Vom BDSW zertifizierten Sicherheitsfachschulen im Netz

Auf der neuen Internetseite www.bdswschulen.de präsentieren sich die vom BDSW zertifizierten Sicherheitsfachschulen in neuem Format. „Die neue Seite bietet die Möglichkeit, sich kompakt und umfassend über Qualifizierungsangebote und Premium- Bildungsanbieter der Sicherheitswirtschaft zu informieren“, sagte der Vorsitzende des Fachausschusses Ausbildung des BDSW Frank Schimmel in Hamburg.

Bereits seit 2007 zertifiziert der BDSW Bundesverband der Sicherheitswirtschaft Bildungsträger aus dem Sicherheitsbereich. „Diese Sicherheitsfachschulen zeichnen sich durch hohe Kompetenzen im der Fort- und Weiterbildung von Sicherheitsmitarbeitern und besondere Qualifikationen bei der Erwachsenenbildung aus“, sagte Schimmel weiter. Anderes als bei anderen Zertifizierungen prüfe der BDSW auch fachspezifische Inhalte aus der Sicherheitswirtschaft ab. Die neue Webpräsenz der vom BDSW zertifizierten Sicherheitsfachschulen informiert über die Qualifizierungsmöglichkeiten der Branche im Allgemeinen, über einzelne ausgewählte Maßnahmen sowie über die Angebote der Sicherheitsfachschulen. In der Rubrik „Neues aus den Schulen“ werden aktuelle Entwicklungen der besten deutschen Bildungsträger in der Sicherheitswirtschaft präsentiert. Eine aktuelle Liste dieser Bildungsträger rundet den Internetauftritt ab und gibt Unternehmen und interessierten Teilnehmern die Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen.

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Erste VdS-Anerkennung für Störungsleitstellen

Die Deutsche Bahn befördert rund 8 Millionen Menschen pro Tag. // Ein Element für diese logistische Herausforderung sind die Notruf- und Serviceleitstellen (NSL), die Störungs- und Gefahrenmeldungen koordinieren. Die NSL der DB Kommunikationstechnik wurde jetzt durch eine VdS-Anerkennung ausgezeichnet. 33.300 Streckenkilometer, 5.700 Bahnhöfe, 300.000 Besucher jeden Tag allein im Berliner Hauptbahnhof – es gibt bestimmt leichtere Aufgaben, als die Anlagenverfügbarkeit der Deutschen Bahn sicherzustellen.

Entscheidend ist, dass Alarme und Störungsmeldungen so schnell wie verlässlich bearbeitet und zur Behebung an Einsatzkräfte und bereitstehende Servicetechniker übermittelt werden. Dies leisten die Experten der Notruf- und Serviceleitstelle (NSL) der DB Kommunikationstechnik GmbH. Sie disponieren u.a. Meldungen von Schließsystemen, Gefahrenmeldeanlagen und Fahrausweisautomaten sowie anderen technischen Anlagen innerhalb und außerhalb der Deutschen Bahn. Als erste NSL eines Verkehrsgroßkonzerns wurde die Berliner Leitstelle nun VdS-anerkannt.

„Wir stellen hohe Anforderungen an unsere NSL und sind daher optimal aufgestellt“, betonte Martin Kaloudis, Geschäftsführer Operations der DB Kommunikationstechnik GmbH, bei der Übergabe des Zertifikats in Berlin. „Die VdS-Anerkennung ist für uns ein wichtiges Qualitätssiegel. Sie wird unser Verhältnis zu unseren Kunden innerhalb des DB-Konzerns weiter stärken und uns vor allem auch am DB-externen Markt gut positionieren. Wir freuen uns, dass unsere besondere Leistungsfähigkeit jetzt offiziell durch Europas Nr. 1 für Unternehmenssicherheit belegt wurde.“

