4. Ausbildungspreis des BDSW geht an Kötter

Zum vierten Mal wurde am 24. September 2013 anlässlich der Gemeinsamen Ausbildungstagung von BDSW und ASW der Ausbildungspreis des BDSW verliehen. Diesjähriger Preisträger ist die Firma Westdeutscher Wach- und Schutzdienst Fritz Kötter GmbH & Co. KG, Essen.

Ausbildungspreis 2013

Bildunterschrift: BDSW-Präsident Gregor Lehnert und Dirk Faßbender (Kötter

BDSW Präsident Gregor Lehnert ehrte das Unternehmen für sein herausragendes Engagement im Bereich der qualifizierten Ausbildung. Mit der Auszeichnung der Firma Kötter konnte zum wiederholten Mal ein Beispiel für fundierte Ausbildung in der Sicherheitsbranche aufgezeigt werden. Einer der ausschlaggebenden Punkte für die Wahl war die professionelle Organisation der gesamten Ausbildung. Den Auszubildenden wird „ein bunter Strauß von Aktivitäten geboten, die über die eigentliche Ausbildung hinausgehen“ so Lehnert. Beispiele hierfür sind ein Auslandsaustauschprogramm mit einem englischen Sicherheitsunternehmen, diverse Auslandsfahrten und die Teilnahme der Azubis am Tag der Aus- und Weiterbildung des BDSW auf der Messe security in Essen im vergangenen Jahr. Den Auszubildenden wird, auch bedingt durch die Größe des Unternehmens, die Möglichkeit geboten, alle Arbeitsgebiete der Sicherheitsdienstleistung kennenzulernen. Dirk Faßbender, Leiter der Kötter Ausbildungsakademie und Mitglied des BDSW Fachausschusses Ausbildung, bedankte sich im Namen des Unternehmens für die Anerkennung. Zudem versicherte er, die Anstrengungen der Firma Kötter in Zukunft weiter zu steigern, um das Ausbildungsniveau sogar noch zu verbessern. Ziel sei es auch, in den nächsten Jahren weiter Kammer und landesbeste Auszubildende zu stellen.

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BDSW-Erwartungen an neue Regierung

Der Präsident des BDSW Bundesverband der Sicherheitswirtschaft, Staatssekretär a. D. Gregor Lehnert, hat der Bundeskanzlerin Angela Merkel zu ihrem klaren Wahlsieg gratuliert. Er verbindet damit die Erwartung, dass von der neuen Bundesregierung die Zuständigkeit für die privaten Sicherheitsdienste vom Wirtschaftsministerium auf die Innenbehörden übertragen werde. „Die rechtlichen Grundlagen für die privaten Sicherheitsdienste müssen auf eine neue Grundlage gestellt werden. Nur so kann das Sicherheitsniveau für den Wirtschaftsstandort Deutschland dauerhaft erhöht werden“, so Lehnert. Die Bürgerinnen und Bürger, so Lehnert, hätten einen Anspruch, der Staat ein hohes Interesse an zuverlässigen und verbindlich gut ausgebildeten Sicherheitsmitarbeiterinnen und –mitarbeitern zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit in Deutschland. Eine wirksame Prävention und Gefahrenabwehr sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Diese könne nicht im Gewerberecht allein geregelt werden.

Lehnert Gregor 2012 3

Außerdem müsse der Gewerbezugang zum Sicherheitsgewerbe deutlich verschärft werden. „Jeder zukünftige Unternehmer muss mindestens eine Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit haben. Nur so kann das Qualitätsniveau durchgängig verbindlich angehoben werden“, so BDSW-Präsident Gregor Lehnert. Auch die derzeitige Praxis der Zuverlässigkeitsüberprüfung der Sicherheitsmitarbeiterinnen und –mitarbeitern müsse auf den Prüfstand. Eine rechtlich saubere Überprüfung der Beschäftigten über das polizeiliche Informationssystem sei insbesondere dort notwendig, wo es eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei gebe, insbesondere beim Schutz von Veranstaltungen.

