Facherrichter sehen positiv in die Zukunft

Ihre derzeitige Geschäftslage bezeichnen die deutschen Facherrichter für Sicherheitstechnik als gut. Dies ergab die aktuell durchgeführte Herbst-Konjunkturumfrage des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V.. Mit einem Wert von 2,16 auf der Schulnotenskala hat sich die Stimmung im Vergleich zum Frühjahr (2,36) leicht verbessert. „Insbesondere die Situation bei den Gewerbekunden wird mit einem Wert von 2,12 sehr positiv gesehen“, erläutert der BHE-Vorstandsvorsitzende, Norbert Schaaf. Im Gegensatz dazu fällt sowohl der Privatsektor (2,76) als auch der Behördenbereich (2,88) etwas ab. Den Vergleich der einzelnen sicherheitstechnischen Gewerke führt wieder die Brandmeldetechnik (2,31) an, dicht gefolgt von der Einbruchmeldetechnik (2,35). Auch für die Zukunft wird weiterhin eine gute Geschäftslage erwartet. Ein deutliches Zeichen für die gute Stimmung in der Branche ist die Tatsache, dass 48 Prozent der befragten Handwerker neue Mitarbeiter einstellen möchten. Dabei handelt es sich um den höchsten Wert der letzten Jahre.

BSI veröffentlicht „ICS Security Kompendium“

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat mit dem „ICS Security Kompendium“ ein Grundlagenwerk für die IT-Sicherheit in Automatisierungs-, Prozesssteuerungs- und Prozessleitsystemen (Industrial Control Systems, ICS) veröffentlicht. Das ICS Security Kompendium ermöglicht sowohl IT-Sicherheits- als auch ICS-Experten einen einfachen Zugang zum Thema IT-Sicherheit in industriellen Steuerungsanlagen. Es bildet den Rahmen für verschiedene Anwendungsbereiche industrieller Steuerungssysteme und dient als gemeinsame Basis für Experten in Anwendungsgebieten wie Fabrikautomation und Prozesssteuerung. Das Kompendium beinhaltet Erläuterungen der notwendigen Grundlagen der IT-Sicherheit, der ICS-Abläufe und der relevanten Normen und Standards. Darüber hinaus enthält das Kompendium eine Sammlung von Empfehlungen und Best Practices zur Cyber-Sicherheit, die angesichts der aktuellen Bedrohungslage von den Anlagenbetreibern umgesetzt werden sollten. Das Grundlagenwerk eignet sich auch für den Einsatz in Lehre und Ausbildung, als Einstiegslektüre für Berufsstarter, aber auch zur Sensibilisierung von Herstellern, Integratoren und Betreibern. Darüber hinaus bietet das Kompendium eine Grundlage, auf der entsprechende Verbände und Organisationen weitergehende, sektorenspezifische Sicherheitsanforderungen oder Handlungsempfehlungen erarbeiten können. Das vorliegende Kompendium legt den Schwerpunkt auf die Grundlagen sowie Empfehlungen zur Cyber-Sicherheit für Betreiber industrieller Anlagen. 2014 erfolgt die Fortschreibung des Kompendiums, in der weitere Sicherheitsthemen beispielsweise mit Blick auf Hersteller, Maschinenbauer und Integratoren ergänzt werden. Das „ICS Security Kompendium“ steht ab sofort kostenfrei auf der Webseite des BSI unter – https://www.bsi.bund.de/ICS-Security-Kompendium – zum Download zur Verfügung.

Brandschutz in sozialen Einrichtungen

Laut Statistischem Bundesamt starben im Jahr 2011 bundesweit 376 Menschen durch Rauch, Feuer und Flammen. Dabei sind mehr als fünf Prozent der Brandopfer in den etwa 12.000 Einrichtungen der Alten- und Behindertenpflege zu beklagen. 2011 verfügten die sozialen Einrichtungen über rund 875.000 Plätze und beherbergten dabei etwa ein Prozent der Bevölkerung. Das Risiko, als Heimbewohner bei einem Brand sein Leben zu verlieren, ist in Deutschland daher rund fünfmal höher als das durchschnittliche Risiko der Gesamtbevölkerung. Wo liegen die Ursachen? Was sind die Faktoren, die die Situation in den Einrichtungen der Alten- und Behindertenpflege künftig noch verstärken werden? Und wie können wir die Gefahren senken? Die Antworten auf diese Fragen liefert Ihnen das aktuelle Schwerpunktthema. Engagement in Sachen Brandschutz ist wichtig! Daher postet der Bundesverband Technischer
Brandschutz e.V. (bvfa) regelmäßig alles Wissenswerte rund um den vorbeugenden Brandschutz über die sozialen Plattformen Facebook & Twitter.