Thomas Urban, Geschäftsführer von VdS, gratulierte bei der Übergabe: „Herzlichen Glückwunsch an die Berliner Leitstelle der DB Kommunikationstechnik zum klaren Nachweis ihrer Verlässlichkeit im Störungsmanagement. Die Experten zeigten ihr sicheres Können im Koordinieren der Einbruch- und Vandalismus-Abwehr sowie der Brandbekämpfung – auch in einer Redundanz-Leitstelle in der Nähe, von wo aus z.B. im Fall einer vollständigen Evakuierung die Arbeiten innerhalb kürzester Zeit nahtlos fortgeführt werden können. Nachgewiesen durch einen VdS-Stresstest in der Praxis.“

Klare Regeln für die Sicherheit in Fußballstadien gefordert

Die Bundesligasaison 2018/2019 ist in vollem Gange. „Über 15.000 private Sicherheitskräfte leisten an jedem Spieltag einen wichtigen Beitrag für Sicherheit und Ordnung in den Bundesligastadien“, so BDSW Hauptgeschäftsführer und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied Dr. Harald Olschok. Dennoch fordere der Verband seit vielen Jahren eigenständige Regelungen für die Qualifikation und Schulung der eingesetzten Sicherheitskräfte, weil die Herausforderungen permanent zunähmen. Die Gewerbeordnung und die Muster-Versammlungsstättenverordnung reichen schon lange nicht mehr aus, so Olschok. Das habe auch die Große Koalition erkannt, sie habe sich darauf verständigt, in der jetzigen Legislaturperiode ein eigenständige Sicherheitsgesetz zu verabschieden. Darin werde unter anderem der Einsatz von privaten Sicherheitsdiensten bei Veranstaltungen mit Konfliktpotential zu regeln sein. Dazu gehörten leider immer mehr auch zahlreiche Bundesligaspiele.  „Sicherheitsmitarbeiter in Fußballstadien müssen eine tätigkeitsspezifische Qualifizierung erhalten, die speziell auf die Situation im Stadion abgestimmt ist. Im Mittelpunkt müssen praktische Kenntnisse im Umgang mit Menschen („Crowdmanagement“) sowie die Vermittlung und Prüfung rechtlicher Grundlagen stehen. Für die Qualifikation dieser Mitarbeiter besteht bereits ein Konzept des BDSW, nach dem diese auf der Grundlage der Ordnerqualifizierung des DFB mit einem Zusatzmodul für den allgemeinen Veranstaltungsdienst geschult werden sollen. Dieses Konzept wird zeitnah mit dem DFB abgestimmt und auf Verbandsebene umgesetzt werden. „Diese Punkte müssen in eine gesetzliche Regelung einfließen“, sagte Olschok. Aber auch die Überprüfung der Mitarbeiter im Vorfeld müsse verbessert und vor allem beschleunigt werden. Hoffnung setze der Verband in das sogenannte Bewacherregister, das ab dem 1. Januar 2019 gelten werde. Damit könnten die Sicherheitsunternehmen schnell feststellen, ob der eingesetzte Mitarbeiter zuverlässig und ausreichend qualifiziert sei.

Modernste Technologie für den Schlüsselbund

In einem aktuellen Beitrag im Versicherungsmagazin mit dem Titel „Elektronische Schließsysteme: Gefahr für Versicherungsschutz“ warnt ein Versicherungsberater aus Mönchengladbach davor, dass Unternehmen in aller Regel eine Pflichtverletzung bei einem nachträglichen Einbau einer elektronischen Schließanlage begehen würden. Grund sei die höhere Manipulierbarkeit von elektronischen Schließanlagen im Vergleich zu mechanischen Anlagen. Darum könnten Entschädigungsleistungen im Schadensfall stark gekürzt werden.

„Ich bin sehr erstaunt über diese Aussage, die technologisch nicht belegbar ist“, erklärt Eugen Krampetz, Partner und Fachplaner für Zutrittssysteme bei der dP elektronik GmbH, einem führenden Anbieter für Zutrittskontrolle. „In dem Beitrag zieht der Autor einen Vergleich zu einer Studie aus Juni 2018 des Automobilclubs ADAC, wonach die Signale von elektronischen Schlüsseln durch Kriminelle abgefangen und manipuliert werden könnten. Es stellt sich an dieser Stelle die Frage, inwiefern elektronische Schließsysteme in Gebäuden mit den Schließsystemen im Automobilbereich verglichen werden können“, ergänzt er.

