Ladungsdiebstähle von 1,3 Milliarden Euro

Das Ausmaß von Ladungsdiebstählen war in Deutschland bisher kaum zu beziffern: Die Polizei führt keine Statistik, zudem sind viele der hier ausgeraubten LKW im europäischen Ausland registriert und dort versichert. Wie groß das Problem tatsächlich ist, zeigen jetzt erstmals erstellte gemeinsame Berechnungen mehrerer Wirtschaftsverbände unter Beteiligung der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste e. V. (BDGW).

Demnach werden jährlich Ladungen von nahezu 26.000 LKW gestohlen, statistisch schlagen Kriminelle in Deutschland also alle 20 Minuten zu. Allein die gestohlenen Güter haben einen Wert von 1,3 Milliarden Euro, weitere Schäden von 900 Millionen Euro entstehen durch Konventionalstrafen für Lieferverzögerungen, Reparaturkosten sowie Umsatzeinbußen und Produktionsausfälle bei den eigentlichen Abnehmern.

Die Wirtschaftsverbände haben angesichts der Zahlen eine gemeinsame Initiative gestartet. Die „Arbeitsgemeinschaft Diebstahlprävention in Güterverkehr und Logistik“ will die Sicherheit der Transportlogistik insbesondere durch höhere Sicherheitsstandards und Investitionen in Ortungstechnik, Diebstahlwarnanlagen, Wegfahrsperren und gesicherte Parkplätze erhöhen.

Von den Behörden fordern die Verbände dringend mehr Unterstützung durch einen höheren Fahndungsdruck auf die international und professionell agierenden kriminellen Organisationen. Die Polizei müsse zudem auf Autobahn-Rastplätzen häufiger präsent sein, spezialisierte Polizeieinheiten und Schwerpunktstaatsanwaltschaften sollten zur Optimierung der länderübergreifenden Strafverfolgung beitragen. Um gezielte präventive und repressive Maßnahmen ergreifen zu können, müssten die Ermittlungsbehörden das Delikt „Ladungsdiebstahl“ besser statistisch erfassen und die Voraussetzungen für eine bundesweit einheitliche Anzeigenaufnahme schaffen. Personalmangel, schlechte Vernetzung und geringe Spezialisierung würden die Ermittlungen verzögern, bemängelt die Arbeitsgemeinschaft.

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Geld- und Wertbranche ist für die Zukunft gewappnet

Im Rahmen der diesjährigen CashCon Ende Januar 2018 in Köln stellte die BDGW die erfolgreiche Arbeit der deutschen Geld- und Wertdienstleister in den Vordergrund. Der Berater des BDGW-Vorstandes, Andreas Goralczyk wies auf die große Bedeutung der Wertdienstleister mit ihren rund 11.000 Beschäftigten und 2.450 gepanzerten Spezialfahrzeugen für den Bargeldkreislauf in Deutschland hin. Die Branche trage mit ihren Dienstleistungen dazu bei, dass das Bargeld als Zahlungsmittel in Deutschland nach wie vor einen hohen Stellenwert einnehme.

Die Geld- und Wertdienstleister seien effizient und zukunftsorientiert am Markt aufgestellt. „Sie sind sowohl technologisch als auch kapazitätsmäßig in der Lage, im Bargeldmanagement weitere Aufgaben und Dienstleistungen, auch von anderen Bargeldakteuren, in Richtung Outsourcing von Bargelddienstleistungen zu übernehmen“, so Goralczyk.

Ihr Ziel sei es, die Bundesbank im Bargeldmanagement weiter zu entlasten, aber auch die Banken und den Handel, insbesondere im Cash Recycling und durch die zunehmende Digitalisierung der Zahlungs- und Geschäftsprozesse im Bargeldmanagement, zu unterstützen. Als Branchenverband der Geld- und Wertdienstleister sei sich die BDGW dieser Verantwortung bewusst und arbeite deshalb aktiv in der ESTA, dem europäischen Dachverband der Wertelogistikbranche, u. a. an diesen Themen mit. ESTA und BDGW seien gegen jede Einschränkung der Bargeldnutzung und lehnen eine Bargeldobergrenze strikt ab. In ihrem kürzlich vorgelegten Positionspapier habe die ESTA konkrete Vorschläge zu weiteren Effizienzverbesserungen des Bargeldkreislaufs vorgelegt.