BDGW-Vorstand wieder komplett

Die Bundesvereinigung Deutscher Geld– und Wertdienste (BDGW) hat auf ihrer Jahresmitgliederversammlung vor wenigen Tage in Hamburg zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt. Von den anwesenden Mitgliedern, die mit 91 Prozent aller Stimmberechtigten anwesend waren, wurden neu in den Vorstand gewählt: Armin Urgibl, Geschäftsführer der IWS Industrie-Werkschutz GmbH aus Aschaffenburg und Achim Wolf, Geschäftsführer von b.i.g Sicherheit aus Karlsruhe. Die Nachwahl war notwendig geworden, weil die bisherigen Vorstandsmitglieder Elke Brackhage sowie Niels Faergemann im Laufe des Jahres aus dem Vorstand ausgeschieden sind. Die Präsidentin der Hauptverwaltung Hamburg der Deutschen Bundesbank, Adelheid Sailer-Schuster, begrüßte die Vertreter aus den Mitgliedsunternehmen der BDGW, die erstmals in ihrer 24-jährigen Geschichte in Hamburg tagte. Rudolf Otto von der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft warb für eine Überarbeitung der Unfallverhütungsvorschriften. Der Direktor der Messe Essen, Claus-Peter Regiani, informierte über die Leitmesse der Sicherheitswirtschaft Security, die im September 2014 ihr 40-jähriges Jubiläum feiert.

Vorstand 2013 klein

Von links nach rechts: Armin Urgibl, Friedrich P. Kötter, Wolf-Rüdiger Wirth, Vorsitzender Michael Mewes, Achim Wolf, Hans-Jörg Hisam

Gregor Lehnert im Präsidium der BDA

Auf der Jahresmitgliederversammlung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), am 18. November 2013 in Berlin, wurde der Präsident des BDSW, Gregor Lehnert, in das Präsidium gewählt. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den führenden Arbeitgebervertretern der deutschen Wirtschaft in der BDA. Mit meinem Engagement wollen wir unsere Bedeutung als Arbeitgeber auch auf der Bundesebene deutlich machen“,  so BDSW-Präsident Gregor Lehnert. „Als Vertreter einer Branche mit fast 200.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist es wichtig, dass wir unsere Interessen auch in der BDA einbringen.

Lehnert Gregor 2012 3

Fachmesse „Feuertrutz“ 2014

Vom 19. bis 20. Februar 2014 öffnet die FeuerTRUTZ – Fachmesse mit Kongress für vorbeugenden Brandschutz  – in Nürnberg ihre Tore. Hier besteht die Möglichkeit, sich über das gesamte Spektrum des vorbeugenden Brandschutzes zu informieren. Infos unter: http://www.bhe.de

BHE-Fachkongress Videoüberwachung/Zutrittsregelung

Der Trend bei modernen Sicherheitskonzepten geht zunehmend in Richtung Videoüberwachung und Zutrittsregelung. Vielfältige Neuheiten und Entwicklungen führen dazu, dass sich Sicherheitsverantwortliche und -anbieter permanent hinsichtlich neuer Produkte und deren Einsatzbereiche auf dem Laufenden halten müssen. Der BHE-Fachkongress Videoüberwachung/Zutrittsregelung am 10./11. Februar 2014 bietet Anwendern und Nachfragern wieder beste Möglichkeiten, sich an zwei Tagen umfassend über die neuesten Themen zu informieren.
In hersteller- und produktneutralen Fachvorträgen wird über verfügbare und künftige Techniken, ihre Einsatzmöglichkeiten usw. referiert. In der kongressbegleitenden Ausstellung können Teilnehmer sich noch vor Ort einen umfassenden Überblick über Videoüberwachung und Zutrittsregelung verschaffen. Infos unter: http://www.bhe.de

Arbeitsschutz-Gütesiegel

Die GKN Stromag Dessau GmbH und die Alstom Lokomotiven Service GmbH aus Stendal erhalten das Arbeitsschutz-Gütesiegel „Sicher mit System“ der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM). Das Gütesiegel wurde auf der Regionaltagung in Halle am 15.11.2013 überreicht. Damit zertifizierte die BGHM zwei ihrer Mitgliedsunternehmen aus Sachsen-Anhalt für die Einführung und Fortführung eines erfolgreichen Managementsystems im Arbeitsschutz. „Die Einführung des Managementsystems nach den Richtlinien des Arbeitsschutz-Gütesiegels verbessert die Unfallsituation in den Betrieben deutlich. Zahl und Schwere der Arbeitsunfälle nehmen im Verhältnis zu den geleisteten Arbeitsstunden erkennbar ab“, erklärt Dr. Albert Platz, Vorsitzender der BGHM-Geschäftsführung. Siegfried Knappe, Geschäftsführer der GKN Stromag Dessau GmbH, bestätigt: „Wir wollen, dass alle unsere Mitarbeiter unser Unternehmen so gesund verlassen wie sie es betreten haben“. Der Hersteller und Zulieferer von Antriebstechnik wie elektromagnetisch schaltbaren Kupplungen und Bremsen hat besonders hohe Anforderungen an den Arbeits- und Gesundheitsschutz für seine mehr als 100 Mitarbeiter. Auch für Bahntechnik-Hersteller Alstom im Standort Stendal mit über 200 Beschäftigten hat Arbeitsschutz und Gesundheit höchste Priorität und ist somit auch oberstes Gebot bei sämtlichen Produktionsprozessen: „Wenn wir die Arbeit nicht sicher machen können, dann führen wir sie auch nicht aus“, betonte Inken Dressler, Fachkraft für Arbeitssicherheit bei Alstom TLS (Transport Life Services). Die Firma modernisiert, repariert und wartet Lokomotiven, Personenzüge und Güterwaggons an vier deutschen Standorten: Braunschweig, Salzgitter, Waibstadt und Stendal.