Der BDSW gehe davon aus, dass kein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt werde und die Vereinbarung von branchenbezogenen Mindestlöhnen weiterhin Aufgabe der Tarifpartner bleibe. „Die bisherige Praxis hat sich bewährt und sollte beibehalten werden. Die Tarifvertragsparteien in der Sicherheitswirtschaft sind am besten in der Lage, die Mindestlöhne für die Sicherheitswirtschaft auszuhandeln, die dann vom Bundeskabinett für allgemeinverbindlich erklärt werden“, so Lehnert abschließend.

ALVARA Innovationstage – Kritik an NFC-Technologie

Zum 5. Mal lud die ALVARA AG am 16. und 17. September 2013 in Leipzig, Bargeldspezialisten aus Finanzinstituten, Einrichtungen des Handels und von Wertdienstleistern zu den ALVARA Innovationstagen ein.

In Fachvorträgen diskutierten Referenten aus der Praxis aktuelle Trends, Best practice Beispiele und zukunftsorientierte Lösungsansätze. Zu diesen gehört, nach Ansicht des Rewe-Handelskonzerns, auch der bargeldlose Zahlungsverkehr per NFC-Technologie. Das Unternehmen will diese Technologie erstmals im November einführen. Die Near-Field-Communication, eine bisher in der Mobilfunkbranche eingesetzte Technologie zum Datentransfer über kurze Entfernungen, soll auch im direkten Zahlungsverkehr am sog. Point of Sale (PoS) eingesetzt werden.

Paulick, Andreas 2002 

Die Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) steht dieser Technologie allerdings kritisch gegenüber. Das hohe Sicherheitsrisiko einer solchen Technologie, bei der einfach alle Sicherheitsfunktionen der kontaktlosen Karte innerhalb einer Minute kopiert werden können, übersteigt den Komfortaspekt für den Verbraucher deutlich. „Datendiebstahl in Form von Phishing wird die Nutzer hier vor große Probleme und Anbieter der NFC-Technologie vor gesteigerte Akzeptanzprobleme stellen“ so Andreas Paulick, Geschäftsführer des BDGW. Die Ansicht, dass diese Technologie ein zu hohes Sicherheitsrisiko birgt, teilt auch Werner Kuckuck, Leitender Wissenschaftlicher Direktor des Bundeskriminalamtes in Wiesbaden. „Es sei eine unverantwortliche und unsichere Technologie. Sensible Daten der Nutzer können unauffällig – beispielsweise in der U-Bahn – transferiert und somit unbeabsichtigt für Zahlungsvorgänge nutzbar gemacht werden. Sicherheitslücke ist hier vor allem der Datenaustausch auf einige Zentimeter Entfernung, ohne direkten Kontakt zum Lesegerät.“, so Kuckuck weiter.

Geldtransporte nur durch Profis

„Geldtransporte gehören in professionelle Hände“, darauf wies der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Deutscher Geld– und Wertdienste (BDGW), Dr. Harald Olschok, hin. Er reagierte damit auf zwei schwere Raubüberfälle. Am 6. September wurden auf dem Parkplatz der Kreissparkassenfiliale in Benefeld zwei Mitarbeiterinnen ausgeraubt, die für ihre Kreissparkasse ungepanzerte Geldtransporte in Personenwagen durchführten. Einen Monat vorher kam es in Hamburg – Wilhelmsburg zu einem spektakulären Raubüberfall auf einen Geldboten. Dieser hatte in einem ungepanzerten Firmenfahrzeug eines Sicherheitsunternehmens die Wochenendeinnahmen der Internationalen Gartenbauausstellung transportiert.

Vor diesem Hintergrund appelliert die BDGW an Kreditinstitute, Handelsunternehmen und auch Veranstalter, Geldtransporte nur in dafür vorgesehenen Spezialgeldtransportfahrzeugen durchzuführen. Im vergangenen Jahr sind in Deutschland 128 Geldboten überfallen worden. Im gleichen Jahr sind laut polizeilicher Kriminalstatistik lediglich 5 Überfälle auf Geldtransportfahrzeuge verübt worden. Die Mitgliedsunternehmen der BDGW führen seit über 40 Jahre Tag für Tag unter beweis, dass sie Geldtransporte sicher und effizient durchführen.

