Buchbesprechung „Elektronische Überwachung“

Ein mit über 200 Bildern, Grafiken und Tabellen ausgestattetes Buch ist in der 3. überarbeitete und erweiterte Auflage Juni 2013 erschienen. Autor ist  Peter Fasold, Erster Kriminalhauptkommissar a.D., Dipl.-Verwaltungswirt – Polizei (FH), ehemals Leiter „Sicherheitstechnische Prävention“ im Bayer. Landeskriminalamt München. Satz und Gestaltung sowie Titelseite: Claudia Schmitt, geb. Fasold (www.hakuya1.com). Das umfassende Werk erläutert verständlich den Aufbau und die Funktion von Überfall- und Einbruchmeldeanlagen, Überwachungsformen, Schalteinrichtungen, Melderarten und Alarmierungsmöglichkeiten. Es gibt praxisbezogene Installationshinweise, unter Berücksichtigung der einschlägigen Normen und Richtlinien, zu einer fachgerechten Projektierung, beinhaltete den Pflichtenkatalog der Polizei, den Errichternachweis (03/20013) von Bayern, die ÜEA-Richtlinie.  VdS-Symbole in den Anlagen machen diese Ausgabe besonders anwenderfreundlich.

Peter-Fasold

Bild: Peter Fasold

Das komplett überarbeitete sehr empfehlenswerte Werk hat einen Umfang von 244 Seiten. ISBN 978-3-00-041914-0; Preis: EUR 14,90; zusätzlich als Ebook (pdf mit vollständigen Anlagen auf CD) erhältlich, EUR 14,90 – als Bundle EUR 24,90; alle Preise  inkl. Versand und MWSt (wird nicht gesondert ausgewiesen). Bestellung über meine Homepage www.elektronische-ueberwachung.de oder per Email an bestellung@elektronische-ueberwachung.de

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Praxis für Politiker

Auch in diesem Jahren besuchen wieder Bundestagsabgeordnete Mitgliedsunternehmen des BDSW Bundesverband der Sicherheitsunternehmen, um sich ein eigenes Bild über die Leistungsfähigkeit der Branche zu machen. Darauf wies heute in Bad Homburg der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Dr. Harald Olschok, hin. Er bedankte sich dabei beim Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) (www.bdwi-online.de), der seit vielen Jahren mit seinen Mitgliedsverbänden im Rahmen der Aktion „Praxis für Politik“ diese Besuche organisiert. Dabei absolvieren die Abgeordneten kurze Unternehmens-„praktika“ in ihrem Wahlkreis. Mehr als 100 Abgeordnete nehmen an dieser Aktion teil, 62 Praktika sind bereits organisiert.

„Mittelständler und Politiker haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind lokal – im Wahlkreis – verwurzelt. Hier setzt „Praxis für Politik“ an. Wir bringen Unternehmen und Politiker zusammen. Davon profitieren beide Seiten. Die Politiker lernen einen neuen Betrieb und vielleicht sogar eine neue Branche, mit all ihren praktischen Details kennen. Die Unternehmer und ihre Mitarbeiter lernen im Gegenzug nicht nur ihren Wahlkreisabgeordneten kennen. Sie erfahren aus erster Hand, wie Politik gemacht wird“, erklärt BDWi-Präsident Michael H. Heinz.

PegASUS qualifiziert bereits 600 Mitarbeiter

Im Rahmen des Projektes PegASUS wurden in den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg bereits über 600 Mitarbeiter privater Sicherheitsunternehmen bei ihren Qualifizierungen gefördert. Darauf wies der Vorsitzende des Fachausschusses Ausbildung des BDSW Bundesverband der Sicherheitswirtschaft, Frank Schimmel, in Bad Homburg hin. Projektträger ist die b.i.g. akademie gmbh Halle.

