Nachruf für Peter Reithmeier

Auf dem VfS-Kongress in Potsdam erfuhr ich, dass der langjährige Geschäftsführer vom Verband für Sicherheitstechnik e.V. (VfS) Peter Reithmeier am18. April diesen Jahres im Alter von 79 Jahren verstorben ist. Er ist  der Gründer des Verbandes, der 1994 als Nachfolger eines Gesprächskreises „Justizvollzug“ hervorging. Der VfS entwickelte sich unter seiner Leitung zu einem der wichtigsten unabhängigen Branchenverbände und betreut heute sicherheitstechnische Anliegen und logistische Probleme in Bereichen mit erhöhten Sicherheitsanforderungen. Dazu gehören neben JVAs auch EVUs, Flughäfen, Krankenhäuser, Forensiken, Industrieunternehmen, Rechenzentren, Logistik, öffentliche Einrichtungen, Einkaufszentren, Banken etc.

Ich durfte den sympathischen und verlässlichen Peter Reithmeier bereits 2007  bei den 7. Hamburger Sicherheitstagen kennenlernen. Seit dieser Zeit hat sich eine enge freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen VfS und GIT SICHERHEIT entwickelt. Ich war als Gast und Berichterstatter, oft auch als Referent, bei allen VfS-Kongressen in Leipzig und Potsdam vor Ort. Das gesamte Team von GIT SICHERHEIT trauert um einen freundlichen innovativen Sicherheitsexperten. Wir werden ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren.

 

BDSW Präsident im Amt bestätigt

BDSW Präsident Gregor Lehnert wurde im Rahmen der 50. Jahresmitgliederversammlung des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft in seinem Amt bestätigt. Die Vertreter der Mitgliedsunternehmen wählten ihn am 18. Mai 2017 in Berlin für seine zweite Amtszeit.

Lehnert ist Geschäftsführer mehrerer mittelständischer Unternehmen im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Die von ihm geführten Sicherheitsunternehmen sind in allen Bereichen der Sicherheitswirtschaft tätig: Dienstleistung, Technik, Beratung, Ausbildung sowie Geld- und Wertdienste.

Gregor Lehnert ist seit 2013 Präsident des Verbandes und durch seinen Vorsitz in der BDSW Landesgruppe Rheinland-Pfalz/Saarland seit 2004 Mitglied im Vorstand des BDSW. Im Mai 2010 wurde er in Mainz zum Vizepräsidenten des Verbandes gewählt. Vor seiner Tätigkeit in der privaten Sicherheit war Lehnert elf Jahre Direktor des saarländischen Landeskriminalamtes und wurde später Staatssekretär im Innenministerium von Thüringen. Seit Januar 2000 ist er als Unternehmensberater und erfolgreicher Unternehmer in der Sicherheitsbranche tätig.

Für die zweite Amtszeit als Präsident des BDSW ist Lehnert, neben der Tarifarbeit mit den Gewerkschaften, vor allem die Qualität der Branche und die Vernetzung der Sicherheitsdienstleistungen wichtig. „Deutschland steht vor gewaltigen Herausforderungen im Bereich der Sicherheit. Veränderte Bedrohungsphänomene, wie Terroranschläge, Kriminalität im IT Bereich oder Wirtschafts¬spionage, gefährden die Bürger und auch das Rückgrat des Wirtschaftsstandortes Deutschland“, so Lehnert. Eine Entlastung der Polizei ist aufgrund der Sicherheitslage notwendig geworden und durch die privaten Sicherheitsunternehmen möglich. „Für eine effiziente und qualitativ hochwertige Dienstleistung in der Sicherheitsbranche sind grundlegende politische und gesetzgeberische Veränderungen notwendig“, so Lehnert. Dazu gehöre vor allem auch eine qualitätsorientierte Vergabe von Sicherheitsaufgaben. Der Verband hat dazu ein Forderungspapier an die Politik erarbeitet und auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt.

Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe

 

Die Ausübung des Bewachungsgewerbes ist erlaubnispflichtig. Der Nachweis einer erfolgreich abgelegten Sachkundeprüfung ist bei folgenden Tätigkeiten erforderlich:

  • Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum oder in Hausrechtsbereichen, mit tatsächlich öffentlichem Verkehr (zum Beispiel Citystreifen)
  • Schutz vor Ladendieben (Einzelhandelsdetektive)
  • Bewachungen im Einlassbereich von gastgewerblichen Diskotheken (Türsteher)- Bewachungen von Aufnahmeeinrichtungen nach §44 des Asylgesetzes oder anderer Immobilien und Einrichtungen, die auch der vorübergehenden amtlichen Unterbringung von Asylsuchenden oder Flüchtlingen dienen, in leitender Funktion
  • Bewachungen von zugangsgeschützten Großveranstaltungen in leitender Funktion