Um Schaden für die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu vermeiden, forderte Olschok Kreditinstitute, den Handel aber auch Veranstalter von Großereignissen auf, Geldtransporte professionell durchführen zu lassen. Verletzen Auftraggeber ihre Sorgfaltspflicht, so drohen Nachforschungen durch die gesetzliche Unfallversicherung, möglicherweise sogar durch die Strafverfolgungsbehörden. Denkbar sei auch, dass die Sachversicherung nur bedingt für den Schaden aufkommt, so Olschok abschließend.

NRW: Lohntarifvertrag verbindlich

„Der Lohntarifvertrag für das Wach- und Sicherheitsgewerbe in Nordrhein-Westfalen wurde vom Arbeitsminister des Landes rückwirkend zum 1. Mai 2013 für allgemeinverbindlich erklärt“, darauf wies heute der Hauptgeschäftsführer des BDSW Bundesverband der Sicherheitswirtschaft, Dr. Harald Olschok, hin. Damit sei der neue Lohntarifvertrag bis zum 31. Dezember 2014 bindend für alle Arbeitgeber in der Branche. Die Allgemeinverbindlich­erklärung (AVE) erfasse in NRW 37.000 Beschäftigte des Sicherheitsgewerbes.

Olschok Harald Dr 2011 klein

Der Grundlohn der untersten Lohngruppe steigt gegenüber dem bisherigen Lohntarifvertrag für NRW mit Wirkung ab 1. Mai 2013 um 5,8 Prozent auf 8,62 Euro und ab 1. Januar 2014 um weitere 4,4 Prozent auf 9,00 Euro. Insgesamt beträgt die Erhöhung 10,4 Prozent. Die Vergütung der Luftsicherheitsassistentinnen und -assistenten wird ebenfalls in denselben Stufen um insgesamt 18,9 Prozent von derzeit 12,36 Euro auf 14,70 Euro erhöht.

„Mit der Allgemeinverbindlicherklärung sei die Lohnrunde 2013 endgültig beendet“, so Olschok. Die Tarifverhandlungen hatten sich im ersten Quartal über mehrere Monate hingezogen und waren von einer zuvor nie dagewesenen Härte geprägt. Durch Streiks an den Verkehrsflughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf wurden zehntausende von Fluggästen geschädigt.

Eine Einigung auf dem normalen Verhandlungsweg war nicht mehr möglich. Schließlich stimmte ver.di dem Vorschlag des BDSW zu, ein Schlichtungsverfahren einzuleiten. Am 5. April 2013 konnte der Landesschlichter NRW, Bernhard Pollmeyer, eine Einigungsempfehlung aussprechen, dem der BDSW und ver.di zustimmten.

„Unser besonderer Dank gilt dem Landesgruppenvorsitzenden des BDSW, Gunnar Vielhaack“, so Olschok abschließend. Vielhaack habe im laufenden Tarifkonflikt immer wieder zur Besonnenheit aufgerufen und in den Medien die Position unseres Verbandes und seiner Mitglieder hervorragend eingebracht.

Jahrhundertfluten im Zehn-Jahres-Rhythmus

Schäden in Milliardenhöhe richtete das als „Jahrhundertflut“ bezeichnete Hochwasser in der Tauperiode 2002 in Ost- und Süddeutschland an. Knapp zehn Jahre später wurden diese Gebiete dann von der nächsten, noch einmal schlimmeren „Jahrhundertflut“ heimgesucht – auf 6,7 Milliarden Euro beziffert das Bundesinnenministerium die entstandenen Schäden. Überschwemmungen haben in den letzten Jahren aufgrund der bekannten Folgen des Klimawandels signifikant zugenommen. Experten rechnen mit noch häufigeren sowie zerstörerischeren Ereignissen in den kommenden Jahren. Die Massierung von „Jahrhundertfluten“ innerhalb eines knappen Jahrzehnts hat erneut sehr deutlich vor Augen geführt, dass der Schutz vor Überschwemmungen verstärkt und verbessert werden muss.