Schimmel, Frank

Das Projekt wird im Rahmen des Programms „weiter bilden“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Es wird durch die Tarif-Partner in den genannten Bundesländern unterstützt. „Bei den Maßnahmen handelt es sich um die unterschiedlichsten Lehrgänge vom Aufzugstraining über Deeskalationstraining bis hin zur Vorbereitung zur Sachkundeprüfung und der Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft“, sagte Schimmel weiter. Hierbei werde gezielt auf die von den Unternehmen gemeldeten Bedarfe eingegangen. „Das Projekt-Team vergibt die Schulungen über das freihändige Vergabe-Verfahren. Jeder Bildungsträger kann sich hieran beteiligen.“ So kann jederzeit für eine bedarfsgerechte Umsetzung gesorgt werden.“ Ein aktuelles positives Beispiel sei eine in Dresden realisierte Bildungsmaßnahme. Die Schulung in Vorbereitung auf die VdS-Prüfung zur NSL-Fachkraft habe vom 10.06. bis 14.06.2013 stattgefunden. Der Schulungsbedarf sei kurzfristig von 5 Sicherheitsunternehmen angemeldet worden. 9 TeilnehmerInnen nahmen an dieser 40-stündigen Vollzeitmaßnahme teil. Dies sei Dank der Bereitschaft für bezahlte berufsbegleitende Freistellungen von den beteiligten Unternehmen ermöglicht worden. Schimmel wies darauf hin, dass das Projekt PegASUS noch bis in das Jahr 2014 hinein läuft. „BDWS-Mitglieder können sich jederzeit an das Projekt-Team wenden, wenn sie aktuelle Schulungsbedarfe haben.“

Fachtagung Museumssicherheit

Zehn Millionen Euro in weniger als einer Stunde gestohlen: So viel sind die sieben Meisterwerke von u.a. Picasso, Monet und Gauguin wert, die im Oktober 2012 aus der Kunsthalle Rotterdam entwendet wurden. Unzureichende Sicherheitsvorkehrungen machten es den Dieben leicht. Kunst- und Kulturgegenstände in Museen, Ausstellungshäusern und Archiven sind jedoch nicht allein durch Diebstähle, Raub oder Vandalismus bedroht. Auch Brände, Leitungswasserschäden oder Naturereignisse wie Überschwemmungen können zur kompletten Vernichtung unwiederbringlicher Schätze führen. Deshalb präsentiert die mittlerweile dritte VdS-Fachtagung „Sicherheit von Museen, Ausstellungshäusern, Archiven und historischen Gebäuden“ zahlreiche Praxislösungen rund um den Schutz wertvoller Kulturgüter. Veranstaltungspartner der Tagung ist in diesem Jahr die Kunsthalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn am 16. 09.2013.

„Im gemeinsamen Einsatz für optimalen Kulturschutz konnten wir wieder zahlreiche hochkarätige Referenten gewinnen“, freut sich Ralf Funda, Schulungsexperte bei VdS, Europas Nummer Eins-Institut für Sicherheit. Unter anderem stellen Experten des Bundesamts für Katastrophenhilfe, der Berufsfeuerwehr Köln, des Bayrischen Landeskriminalamtes sowie Museumsverantwortliche und Sicherheitsberater Lösungen aus der Praxis vor. Auch Michael John, für seinen Einsatz zur Rettung von Kunstwerken während des Oder-/Neiße-Hochwassers 2002 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, präsentiert seine Risikoanalysen und Evakuierungskonzepte. Infos unter: http://www.vds.de/museumssicherheit

Wertbehältnissen und Einbruchmeldeanlagen

Die Integration von Einbruchmeldetechnik bietet zusätzliche Sicherheit für Wertbehältnisse, zahlt sich unmittelbar aus und ist deshalb außerordentlich ratsam. „Beispielsweise wird für Wertbehältnisse, die gemäß VdS 2450 nach Grad II zertifiziert sind, eine Deckungssumme von 100.000 Euro empfohlen“, erklärt Sebastian Brose, Experte für Sicherheitstechnik bei VdS, Europas Nummer Eins-Institut für Einbruchschutz. „Wird dieses Wertbehältnis zusätzlich durch eine EMA überwacht, verdoppelt sich die Deckungssumme auf 200.000 Euro.“ In der Praxis hängt die Überwachung eines WBs mit einer EMA eng mit den Voraussetzungen des zu schützenden Behältnisses zusammen.