Zur Vorbereitung auf diese IHK-Prüfung ist die 11. überarbeitete Auflage „Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe“ von Dr. Ulrich Jochmann und Rechtsanwalt Jörg Zitzmann im Boorberg Verlag erschienen. Dieses stark nachgefragte Lehrbuch bereitet zielsicher auf die gemäß 34a GewO vorgeschriebene Sachkundeprüfung vor. Es enthält eine umfassende Darstellung der nach den gesetzlichen Änderungen 2016 für die Sachkundeprüfung relevanten Themengebiete sowie redaktionelle Ergänzungen. Die Autoren sind erfahrene Prüfer und erläutern, orientiert am Rahmenstoffplan, folgende Rechtsgebiete:

  • Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung
  • Gewerberecht
  • Datenschutzrecht
  • Bürgerliches Recht und
  • Straf- und Strafverfahrensrecht.

Außerdem werden der professionelle Umgang mit Menschen und Verteidigungswaffen sowie die Unfallverhütungsvorschriften und Grundzüge der Sicherheitstechnik behandelt. Wertvolle Prüfungshinweise, praxisnahe Beispiele und Zusammenfassungen sowie optische Hervorhebungen unterstützen und erleichtern das Lernen. Für eine Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung ist es notwendig sich ausnahmslos mit sämtlichen Themen des leicht verständlich geschriebenen Buches auseinanderzusetzen, da sie alle Gegenstand der Prüfung sein können.

Eine empfehlenswerte Lernhilfe, erschienen im Richard Boorberg Verlag GmbH & Co KG, ISBN978-3-415-06026-5

Die Sicherheitsmesse München 2017

Die Fachmesse SicherheitsExpo öffnet vom 5. bis 6. Juli 2017 nun bereits zum 14. Mal ihre Pforten in München. Durch die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft kommen neue Technologien zunehmend zur Anwendung: RFID (Radio-Frequency Identification), NFC (Near Field Communication) und Mechatronik. Diese Technologien bestimmen den aktuellen Markt und die Zukunft der Branche. Fachvorträge in den für die Messebesucher offenen Foren informieren über diese neuesten technische Entwicklungen und zeigen den Zusatznutzen für die Wirtschaft auf. Circa 130 nationale und internationale Aussteller präsentieren auf rund 5.500 m²
insbesondere neueste Entwicklungen und Innovationen der Sicherheitstechnik.
Das Messeangebot reicht von Zutrittskontrollen, Perimeter Protection, Leitstellen, Mobilfunk über Brandschutz und Videoüberwachung bis hin zur IT-Security. Zahlreiche Vorträge zu spannenden Themen runden das Angebot ab.

Unser wissenschaftlicher Schriftleiter, Heiner Jerofsky, trägt am 6. Juli, 14.00 Uhr, im Forum 1, zum Thema „Zeitgemäßer Einbruchschutz für Wohnungen, Wohnhäuser und Gewerbeobjekte“ vor.
Um die Bedeutung des Brandschutzes für die Unternehmenssicherheit zu verdeutlichen, findet an beiden Messetagen die 7. Brandschutz- Fachtagung für Brandschutzbeauftragte statt. Schirmherr der SicherheitsExpo ist der Bayerische Staatsminister des Innern, Joachim Herrmann.

VdS-Studie zur Cyber-Security

Bekanntermaßen ist Deutschland das weltweit am stärksten von Cyber-Kriminalität betroffene Land. Gerade die 2,5 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) stehen wegen ihrer global stark nachgefragten Entwicklungen im Fokus der digitalen Spione und Saboteure. Aufgrund der oft schwachen Schutzmaßnahmen sehen Fachleute, so gerade erst Cyber-Sicherheitsexperte Mark Semmler während seines VdS-Vortrags auf der CeBit, beim deutschen Mittelstand „offene IT-Scheunentore“.

Eines der vielen Hilfsmittel, mit denen VdS die digitale Absicherung speziell von Mittelständlern unterstützt, ist der kostenlose Quick-Check. Auf http://www.vds-quick-check.de erhalten Firmenverantwortliche in nur 20 Minuten eine individuelle Übersicht über den Status ihrer Cyber-Security in allen relevanten Handlungsfeldern – inklusive möglicher Optimierungsvorschläge.

Nun hat VdS die anonymisierten Angaben von 2.000 zwischen März 2016 und Februar 2017 teilnehmenden Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewertet. Die Studie belegt u.a., dass „klassische“ Themen wie die analoge Umgebungssicherung sowie die wichtigen Backup-Maßnahmen von den meisten Firmen beherrscht werden: 80 % der befragten Mittelständler sehen sich hier gut aufgestellt (Vorjahr: 78 %). Auf die Widerstandsfähigkeit ihrer Netzwerke gegen kriminelle Angriffe verlassen sich 67 % der Teilnehmer (2016: 68 %) – bezüglich der immer wichtiger werdenden mobilen Geräte gilt dies allerdings nur für 54 % (57 %). Starke Schwächen existieren gemäß der Auswertung beim Umgang mit Sicherheitsvorfällen, beim allgemeinen Managementansatz sowie bei der Integration externer Dienstleister. Zudem führen nur die wenigsten Firmen systematische Risikoanalysen durch, welche eine wichtige Basis für die jeweils individuellen Schutzziele bilden.