VdS_Überschwemmung

BU: Aktuell brechen im Zehnjahresrhythmus „Jahrhundertfluten“ über Deutschland
herein – VdS bietet Schutztipps.

„Die Erkenntnisse aus der 2002er Flutkatastrophe wurden inzwischen systematisch aufbereitet“, so Joachim Strick, Leiter der VdS-Fachtagung „Schutz vor Überschwemmungen“, die am 24. Oktober in Köln stattfindet. „Unsere Gäste werden gewohnt praktische Schutztipps von zahlreichen Referenten aus den verschiedensten Fachrichtungen erhalten, auch anhand von Erfahrungen aus der diesjährigen Flut. Schließlich sind die Schäden gerade für betroffene Unternehmen noch deutlich extremer als die reinen Zerstörungskosten: Durch den Ausfall der Produktion springen im schlimmsten Fall Kunden ab und die Existenz des Betriebs steht auf dem Spiel“, betont Strick. Die VdS-Fachtagung richtet sich in erster Linie an Verantwortliche von Unternehmen, Grundstücks- und Gebäudeeigentümer, Planer, Hochwasserbeauftragte, Hersteller von Produkten und Systemen zum Überschwemmungsschutz, Behörden sowie Schadenverhütungsingenieure und Underwriter. Restplätze sind noch zu haben – alle Informationen zur Tagung sowie Anmeldemöglichkeiten finden Sie auf http://www.vds.de/ueberschwemmung

VdS-BrandSchutzTage

Mit über 1.000 Teilnehmern aus 18 Ländern haben sich die ersten VdS-BrandSchutzTage letzten Dezember direkt als Branchentreff etabliert. Noch größer wird der nächste Termin am 4. und 5. Dezember 2013: VdS kombiniert die eigene Messe diesmal mit vieren seiner bekanntesten Fachtagungen. Auf den Konferenzen „Brandmeldeanlagen“, „Feuerlöschanlagen“, „Rauch- und Wärme-Abzugsanlagen“ sowie dem „34. Fortbildungsseminar für Brandschutzbeauftragte“ präsentieren wie gewohnt ausgewiesene Experten umfangreiche Informationen aus Praxis und Forschung. Die Vortragsthemen reichen von der Vorstellung neuer technischer Entwicklungen über Brandschutz-Lösungen für spezielle Risiken bis hin zu aktuellen rechtlichen und normativen Rahmenbedingungen. Für die Messe haben sich bereits über 60 Aussteller angemeldet – nur wenige Plätze sind noch zu haben. Auch VdS präsentiert sich auf einem großen Stand mit seinen Profis aus den Laboratorien und von der Technischen Prüfstelle. Zusätzlich rundet ein integriertes Wissenschaftsforum in Kooperation mit mehreren Universitäten und Fachhochschulen die VdS-BrandSchutzTage ab. „Im Dezember wird das Brandschutz-Herz wieder zwei Tage lang `auf Kölsch´ schlagen“, freut sich Ingeborg Schlosser, Leiterin des Bildungszentrums von Europas Nummer Eins-Institut für Sicherheit. „Durch die einzigartige Kombination einer Fachmesse mit gleich vier etablierten VdS-Fachtagungen decken wir das gesamte Themenspektrum im vorbeugenden, anlagentechnischen und organisatorischen Brandschutz ab. Die VdS-BrandSchutzTage sind damit die Gelegenheit zur fachlichen Diskussion und zum Erfahrungsaustausch mit Experten und Praktikern.“ Sämtliche Vortragsthemen und alle Informationen rund um das Branchenereignis finden Sie jetzt auf http://www.vds-brandschutztage.de