alarmanlage

So kann es vorkommen, dass bei der Montage der Komponenten der Einbruchmeldeanlage in ein nicht vorgerüstetes WB dessen Widerstandswert insgesamt sinkt. Mit negativen Folgen: Im Zweifel erlischt sogar die vorhandene Anerkennung des Wertbehältnisses und der Versicherungsschutz ist gefährdet. „Grundsätzlich unterscheiden wir Wertbehältnisse danach, ob diese bereits eine VdS-anerkannte Aus- oder Vorrüstung für die Integration einer EMA mitbringen. Nur diese können mit EMA-Komponenten ausgestattet werden, ohne dass es zur Beeinträchtigung der VdS-Anerkennung des WBs selber kommt. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die richtigen Komponenten von der richtigen Person eingebaut werden“, erklärt Brose. „Recht komplex ist beispielsweise folgender Fall: Ein Wertbehältnis verfügt zwar über eine VdS-anerkannte Vorrüstung gemäß VdS 2264, es werden jedoch andere als die in der Anerkennung vorgesehenen EMA-Komponenten eingebaut – und das nicht vom Errichter der EMA, sondern einem Dritten.“ Dieser Fall ist praktisch von großer Bedeutung und wird jetzt mittels eines neuen VdS-Flugblattes klar geregelt. Orientierung für die Einbeziehung der Überwachung von Wertbehältnissen in VdS-anerkannte Einbruchmeldeanlagen bietet das neue VdS-Merkblatt 3171. Infos unter: www.vds.de/infothek-security

Brandschutz in der Gebäudetechnik

Im Bereich des Brandschutzes werden immer wieder kontroverse Diskussionen über die baulichen und technischen Möglichkeiten zum Brandschutz geführt. Entweder wird von unterschiedlichen Ansatzpunkten ausgegangen oder Hintergrundinformationen zu anderen Lösungswegen sind nicht bekannt. Die neue Richtlinie VDI 3819 Blatt 2 „Brandschutz in der Gebäudetechnik – Funktionen und Wechselwirkungen“ soll ganzheitliche Lösungen verständlich darstellen und die einschränkenden Grenzen verschiedener Einzellösungen aufzeigen. In der VDI Richtlinie 3819 Blatt 1 „Brandschutz in der Gebäudetechnik; Gesetze, Verordnungen, Technische Regeln“ wurden die einzelnen Richtlinien und Empfehlungen des Brandschutzes in der Gebäudetechnik dargestellt. Mit Blatt 2 „Funktionen und Wechselwirkungen“ erhalten Anwender einen Leitfaden für die gewerkübergreifende Nutzung vorhandener technischer Regeln der Technischen Gebäudeausrüstung bei Planung, Umsetzung und Überwachung von Brandschutzkonzepten. Blatt 2 der Richtlinie stellt die Funktionen der verschiedenen Anlagen der TGA mit ihren Wechselwirkungen dar. Es wird aufgezeigt, durch welche Maßnahme beziehungsweise Maßnahmenkombination im Rahmen eines Brandschutzkonzepts einzelne Schutzziele in den gegebenen Brandphasen wirksam erfüllt werden können. Beispiele und Tabellen zeigen die verschiedenen Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Gewerken, und steigern so das Verständnis zum ganzheitlichen Brandschutz. Dem Planer helfen diese von Fachleuten zusammengestellten Abhängigkeiten der einzelnen Maßnahmen u. a. bei der Erläuterung und Begründung des gewählten Brandschutzkonzepts. Herausgeber der Richtlinie VDI 3819 Blatt 2 „Brandschutz in der Gebäudetechnik – Funktionen und Wechselwirkungen“ ist die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik. Die Richtlinie ist ab sofort in deutsch/englischer Sprache zum Preis von EUR 111,70 beim Beuth Verlag in Berlin (Tel. +49 30 2601-2260) erhältlich. Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Onlinebestellung finden Sie unter http://www.vdi.de/richtlinien und www.beuth.de.

Innenminister Herrmann auf der SicherheitsExpo

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Anlässlich der 10. SicherheitsExpo sprach der bayerische Innenminister Joachim Herrmann zur Eröffnung am 3. Juli 2013 in München. Er richtete sich an die Fachbesucher mit den Worten „In unserer globalisierten, vernetzten Welt ist die Innere Sicherheit für uns alle ein hochbedeutender Standortfaktor“. Er erläuterte die neuesten Zahlen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik. Bayern sei ein sicheres Land mit hoher Aufklärungsquoten und einer erfolgreichen Sicherheitsstrategie. Dennoch sei die bundesweite Zunahme der Wohnungseinbrüche beunruhigend. Durch eine fundierte und vernetzte Präventionsarbeit, neue Bekämpfungsstrategien und technische Neuerungen sollen Straftaten nach Möglichkeit von vorherein verhindert werden. Die SicherheitsExpo biete eine ideale Gelegenheit zum Erfahrungs- und Ideenaustausch.