Cyber-Sicherheitsexperte Mark Semmler während der Präsentation der Ergebnisse auf der Messe CeBit.

Den geringsten Sicherheitsgrad weist der Analyseblock „Organisation der Cyber-Security“ auf: Zwar verlassen sich 71 % der KMU auf die Abwehrfähigkeit ihrer Systemzugänge (2016: 70 %), aber gerade einmal 51 % (selber Wert wie im Vorjahr) auf die Abwehrkompetenzen ihrer eigenen Mitarbeiter und nur 49 % (46 %) auf die generelle Organisationsstruktur. Hinzu kommt, dass neue Themen wie Cloud-Computing noch nicht systematisch bearbeitet werden: Erst 46 % der teilnehmenden Unternehmen sehen sich hier gut aufgestellt.

Den prämierten 1. Informationssicherheits-Standard mit umfassenden Schutzmaßnahmen speziell für KMU stellt VdS auf http://www.vds.de/cyber kostenlos zur Verfügung.

 

Bitte um Ihr Statement zu 25 Jahre GIT SICHERHEIT

Liebe Leser und Partner der GIT SICHERHEIT,
in diesem Jahr feiert Ihr und unser Fachmagazin GIT SICHERHEIT 25-jähriges Jubiläum. Darauf sind wir sehr stolz.
Ohne Leser wie Sie oder ohne die Zusammenarbeit mit Ihnen als Partner wäre das so nicht möglich gewesen. Dafür möchten wir uns sehr herzlich bedanken!
Die Juni-Ausgabe der GIT SICHERHEIT wird unsere Jubiläumsausgabe sein, der wir mit Ihnen gemeinsam eine ganz besondere Note verleihen möchten: Denn wir laden Sie und weitere ausgewählte Persönlichkeiten aus dem Kreis unserer Leser, Partner und Kunden ein, sich mit einem kurzen Statement und Foto einzubringen („Die GIT SICHERHEIT ist wichtig für mich, weil…“).
Bitte senden Sie uns doch, am besten gleich, spätestens aber bis zum 13.04.2017 per kurzer, formloser E-Mail mit dem Betreff „25 Jahre GIT SICHERHEIT“ Ihr kurzes Statement (140 Zeichen inkl. Leerzeichen), was Sie über die GIT SICHERHEIT denken, was Ihnen diese Fachzeitschrift bedeutet. Warum sie wichtig für Sie ist oder warum Sie sie (hoffentlich) genauso gerne mögen, durchblättern, ansehen, lesen wie wir.
Bitte vervollständigen Sie also ganz einfach diesen Satz:
„Die GIT SICHERHEIT ist wichtig für mich, weil _____________________________________________“
Kleine Nettigkeiten sind uns genauso willkommen wie die „ultimative Lobhudelei“.
Bitte antworten Sie uns bitte unter:: gsm@gitverlag.com . Bitte schicken Sie uns gerne auch ein Bild von sich mit.
Wir danken für Ihre Mühe und senden herzliche Grüße.
Ihr Team von GIT SICHERHEIT

Groko widmet sich Schutz von Flüchtlingsunterkünften

Auf dem Koalitionsgipfel Ende März wurde erstmalig beschlossen, Schutzkonzepte für Flüchtlingsunterkünfte zu entwickeln, um speziell Übergriffe auf Frauen und Kinder zu verhindern.

Hierzu erklärt BDSW-Präsident Gregor Lehnert: „Diese Entscheidung war überfällig“. Er verwies darauf, dass der BDSW bereits vor zwei Jahren auf dieses Problem aufmerksam gemacht und ein Positionspapier mit Qualitätsstandards zum Schutz von Flüchtlingsunterkünften entwickelt habe. Hierauf sollte endlich bundesweit zurückgegriffen werden. Nur entsprechend qualifizierte Sicherheitsmitarbeiter und eine ausreichende Zahl von Sicherheitsmitarbeitern dürfen zum Einsatz kommen. Interkulturelle Kompetenzen und besonderes Deeskalationstraining seien besonders wichtig.

Die Qualitätsstandards des BDSW schreiben u. a. vor, dass für die ersten 75 Flüchtlinge in einer Unterkunft mindestens zwei qualifizierte Sicherheitsmitarbeiter zum Einsatz kommen müssen. Das Verhältnis muss ab 76 Flüchtlingen einen weiteren qualifizierten Sicherheitsmitarbeiter jeweils pro weitere 75 Flüchtlinge umfassen. Gefordert sei auch der Einsatz einer ausreichenden Zahl weiblicher Sicherheitsmitarbeiter, so Lehnert abschließend.