5. EUROFORUM-Jahrestagung „Barg€ldlogistik“

Vom  19.-20. Juni 2013 fand in Mainz die 5. EUROFORUM-Jahrestagung „Barg€ldlogistik“ statt. Der Bargeldlogistik-Markt ist in Bewegung. Die vorhandenen rechtlichen Rahmenbedingungen des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG) und der weitere Rückzug der Bundesbank führen dabei zu Kooperations- und Investitionsdruck bei den Bargeldakteuren des Handels, der Banken und der Wertdienstleister.

Mewes, Michael 2008 1022_2

Michael Mewes, Vorsitzender der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW), wies nachdrücklich auf die bedeutende Rolle der BDGW-Mitglieder für die Bargeldlogistik der deutschen Volkswirtschaft hin. Täglich seien bundesweit über 2.650 Spezialgeldtransportfahrzeuge auf deutschen Straßen im Einsatz. Dabei transportieren sie für Handel, Banken und Geldausgabeautomaten Bargeld im Wert von über 3 Milliarden Euro. Hierzu werden etwa 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Transport und weitere knapp 3.500 mit der Bearbeitung des Geldes beschäftigt. Die Branche erwirtschaftet pro Jahr derzeit einen Umsatz von ungefähr 550 Millionen Euro. Deutschland sei europaweit nach wie vor mit Abstand das sicherste Land in der Bargeldlogistik in Europa. Mewes unterstrich in seinem Vortrag, der das Spannungsfeld der Wertdienstleister zwischen Kostendruck und Sicherheitsfragen beleuchtete, dass das Preisniveau für die Wertdienstleistung unverändert unzureichend sei,  obwohl „den Geld- und Wertdienstleistern eine wesentliche Funktion in der deutschen Bargeldversorgung“ zukomme. Er hob hervor, dass die BDGW „den Bargeldkreislauf ganzheitlich versteht. „Daher ist für uns selbstverständlich, die Sicherheit der Prozesskette der Bargeldversorgung im Fokus zu haben“. Seit 2007 ist der BDGW-Sicherheitsstandard als Gütesiegel anerkannt. Auch die bisherige DIN 77 200 für „Sicherungsdienstleistungen – Anforderungen“ stelle auf das BDGW-Regelwerk ab.“ Man begrüße den Vorstoß der Deutschen Kreditwirtschaft und des Handelsverbandes Deutschland beim DIN zur Schaffung einer eigenständigen DIN 77300 für Geld- und Wertdienste, der wesentlich auf den BDGW- Sicherheitsstandards fuße. Mewes hob jedoch klar hervor, dass dieses Vorhaben nur dann sinnvoll und zielgerichtet sei, wenn eine künftige DIN Norm Rechtsverbindlichkeit für den gesamten Bargeldlogistikprozess und alle seiner Akteure im Rahmen einer „end to end-Betrachtung“ habe. Insgesamt hätten die zentralen Aspekte der Sicherheit und Wirtschaftlichkeit für Wertdienstleister oberste Priorität, so Mewes abschließend.

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Sicherheitsdienste zur Piratenabwehr

Ab sofort können private Sicherheitsdienste beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Zulassung für Bewachungsaufgaben auf Seeschiffen beantragen. Alle privaten Sicherheitsdienste, die bewaffnete Dienstleistungen mit dem Ziel der Piratenabwehr auf Seeschiffen unter deutscher Flagge anbieten möchten, benötigen ab dem 1. Dezember 2013 einer Zulassung durch das BAFA. Gleichermaßen müssen deutsche Sicherheitsdienste auch dann einen Antrag auf Zulassung stellen, wenn sie Dienstleistungen auf Seeschiffen, die unter anderen Flaggen in internationalen Gewässern fahren, anbieten wollen. „Wir begrüßen es außerordentlich, dass das Zulassungsverfahren nun endlich beginnen kann. Wir hoffen, dass die eingehenden Anträge zeitnah vom BAFA bis zum 1. Dezember 2013 beschieden werden. Die in Kraft getretenen Regelungen unterstreichen nachdrücklich die gewachsene Leistungsfähigkeit und Qualität der deutschen Sicherheitswirtschaft zur Sicherung von Handelsflotten auf den Weltmeeren zum Schutz vor Piraten“, so BDSW-Hauptgeschäftsführer Dr. Harald Olschok. Durch den verstärkten Einsatz von privaten Sicherheitsdiensten auf Seeschiffen weltweit haben sich im ersten Quartal dieses Jahres die Piratenangriffe auf Seeschiffe gegenüber dem Vorjahreszeitraum erheblich – von 102 auf 66 – reduziert. „Im ersten Quartal dieses Jahres wurde kein Schiff unter deutscher Flagge mit privaten Sicherheitsdiensten an Bord angegriffen. Allein durch die Präsenz von privaten Sicherheitsdiensten an Bord wird eine nachhaltige Abschreckungswirkung erzielt „, so Olschok. Der BDSW fordert die deutschen Reeder auf, zukünftig zugelassene deutsche Sicherheitsdienste mit dieser schwierigen und verantwortungsvollen Aufgabe zu betrauen, bei denen häufig hoch qualifizierte ehemalige deutsche Soldaten zum Einsatz kommen. Durch den von der Bundesregierung mit Unterstützung des BDSW eingeschlagenen Weg für hohe Qualitätsstandards bei der Piratenabwehr durch private Sicherheitsdienste entwickelt sich die private Sicherheitswirtschaft in Deutschland immer mehr zu einem interessanten Arbeitsmarkt für ausscheidende Soldaten und Polizisten.