Schlüssellose Schließsysteme in PKWs arbeiten in technischer Hinsicht anders als moderne Schließsysteme in Gebäuden. Die verwendete Technologie im Automobilbereich bietet durchaus erhebliche Sicherheitsrisiken: In aktuellen PKWs erfolgt die schlüssellose Öffnung durch eine Kombination aus Funksendern auf 433MHz und 868Mhz sowie einem im Fahrzeugschlüssel integrierten Transponder auf 125kHz Basis. 125kHz Transponder bieten keine Verschlüsselung auf der Luftschnittstelle. Kritisch ist der Zeitraum, in welchem die Signale zwischen Transponder und Codiereinheit unverschlüsselt ausgetauscht werden. Diese Schwachstelle kann daher für Angriffe eines Täters ausgenutzt werden.

Auch moderne elektronische Schließsysteme in Gebäuden arbeiten mit Transpondern in Form von Karten oder Anhängern. Im Gegensatz zum Automobilbereich werden die Signale auf einer Frequenz von 13,561 MHz zwischen dem Transponder des Mitarbeiters und der Leseeinheit des Schließsystems übertragen. Fachunternehmen achten bei der Einrichtung der Anlagen darauf, dass auch die Übertragung auf der Luftschnittstelle mit einer symmetrischen AES-128 Verschlüsselung (Advanced Encryption Standard) erfolgt.

Elektronische Schließsysteme für Gebäude manipulationssicher

Um die Verschlüsselung moderner Transponder in Gebäudeschließsystemen in einem Angriff zu knacken sind bei AES-128 insgesamt 2126,1 Schritte erforderlich: das sind 85.070.591.730.234.615.865.843.651.857.942.052.864 Schritte. Ein Angriff auf ein modernes elektronisches Schließsystem ist im Gegensatz zu Keyless Systemen in Fahrzeugen nach heutigen Erkenntnissen praktisch ausgeschlossen.

Deutlicher Vorteil eines elektronischen Schließsystems ist darüber hinaus die hohe Flexibilität: Über eine zentralisierte Software-Oberfläche können alle miteinander vernetzten Türen am PC gesteuert werden. Der Systembetreiber und ausgewählte Berechtigte können jederzeit entscheiden wer, wann, wo und wie lange durch Ihre Türen gehen darf. Geöffnet werden die Türen mit einem Transponder, der vor den Leser gehalten wird. Sollte dieser verloren gehen, können dem Transponder alle Zutrittsrechte per Knopfdruck entzogen werden. So sind die Türen sicher vor unbefugtem Zutritt. Anschließend kann ein neuer Chip ausgehändigt werden. Hierzu erhalten die vernetzten Türen durch die Software die erforderlichen Zutrittsberechtigungen. Mit wenig Aufwand und sehr schnell kann der verlorene Chip ausgetauscht werden – ganz ohne einen kostenintensiven Schließanlagenwechsel.

Weiterhin kann in einem elektronischen System auch eine elektronische Verschlussüberwachung der Türen erfolgen. Der integrierte Rückmeldekontakt informiert zuverlässig ob Türen geöffnet oder verriegelt sind. Die in dem Beitrag im Versicherungsmagazin erwähnte nicht abgeschlossene Tür würde in diesem Fall an das System gemeldet werden, so dass sie umgehend durch einen Mitarbeiter verschlossen werden kann. Die Zeitdauer der ungewünschten Öffnung bleibt im System gespeichert.