Geschäftsmodell für Cyberkriminelle

Digitale Erpressung hat sich laut den Sicherheitsforschern von Trend Micro zum erfolgreichsten und effizientesten Erwerbsmodell für Cyberkriminelle entwickelt. Angriffe werden zunehmend vielseitiger und ausgeklügelter. Digitale Erpressung stellt auch künftig für Firmen und öffentliche Organisationen ein erhebliches Risiko dar. Wie Trend Micro bereits in den Sicherheitsvorhersagen 2018 dargelegt hat, werden Cyberkriminelle vor allem Unternehmen ins Visier nehmen und dort Schäden anrichten. Die Forscher gehen davon aus, dass künftig nicht allein Ransomware für die digitale Erpressung eingesetzt wird. Ebenfalls werden nicht nur Datenbankdateien, Server und Systeme angegriffen. Die Attacken werden auch Produktionsstätten und Roboter in Fertigungsstraßen treffen. Denn Fabriken und Maschinen beinhalten sehr häufig Komponenten, die nur schwer, wenn überhaupt, gegen IT-Gefahren zu sichern sind. Manche Angreifer spezialisieren sich auf digitale Schmutzkampagnen: sie verbreiten Propaganda gegen Prominente und Unternehmen, um deren Ruf nachhaltig zu schädigen, falls diese kein Lösegeld bezahlen. Schließlich wird digitale Erpressung auch weiterhin Phishing-Angriffe und Social Engineering-Techniken nutzen, um Computer und Systeme von Angestellten und Führungspersonen mit Ransomware zu infizieren, oder um einen Backdoor für Datendiebstahl zu installieren. Infos unter:
http://blog.trendmicro.de/digitale-erpressung-gefahr-auch-2018/

VdS-„Sprinklerbibel“ CEA 4001 überarbeitet

Alle vier Minuten brennt in Deutschland ein Unternehmen, bestätigt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Entscheidend für eine erfolgreiche Brandbekämpfung ist immer die Sofortreaktion im Ernstfall. Das macht Sprinkleranlagen zum wohl wichtigsten Mechanismus für den Schutz von Menschenleben sowie Sachwerten vor den enormen Zerstörungskräften von Feuer. Schließlich galten Brände bis zur Erfindung dieser Systeme als Naturkatastrophen, die nicht beherrschbar waren und immer wieder ganze Städte vernichteten.

VdS prüft Sprinkleranlagen, seit sie auf unserem Kontinent eingesetzt werden – und bündelt seine weit über 100 Jahre Schadenverhütungs-Erfahrung u.a. in dem internationalen Standard für die sichere Planung und den Einbau der wichtigen Systeme: den Richtlinien VdS CEA 4001. Die in der Branche als „Sprinklerbibel“ bezeichneten Hilfestellungen stehen ab sofort in einer umfassend aktualisierten Fassung zur Verfügung. Die neue Ausgabe der VdS CEA 4001 bietet allen Brandschutzverantwortlichen die gewohnt praxisnahen, präzisen und an aktuellste Techniken wie Gegebenheiten angepassten Hilfestellungen zur Realisierung betriebssicherer und wirksamer Sprinkleranlagen.“ Die neue VdS CEA 4001 steht unter www.vds-shop.de zur Verfügung.

„Fake Customer-Trick“ schädigt Firmen

Vorsicht vor fingierten Kundenbestellungen aus Großbritannien. Beim „Fake Customer-Trick“ treten Betrüger als Großkunden auf und geben unter dem Deckmantel seriöser britischer Unternehmen Bestellungen per E-Mail auf. Ihre Opfer sind vorwiegend mittelständische Firmen aus der Metall-, Automobil- und Lebensmittelindustrie. Bezahlt wird die Ware von den „gefälschten Kunden“ allerdings nicht. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg warnte deshalb in einer Pressemitteilung vor der neuen Betrugsmasche.