Treffpunkt der Sicherheitsexperten – Essener Sicherheitstage 2013

Nach den großen Erfolgen der Essener Sicherheitstage in den letzten Jahren führt der BHE in Kooperation mit der Messe Essen am 5./6. November 2013 bereits die 6. Essener Sicherheitstage durch. Seit 10 Jahren sind die Essener Sicherheitstage im Security-freien Jahr nun der Treffpunkt der Sicherheitsbranche. Die Veranstaltung richtet sich u.a. an Errichter, Hersteller sowie Planer- und Ingenieurbüros von Sicherungstechniken, an Sicherheitsbeauftragte von Anwendern sowie an Versicherer und Behördenvertreter. Das hersteller- und produktneutrale Vortragsprogramm wird wieder einen umfassenden Überblick über sämtliche Aspekte der Sicherheitstechnik vermitteln. Für die Themen „Sicherheit in der Logistik“ und „Sicherheit in Krankenhäusern/Pflegeheimen“ wird es spezielle Vortragsblöcke geben. Der Branchentreff am Abend des ersten Veranstaltungstages ist mittlerweile beliebter Bestandteil aller BHE-Fachkongresse. In angenehmer Atmosphäre bieten sich bei kalt/warmem Buffet weitere Gesprächsmöglichkeiten mit Fachleuten der Sicherheitsbranche.

Kongressbegleitend findet wieder eine sicherheitstechnische Ausstellung statt. Anbieter und Hersteller von Sicherungstechniken präsentieren den Kongressteilnehmern neueste Produkte und Entwicklungen im Sicherheitsbereich. Weitere Informationen zum Fachkongress erhalten Sie bei der BHE-Geschäftsstelle.

BSI-Sicherheitsstudie zu Content Management Systemen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine Studie zur Sicherheit von Content Management Systemen (CMS) veröffentlicht. Diese beleuchtet relevante Bedrohungslagen und Schwachstellen der weit verbreiteten Open-Source-CMS Drupal, Joomla!, Plone, TYPO3 und WordPress, die sowohl im professionellen Bereich als auch von Privatanwendern genutzt werden, um Webseiten aufzubauen und zu pflegen. Die Studie zeigt, dass die untersuchten CMS ein angemessenes Sicherheitsniveau bieten und einen hinreichenden Sicherheitsprozess zur Behebung von Schwachstellen implementiert haben. Um einen sicheren Betrieb einer Webseite zu gewährleisten, reicht es jedoch nicht aus, die untersuchten Lösungen in der Standardinstallation einzusetzen und zu betreiben. Vielmehr bedürfen die CMS einer sachgemäßen Konfiguration und kontinuierlichen Pflege, denn nur ein angemessenes Systemmanagement und ein umsichtiges Verwenden von Erweiterungen kann das Risiko unentdeckter Schwachstellen minimieren. Die Betreiber und Administratoren der Webseite sollten daher ein besonderes Augenmerk auf die tägliche Pflege des Systems und die Information zu möglichen Sicherheitsupdates legen und die dafür notwendige Zeit einplanen.