Inken Dreßler und Siegfried Knappe

In Halle nutzen mehr als 90 Unternehmer, Sicherheitskräfte und andere Vertreter aus den Mitgliedsbetrieben der BGHM die Gelegenheit, um sich vor Ort umfassend über die für Sie relevanten Arbeits- und Gesundheitsschutzthemen zu informieren. „Die Regionaltagungen sind für uns wichtig, um den persönlichen Dialog mit unseren Mitgliedsbetrieben dauerhaft zu stärken“, betonte Platz. Auf den Regionaltagungen stellt die BGHM ihre Leistungen sowie ihren besonderen Beratungsservice für kleine und mittelständische Betriebe in der Holz- und Metallbranche vor.

Tarifabschluss bei Geld und Wert

Am späten Montagabend (11.11.2013) einigten sich in Fulda die Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) mit der Gewerkschaft ver.di nach monatelangen schwierigen Tarifverhandlungen auf einen neuen Bundeslohn- und einen Manteltarifvertrag für die 11.000 Beschäftigten der Geld- und Wertdienstleister. Der Vorsitzende der BDGW, Michael Mewes, zeigte sich erleichtert über das Ergebnis. „Mit diesem Abschluss konnten wir eine Fortsetzung der Streiks in der Vorweihnachtszeit verhindern und damit Schaden von unseren Kunden im Handel und den Kreditinstituten abwenden“, so Mewes. Der Lohntarifvertrag hat eine dreijährige Laufzeit und tritt am 1. Januar 2014 in Kraft. Die Löhne steigen insgesamt um fast 12 Prozent und sehen Erhöhungsschritte von 5 Prozent (2014), 4 Prozent (2015) und 2,9 Prozent im Jahr 2016 vor. Hinzu kommen nicht unerhebliche Belastungen aus dem Manteltarifvertrag durch Verlängerung der Urlaubstage, Einführung einer leistungsabhängigen Jahressonderzahlung und der teilweisen Erhöhung der Nacht- und Mehrarbeitszuschläge.

Michael Mewes. Vorsitzender_01

Bildunterschrift: Michael Mewes

Dieser Abschluss, so Mewes, belaste die Mitgliedsunternehmen der BDGW in einem derzeit besonders schwierigen Marktumfeld enorm. Dies sei nur dadurch hinnehmbar, weil damit für unsere Mitgliedsunternehmen und deren Kunden eine dreijährige Planungssicherheit bei den Löhnen und Gehältern sowie eine vierjährige Kalkulationsgrundlage bei den manteltarifvertraglichen Regelungen erzielt werden konnte. „Mein besonderer Dank gilt der Tarifkommission mit Vertretern von kleinen, mittleren und großen Unternehmen, die sich im Interesse aller Mitgliedsunternehmen der BDGW über viele Monate mit völlig überzogenen Forderungen von ver.di auseinandersetzen mussten, um dieses Ergebnis zu erzielen“, so Mewes abschließend.

 

 

VDSI-Jahreshauptversammlung beschließt Umbenennung

Der Verband Deutscher Sicherheitsingenieure heißt ab dem 1. Mai 2014 „Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit“ – das hat die Jahreshauptversammlung des VDSI am 6. November in Düsseldorf beschlossen. Das bekannte VDSI-Kürzel bleibt erhalten. Außerdem wurde Michael Kloth in den Vorstand gewählt. Er übernimmt das Ressort Nationale Zusammenarbeit. Ursprünglich als Arbeitsgemeinschaft für Sicherheitsingenieure gegründet, gehören dem VDSI mittlerweile auch Arbeitsmediziner, Psychologen Sicherheitsbeauftragte und andere Berufsgruppen an. Diese Entwicklung greift der Verband mit dem neuen Namen auf. Gleichzeitig will er eine Hürde beseitigen, die Fachleute aus anderen Disziplinen davon abhält, Mitglied zu werden. „Unsere Botschaft lautet ganz klar: Der VDSI bietet allen Fachleuten aus dem Bereich Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit eine Plattform. Gemeinsam wollen wir Arbeit sicher und gesund gestalten. Diese vielschichtige Aufgabe lässt sich nicht isoliert bewältigen. Wir müssen sie aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und unser Wissen austauschen – das bringt uns nach vorn“, erklärt Gregor Doepke, VDSI-Vorstand für Kommunikation. Die Umbenennung ist Teil einer neuen VDSI-Kommunikationsstrategie, die den Verband darin unterstützten soll, seine Leistungen zielgruppenorientiert auszurichten und anzubieten. Erklärtes Ziel ist es, Mitglieder zu gewinnen, zu binden und zum ehrenamtlichen Engagement zu aktivieren. Der VDSI will wachsen, leistungsfähiger werden und die Interessen seiner Mitglieder noch besser vertreten.