollar. Ihr Anteil am Weltmarkt wird dann bei rund zehn Prozent liegen.

Dr.-Ing. Gunther Kegel wird neuer VDE-Präsident

Dr.-Ing. Gunther Kegel, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Pepperl+Fuchs GmbH, ist ab 01.01.2017 für eine Amtszeit von zwei Jahren neuer Präsident des VDE. Damit tritt er turnusmäßig die Nachfolge von Dr. Bruno Jacobfeuerborn, CTO der Deutschen Telekom AG, an, der stellvertretender VDE-Präsident wird. Dr. Martin Schumacher, Mitglied des Vorstandes der ABB AG Mannheim, wird ebenfalls stellvertretender Präsident des Verbandes.

dr-ing-guenther-kegel

Dr.-Ing. Gunther Kegel

Neu im Präsidium ab Januar 2017 sind Dr. Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender der Infineon Technologies AG, und Prof. Dr. Hermann Eul, Privatinvestor im Silicon Valley, vormals Corporate Vice President Intel Corp. und vorsitzender Geschäftsführer Intel Deutschland GmbH.

Die VDE-Präsidiumsmitglieder kommen traditionell aus Wirtschaft und Wissenschaft und decken die gesamte Bandbreite der Elektro- und Informationstechnik ab. Die Delegierten des Verbandes wählen die Mitglieder des Präsidiums.

Führende Sicherheitsdienstleister wachsen zweistellig


Die 25 führenden Sicherheitsdienstleister sind in 2015 um durchschnittlich 17,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Dies ist die stärkste Umsatzsteigerung, seit Lünendonk den Markt beobachtet. Ausschlaggebend sind hierfür Zukäufe, das Outsourcing der Bewachung von Bundeswehr-Standorten, die Neuvergabe von Großaufträgen mit hohen Umsatzvolumina, der Sicherungsbedarf von Flüchtlingsunterkünften sowie die Einführung des Mindestlohns, die sich in einigen Regionen Deutschlands auf den Umsatz auswirkt.

Das Marktvolumen ist bedingt durch diese Effekte sowie Lohnerhöhungen ebenfalls deutlich gestiegen. Der Branchenverband BDSW taxiert einen Anstieg auf 6,9 Milliarden Euro pro Jahr. In 2014 lag das Volumen noch bei 5,3 Milliarden Euro. Der Anstieg ist indes nicht bereinigt um Nachunternehmen.

Die Lünendonk®-Liste wird wie in den Vorjahren von Securitas angeführt, die nun 720,0 Millionen Euro erwirtschaften. Das ist ein Anstieg von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2014: 669,0 Mio. Euro). Dem Marktführer mit Deutschland-Sitz in Berlin folgt die Kötter-Unternehmensgruppe, die von 341,0 Mio. Euro Umsatz mit Sicherheitsdienstleistungen auf nun 418,0 Mio. Euro um 22,6 Prozent zulegte. Hierin ist unter anderem die Teilkonsolidierung der in 2014 übernommenen OSD Schäfer und eines Großteils des Sicherheitsgeschäfts der ISS enthalten. Kötter verringerte den Umsatzabstand von 328 Millionen Euro in 2014 auf 302 Mio. Euro. Auf Rang drei steht ebenfalls wie in den Vorjahren die Niedersächsische Wach- und Schließgesellschaft mit 220 Millionen Euro Umsatz oder einem Plus von zehn Prozent. Die Zahlen der Unternehmensgruppe mit Sitz in Hannover enthalten auch die Umsätze der VSU.