Die Studie bietet unter anderem eine Analyse der Schwachstellen der untersuchten CMS. Zudem werden die Entwicklungsprozesse der Systeme mit dem Fokus auf Sicherheit untersucht und bewertet. Darüber hinaus ermöglicht die Studie eine verlässliche sicherheitstechnische Beurteilung von CMS im Rahmen der Planung und Beschaffung. Dazu werden exemplarisch wichtige Aspekte zur Absicherung der Software anhand von vier typischen Anwendungsszenarien beleuchtet: „Private Event Site“ zum Aufbau einer privaten Webseite, „Bürgerbüro einer kleinen Gemeinde“, „Open Government Site einer Kleinstadt“ und „Mittelständisches Unternehmen mit mehreren Standorten“. CMS werden zur Erstellung und Pflege von Internetauftritten im privaten Umfeld ebenso eingesetzt wie in Verwaltungen und Unternehmen. Immer wieder bieten diese Systeme jedoch Angriffsflächen für Hacker und Schadprogramme. Denn schon durch kleine Sicherheitslücken oder Fehlkonfigurationen können sich unerlaubte Zugänge zu Online-Anwendungen, IT-Infrastrukturen und sensiblen Daten öffnen. Die mangelhafte Pflege von CMS kann auch dazu führen, dass Online-Kriminelle den Rechner oder Webserver des Anwenders übernehmen, diesen zum Teil eines Botnetzes machen und den Rechner so beispielsweise für DDoS-Angriffe missbrauchen. Schwachstellen in Content Management Systemen, die aufgrund von mangelhafter Pflege nicht geschlossen wurden, waren beispielsweise eine Ursache für die in den letzten Monaten bekannt gewordenen DDoS-Angriffe gegen US-Finanzinstitutionen. Mit der Durchführung der Studie hatte das BSI die ]init[ AG für digitale Kommunikation und das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (Fraunhofer SIT) beauftragt. Weitere Infos unter: http://www.bsi.bund.de

Über 75 % der Bayern für Sicherheitsdienste

Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung (GMS) ein positives Bild von privaten Sicherheitsdienstleistern. „76 Prozent der Befragten halten unsere Unternehmen für wichtig. Das sind zwei Prozent mehr als im Vorjahr“, teilte Gerhard Ameis,  Vorsitzender der Landesgruppe Bayern im BDSW Bundesverband der Sicherheitswirtschaft, bei einer Pressekonferenz anlässlich der zweiten gemeinsamen Sicherheitstage von BDSW und BVSW (Bayerischer Verband für Sicherheit in der Wirtschaft) mit. Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage Verbände-Monitor Bayern der GMS, die im Auftrag des BDSW durchgeführt worden ist, seien brandneu. Erfreulich sei auch, dass lediglich 10 Prozent der Befragten ein negatives Bild von den Dienstleister haben. „Sicher kann man es nicht allen recht machen, dennoch sehen wir in Kritikern einen Ansporn. Wir haben in den zurückliegenden zehn Jahren sehr viel im Bereich der Ausbildungsqualität getan. In der Dienstleistungsqualität sehen wir eine der wichtigsten Säulen für das Bild unserer Branche“, so Ameis weiter. hervorgehoben.

Neben der Ausbildungsoffensive unterstrich Ameis, dass die Dienstleister der privaten Sicherheitswirtschaft für die Standortsicherheit von großer Bedeutung seien. „Wir schützen und sichern mit qualifizierten Sicherheitsdienstleistungen Leib, Leben und Güter unserer Auftraggeber. Dazu benötigen wir qualifiziertes Personal und integrieren immer häufiger modernste Sicherheitstechnik“, so der Vorsitzende der Landesgruppe. Obwohl die Anforderungen an Sicherheitsdienstleister immer höher würden, verweist Ameis auf die Tatsache, dass bei knapp 24.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern sowie einem geschätzten Jahresumsatz von 550 Millionen Euro in Bayern über 770 Sicherheitsunternehmen am Markt aktiv seien

Die Branchenentwicklung in Bayern sei grundsätzlich in Ordnung. Die Löhne der Mitarbeiter seien dabei regelmäßig angestiegen, „Bayern ist im Sicherheitsgewerbe das Bundesland mit den dritthöchsten Löhnen hinter Baden-Württemberg und NRW“, sagte der Vorsitzende der BDSW-Landesgruppe. Gründe für die gute Entwicklung seien Zukunftsinvestitionen in Ausbildung und Technik. „Heutzutage besteht eine Sicherheitsdienstleistung aus einer Kombination qualifizierter Mitarbeiter und dem Einsatz modernster Sicherheitstechnik“, erklärte Ameis. Der Umgang mit Technik müsse natürlich auch Eingang in die Ausbildung finden. Hinzu kämen neue Dienstleitungen, die das Interesse an der Branche geweckt und zu qualitativen Veränderungen geführt haben. „Neben den neuen gesetzlichen Regelungen zum Schutz deutschgeflaggter Seeschiffen gegen Piraterie wurden im vergangenen Jahr erstmals Sicherheitsdienstleistungen zum Schutz der Bayerischen Gerichte vergeben. Auch hierbei handelt es sich um eine Tätigkeit, die höchste Qualitätsansprüche fordert. Im Prinzip müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ähnliche Aufgaben wahrnehmen, wie die Kontrollkräfte an den Flughäfen. Es müssen Tor- und Handsonden bedient sowie Personen kontrolliert werden“, sagte der Landesgruppenvorsitzende.