Das Prozedere ist in der Regel immer gleich: „Die Täter erstellen im Vorfeld eine täuschend echte E-Mail-Adresse eines seriösen und real existierenden britischen Unternehmens, einer realen Führungskraft. Anschließend werden passend zur Branche des Unternehmens Waren in sehr großem Umfang bestellt. Dabei gehen die Betrüger professionell vor und erwecken durch Fachbegriffe und branchenübliche Formulierungen den Eindruck eines ernsthaften Kaufinteresses. Nicht nur der Erstkontakt, sondern auch die Preis- und Kaufverhandlungen werden über die gefälschte E-Mail-Adresse abgewickelt. Um ihre Seriosität zu untermauern, signalisieren die angeblichen Kunden sofortige Zahlungsbereitschaft und belegen wenn nötig ihre Bonität mit gefälschten Bilanzen. Außerdem geben sie während des E-Mail-Verkehrs eine britische Rufnummer an und betonen, dass sich die Firmen bei Fragen oder Problemen jederzeit direkt bei ihnen melden können. Die geschädigten Firmen werden erst dann misstrauisch, wenn die Bezahlung trotz Erinnerung und Mahnung nicht erfolgt. Wenn sie dann die Homepage ihrer vermeintlichen Auftraggeber aufrufen und sich unter der echten Telefonnummer erkundigen, wo ihr Geld bleibt, erfahren sie, dass die Firma gar nichts bestellt hat.

88 Zwischenfälle mit Drohnen in der Nähe von Flugzeugen

Im vergangenen Jahr hat es im deutschen Luftraum 88 Zwischenfälle mit Drohnen in der Nähe von Flugzeugen gegeben. Ein Jahr zuvor waren nach Angaben der Deutschen Flugsicherung 64 Fälle gemeldet worden. Die mit Abstand meisten Drohnen wurden 2017 in der Nähe des Flughafens Frankfurt gesichtet. Eine Sprecherin erklärte, viele Menschen hätten überhaupt keine Vorstellung davon, wie gefährlich ein Drohnenflug am falschen Ort sein könne. Mit einer Drohne kann jeder zum Piloten werden, per Kamera die Welt von oben betrachten, durch Gebäude und Höhlen fliegen, beim Extremsport filmen, an Flugwettbewerben teilnehmen. Die Technik verspricht großen Spaß und vielfältigen Nutzen aber sie kann auch zur Gefahr für die private und öffentliche Sicherheit werden. Die Nutzung von Drohnen, sogenannten unbemannten Luftfahrtsystemen (UAS), ist im Luftverkehrsgesetz geregelt. Die „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ sieht nun unter anderem Flugverbote für besonders sensible Bereiche, eine Kennzeichnungspflicht und eine behördliche Erlaubnispflicht vor. Ob die strengeren Regeln das eigene Fluggerät betreffen, hängt vom Gewicht und der individuellen Nutzung ab. Hobby-Flieger sollten sich über die geltenden Regelungen informieren, bevor sie mit ihrem Hightech-Fluggerät in die Lüfte steigen.

5. Perimeter Protection

Wie schützt man sensible Grundstücks- und Freigeländegrenzen vor unbefugten Zutritten, Einbruch oder Angriffen? Nicht nur Kommunen, Justizvollzugsanstalten, Flughäfen, Ministerien und Konsulate stellen sich diese Frage. Auch im privatwirtschaftlichen Bereich ist eine effektive Perimetersicherung nicht mehr wegzudenken. Auf der fünften Perimeter Protection, Internationale Fachmesse für Perimeterschutz, Zauntechnik und Gebäudesicherheit, zeigten 135 Hersteller und Anbieter vom 16. bis 18. Januar 2018 elektronische und mechanische Sicherheitslösungen. Im Vergleich zur Vorveranstaltung ist nicht nur die Ausstellerzahl um über 30 % gestiegen. Auch der Anteil internationaler Unternehmen ist mit über 42 % deutlich höher als vor zwei Jahren. Neu: das Kompetenzzentrum Drohnendetektion & -abwehr, das mitten im Geschehen platziert ist. Über 3.000 Fachbesucher werden in Halle 12 des Messezentrums Nürnberg erwartet.

Perimeter Protection 2016

Mit ihrer hoch spezialisierten Ausrichtung bot die Sicherheitsmesse Perimeter Protection einen kompletten Marktüberblick über das bestehende Angebot an Maßnahmen für den Freigeländeschutz – ein Alleinstellungsmerkmal. Alexander Stein, Veranstaltungsleiter Perimeter Protection, sagte:„Die stetige Weiterentwicklung der Perimeter Protection seit ihrer Premiere 2010 ist einfach toll. Der große Zuspruch der Branche zeigt uns, dass das Thema brandaktuell ist und diese Spezialmesse mittlerweile ihren festen Platz im Messekalender hat. Sicherheitsexperten erwartete 2018 ein noch umfangreicheres Angebot an aktiver und passiver Sicherheitstechnik als bei den Vorveranstaltungen; dazu eine deutlich gestiegene Internationalität.