Die Wisag generierte im abgelaufenen Jahr einen Umsatz von 173,0 Millionen Euro und ist damit stabil auf Rang 4 der Lünendonk®-Liste geführt. Die Wisag gehört zu den Dienstleistern im Markt, die im Rahmen von Sicherheitsdienstleistungen keine Flüchtlingsunterkünfte betreuen. Die Top 5 werden komplettiert von der Kieler Wach- und Schließgesellschaft, die unter anderem auch die Sicherheit Nord zu ihrer Unternehmensgruppe zählt. Nicht mehr in der Lünendonk®-Liste geführt ist die DNZ Holding mit Sitz in Dresden, die im Vorjahr noch 61,0 Millionen Euro Umsatz generierte. Das Unternehmen hat unter anderem aufgrund von mangelnder Refinanzierung von Zukäufen Insolvenz angemeldet und wurde im Juni 2016 vollständig von der Kieler Wach- und Schließgesellschaft übernommen. Dies wird erst in der kommenden Lünendonk®-Liste 2017 sichtbar, die dann Umsatz- und Mitarbeiterzahlen der DNZ-Holding enthalten wird.

Pond mit Sitz in Erlensee bei Frankfurt am Main kommt mit einem Wachstum von 32,5 Prozent auf nun 128,8 Millionen Euro und verbessert sich damit von Rang 7 auf Listenplatz sechs. Klüh steigerte den Sicherheitsumsatz von 101,0 auf 115,6 Mio. Euro. Deutlich legte auch die b.i.g.-Gruppe aus Karlsruhe zu, die nun mit Sicherheitsdienstleistungen 81,6 Millionen Euro erwirtschaftet.

Das deutlichste Wachstum aller Unternehmen der Lünendonk®-Liste verzeichnete Stölting aus Gelsenkirchen, deren Sicherheitsumsatz von 30,9 Millionen Euro auf nun 55,9 Millionen Euro oder 80,6 Prozent anstieg. Auch die nachfolgende Secura Protect gehört zu den Unternehmen mit der größten Umsatzveränderung: Ein Plus von 60,9 Prozent auf nun 55,2 Millionen Euro stand in 2015 zu Buche.

Die Top 25 steigerten ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um beachtliche 17,0 Prozent. Die Mitarbeiterzahl stieg im Gegenzug um durchschnittlich rund 6 Prozent. Die Top 25 generierten einen kombinierten Umsatz von 2,82 Milliarden Euro. Im Vorjahr betrug dieser noch 2,50 Milliarden Euro.

Die aktuelle Lünendonk®-Liste der 25 führenden Sicherheitsdienstleister in Deutschland steht ab sofort unter www.luenendonk.de zum kostenfreien Download bereit.

Sicherheit weiter stark gefragt – deutliches Umsatz-Plus erwartet

Nach dem Rekordjahr 2015 scheint auch das laufende Jahr 2016 wieder für neue Bestmarken in der Sicherheitsbranche zu sorgen. Lt. der aktuellen Markterhebung des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. hält das sehr erfreuliche starke Wachstum weiter an. Die deutschen Sicherheitsanbieter prognostizieren demnach für 2016 ein sattes Umsatzplus von 4,9 Prozent.

Spitzenreiter mit einem erwarteten Zuwachs von 8,0 Prozent wird die Einbruchmeldetechnik sein. „Der Markt für Einbruchmeldetechnik musste jahrelang mit stagnierenden Zahlen kämpfen. Die Wachstumszahlen der letzten Jahre verdeutlichen, dass Einbruchschutz auch im Privatbereich immer mehr zum Thema wird.“, so der BHE-Vorstandsvorsitzende Norbert Schaaf. Ein überdurchschnittlicher Anstieg wird auch für die Video-Überwachungstechnik (+ 6,6 Prozent) und die Zutrittssteuerung (+ 4,1 Prozent) prognostiziert.

Weiter deutlich zulegen können die Brandmeldetechnik (+ 3,8 Prozent), sonstige Sicherungssysteme wie Rauch- und Wärmeabzugsanlagen oder Fluchttürsysteme (+ 3,4 Prozent), Rufanlagen (+ 2,6 Prozent) sowie Sprachalarmsystemen (+ 2,3 Prozent).

umsatzschaetzung2016