BDSW präsentiert Tipps für Azubis

„Nach der Einführung der Ausbildungsberufe Fachkraft (2002) und Servicekraft (2008) für Schutz und Sicherheit häuften sich beim BDSW die Fragen von Auszubildenden, Berufsschulen, Ausbildungsbetrieben und IHKs zur Ausbildung in der Branche“, sagte Gabriele Biesing, Co-Vorsitzende des Fachausschusses Ausbildung des BDSW. „Daher haben wir uns entschlossen, den Auszubildenden etwas an die Hand zu geben, mit dem sie sich vor und während der Ausbildung zu den drängendsten Fragen informieren können.“ Die Broschüre gibt in den Kapiteln „Entscheidung für die Ausbildung und den Ausbildungsbetrieb“, „Ausbildungsvertrag“, „Rechte und Pflichten in der Ausbildung “, „Ende der Ausbildung“ und „Rat und Tat“ Auskunft zu fragen, wie „Worauf ist, bei der Wahl des Ausbildungsbetriebs zu achten?“, „Welchen Urlaubsanspruch haben Sie“ und „Wann endet die Ausbildung?“ sowie zur Anwendung der Tarifverträge des BDSW und der Höhe der Auszubildenden-Vergütung. Verteilt werden die „Tipps für Berufsbewerber und Auszubildende“ über die Berufsschulen, die IHKs und die Agenturen für Arbeit. „Wir wollen die Broschüre möglichst weit streuen, damit auch über die Verbandsunternehmen hinaus Auszubildende in der Sicherheitswirtschaft Rat und Hilfe bei alltäglichen Fragen der Ausbildung erhalten“, sagte Gabriele Biesing abschließend. Die Broschüre „Tipps für Berufsbewerber und Auszubildende in der Sicherheitswirtschaft“ von BDSW und DIHK steht auch auf der Internetseite des BDSW unter http://www.bdsw.de zum kostenlosen Download bereit.

Elektronische Sicherungstechnik – deutliches Wachstum in 2012

Mit einem deutlichen Umsatz-Plus von 6,3 Prozent konnten die Anbieter elektronischer Sicherungstechniken im Jahr 2012 aufwarten. Insgesamt stieg der Umsatz von 2,77 Mrd. Euro im Jahr 2011 auf 2,95 Mrd. Euro im Jahr 2012.

Dies ist das Ergebnis einer statistischen Markterhebung von BHE und ZVEI. Bei der Bekanntgabe der aktuellen Statistik wies Norbert Schaaf, Vorstandsvorsitzender des BHE (Bundesverband der Hersteller- und Errichterfirmen von Sicherheitssystemen e.V.) darauf hin, dass die Brandmeldetechnik die größte Zunahme für sich verzeichnen konnte. Der Umsatz von 1,3 Mrd. Euro bedeutet ein Plus von 8,8 Prozent gegenüber 2011. Auch die Video-Überwachungstechnik (+ 4,5 Prozent) sowie die Zutrittssteuerungssysteme (+ 5,3 Prozent) konnten deutlich zulegen.

BHE-Umsatz2012

Erstmals separat aufgelistet war die Sparte Sprachalarmsysteme. Ein Anstieg um 8,6 Prozent auf 76 Mill. Euro zeigt, dass diese immer mehr an Bedeutung gewinnen. Erfreulicherweise konnte die Einbruchmeldetechnik das zweite Jahr in Folge eine Steigerung vermelden, und zwar um 2,0 Prozent. „Innerhalb von nur fünf Jahren kam es bei Wohnungseinbrüchen zu einem signifikanten Anstieg von 33 Prozent. Unter diesem Aspekt kommt dem Einsatz von Einbruchmeldeanlagen wieder mehr Bedeutung in Deutschland zu“, so Schaaf. Deutlich zulegen konnten auch die Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, die einen erheblichen Anteil am Bereich „sonstige Techniken“ haben. Hier stieg der Umsatz um 8,5 Prozent auf 239 Mio. Euro.