„Moderne Schließanlagen bieten höchste Sicherheit, hohe Flexibilität und Komfort für die Anwender“, fasst Krampetz zusammen. „Die Digitalisierung ist in unserem Alltag weit vorangeschritten und der Einsatz neuester Technologie lohnt sich auch beim Schlüsselbund.“ Infos unter: C.Maxin@dp-elektronik.de

Fachausschuss Ausbildung trifft BDA

Der Vorsitzender des BDSW Fachausschusses Ausbildung, Frank Schimmel, begrüßte Peter Clever, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Vorsitzender des Verwaltungsrates der Bundesagentur für Arbeit (BA), zu einem zweistündigen Gespräch rund um die Sicherheitswirtschaft.

Gemeinsam mit dem Leiter des BDSW-Hauptstadtbüros, Dr. Berthold Stoppelkamp, wurden zunächst Themen wie Fachkräftemangel in der Sicherheitswirtschaft, AÜG und Zuverlässigkeitsprüfung besprochen. Im zweiten Teil lag der Schwerpunkt auf der Bildungspolitik. Frank Schimmel machte deutlich, dass die engen Regelungen der AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) derzeit die zielgerichtete Förderung und Integration von Langzeitarbeitslosen sowie geflüchteten Menschen verhindert. Der in diesem Jahr zum wiederholten Male für einige Berufsgruppen gesenkte Bundesdurchschnitts-Kostensatz, mindere zudem die Qualität von Maßnahmen. Auch die Anbieterbewertung (Sternebewertung) der Bundesagentur für Arbeit stand auf der Gesprächsagenda. Nach Auffassung von Frank Schimmel schafft die Anbieterbewertung in ihrer jetzigen Form weder die gewünschte Transparenz, noch generiert sie einen Nutzen für Kundinnen und Kunden.

Exzellenzinitiative verbessert Qualität der Ausbildung

Rechtzeitig zum Beginn des Ausbildungsjahres 2018/2019 startet die Exzellenzinitiative des BDSW Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft in Hamburg. „Ein guter Ausbildungsbetrieb ist die Grundlage für eine erfolgreiche Ausbildung und zufriedene Auszubildende. Die Initiative soll den Auszubildenden dabei helfen einen Ausbildungsplatz in einem qualifizierten und leistungsfähigen Sicherheitsunternehmen zu finden.“, so der Vizepräsident des Verbandes und Vorsitzende der Landesgruppe Hamburg, Jens Müller.
Der BDSW hat sich deshalb mit der ASW Norddeutschland, der Gewerkschaft ver.di, der Handelskammer Hamburg und der Berufsschule 27 auf diese Initiative verständigt. Sie ist bundesweit einmalig in der Sicherheitswirtschaft. Ein wichtiges Element der Initiative ist die Bestellung von Johanna Reidt zur Ombudsfrau. Sie  soll in Problemfällen als unabhängiges Bindeglied zwischen den Auszubildenden und den Berufsschulen, Ausbildungsbetrieben sowie der Kammer agieren.
Ein weiteres Element der Exzellenzinitiative ist die Vergabe eines Gütesiegels. Voraussetzung ist die Erfüllung von transparenten  Qualitätsanforderungen. Diese werden durch ein unabhängiges Gremium geprüft. Das Exzellenz-Siegel soll den Auszubildenden bei der Auswahl eines qualifizierten Ausbildungsbetriebes helfen.

Infos unter www.exzellenzinitiative.hamburg

Kritis Zusammenarbeit zwischen Berlin und BSI

Einen engeren Austausch und eine verstärkte Zusammenarbeit in Fragen der Cyber-Sicherheit, insbesondere zum Schutz Kritischer Infrastrukturen (Kritis), haben das Land Berlin und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beschlossen. Dazu unterzeichneten der Berliner Innensenator Andreas Geisel und BSI-Präsident Arne Schönbohm in Berlin eine entsprechende Absichtserklärung. „Im Bereich der Cyber-Sicherheit ist Deutschland in den letzten Jahren ein gutes Stück vorangekommen. Wir haben wichtige Maßnahmen auf legislativer und operativer Ebene umgesetzt, um speziell die Kritischen Infrastrukturen besser zu schützen. Bislang gab es in Deutschland keine IT-Sicherheitsvorfälle, die eine Versorgung der Bevölkerung gefährdet hätten.“