bvfa fordert Sprinklerpflicht

Brandschutz ist lebensnotwendig: Gerade in Gebäuden mit hohem Personenaufkommen sowie in Parkhäusern sollte der Einbau einer Sprinkleranlage vorgeschrieben sein. Das fordert der bvfa – Bundesverband Technischer Brandschutz e. V. in den zwei neuen Positionspapieren „Schutz von Personen und Umwelt durch Sprinkleranlagen“ sowie „Brandschutz in Parkhäusern“. Beide Leitfäden stehen auf der Webseite unter www.bvfa.de zum Download bereit. U-Bahn-Stationen, Krankenhäusern, Schulen, Flughäfen, Museen, Hotels oder Kinos – zig Menschen gehen in diesen Gebäuden ein und aus oder halten sich täglich darin auf. Wie wichtig die richtige Brandschutztechnologie ist, macht der bvfa – Bundesverband Technischer Brandschutz e. V. in seinem neuen Positionspapier „Schutz von Personen und Umwelt durch Sprinkleranlagen“ deutlich. Der von der Fachgruppe Wasser-Löschanlagen herausgegebene Leitfaden zeigt die Bedeutung von Sprinklern auf, die gleich zweifach wirken. So beginnen sie im Ernstfall sofort automatisch mit dem Löschvorgang und alarmieren zeitgleich die Feuerwehr. Da die Sprinkleranlage den Brand schnell bekämpft bzw. eindämmt und die Rettungswege rauchfrei hält, wird der Einsatz der Feuerwehr bei der Evakuierung der Personen merklich erleichtert. Tradierte Irrtümer über Sprinkler klärt das Positionspapier auf: So wird mit den selektiv wirkenden Sprinklern mengenmäßig nicht mehr, sondern erheblich weniger Wasser verbraucht als mit anderen später startenden Löschmaßnahmen. Auch sind Sprinkler auf den Quadratmeter gerechnet nicht teurer als ein Teppichboden. Sprinkleranlagen werden oft nur in Zusammenhang mit dem Schutz von Sachwerten gesehen. Tatsächlich sind sie auch und gerade für den Personenschutz geeignet.  Insbesondere in Gebäuden mit kranken oder hilfsbedürftigen Menschen sind Sprinkleranlagen absolut lebensnotwendig. Der bvfa fordert daher, dass Sprinkleranlagen in Gebäudearten mit hohem Personenaufkommen vorgeschrieben werden.

In dem neuen Positionspapier „Brandschutz in Parkhäusern“ warnt die Fachgruppe Wasser-Löschanlagen im  bvfa – Bundesverband Technischer Brandschutz e. V. vor der Brandgefahr in Garagen: Brennbare Flüssigkeiten wie Benzin oder Diesel gepaart mit in den Autos eingebauten Materialien wie Plastik, Gummi und Textilien erzeugen im Brandfall extreme Hitze und starken Rauch. Dicht nebeneinander stehende Fahrzeuge lassen das Feuer schnell übergreifen und erschweren die Brandbekämpfung durch die Feuerwehr. Zündquellen wie Zigaretten oder beschädigte elektronische Leitungen werden zum nicht abschätzbaren Risiko für Mensch, Gebäude und Umwelt. Eine Sprinkleranlage in Parkhäusern schafft Abhilfe: Sie erkennt automatisch einen Brand, lokalisiert ihn und bekämpft bzw. löscht ihn bereits im Anfangsstadium, wobei viel weniger Rauch und Hitze entstehen. In den letzten Jahren wurden in Parkgaragen verstärkt auch Ventilationssysteme mit Brandmeldeanlagen ins Gespräch gebracht. Diese sollten allerdings nur zusätzlich und nicht als Ersatz für Sprinkleranlagen eingesetzt werden. Denn Ventilationssysteme leiten nur die heißen Brandgase ab, können die Brände aber nicht aktiv unterdrücken. Wird ein Parkhaus hingegen mit einer Sprinkleranlage geschützt, wird die Brandausbreitung von einem Fahrzeug auf ein anderes verhindert, das haben Versuche bewiesen. Um dem erhöhten Risiko in automatischen Parkhäusern zu begegnen, in denen Autos auf mehreren Ebenen übereinanderstehen, muss bei mehr als 20 Stellplätzen eine Sprinkleranlage installiert sein. Das ist in Deutschland inzwischen vorgeschrieben. In einigen europäischen Ländern müssen alle Parkhäuser über Sprinkleranlagen verfügen.

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Beobachten – Erkennen – Melden

Bereits seit 2000 gibt es eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Polizeipräsidium Rostock und der BDSW Landesgruppe zur Regelung der Zusammenarbeit zwischen Polizei und privaten Sicherheitsdiensten in Mecklenburg-Vorpommern. Diese auf Grundaussagen für die Zusammenarbeit zwischen dem Verband und dem Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern basierende Vereinbarung wurde bereits im März diesen Jahres auf neue Füße gestellt. Sie dient einem geregelten Informationsaustausch zwischen Sicherheitsunternehmen und Polizei. Leitgedanke und Ziel der Vereinbarung ist es, die Sicherheitslage für die Bevölkerung auf Grundlage abgestimmter und praktikabler Informations- und Meldewege zwischen den beteiligten Stellen zu verbessern. Unter dem Leitmotto „Beobachten – Erkennen – Melden“ wird die Zusammenarbeit des Wechselschichtdienstes der Polizei und der Revierstreifendienste privater Sicherheitsunternehmen intensiviert. Folgende BDSW Mitgliedsunternehmen sind an der Kooperationsvereinbarung beteiligt:

–       Dussmann Service Deutschland GmbH, Rostock

–       SECURITAS GmbH Sicherheitsdienste , Rostock

–       WSD Wach- und Sicherungsdienst in Mecklenburg GmbH & Co. KG, Rostock

–       ABS Alarm-, Bewachungs- und Sicherheitsdienst GmbH Rostock

–       Kötter GmbH & Co. KG Security, Schwerin

–       WIKING SAFE Sicherheitsunternehmen in Mecklenburg, Schwerin

–       Wach- und Sicherheitsgesellschaft Mecklenburg mbH, Wittenförden.

Die Unternehmen müssen für Ihre Teilnahme an der Kooperation eine Reihe von Qualitätskriterien erfüllen. Im Rahmen der Vereinbarung ist u.a. geregelt, dass zur Zusammenarbeit Koordinierungs- und Abstimmungsgespräche zwischen Polizei und privaten Sicherheitsdiensten erfolgen. In der täglichen Arbeit sollen die Mitarbeiter der Sicherheitsunternehmen auf ihren Streifen intensiv mit der Polizei zusammenarbeiten, um die öffentliche Sicherheit zu verbessern. Hierzu wird eine unternehmensübergreifende Informations- und Ansprechstelle eingerichtet, die die Kommunikation mit der Polizei koordiniert.

Offline!

Untertitel: Das unvermeidliche Ende des Internets und der Untergang der Informationsgesellschaft.

Noch in diesem Jahrhundert wird sie zusammenbrechen, weil die globalen Informationsnetze zerreißen werden. Das ist die provozierende These des Wissenschaftlers und Sachbuchautors Thomas Grüter. Das Internet sieht aus wie eine wunderbare neue Welt, in der Entfernungen keine Rolle spielen, Freunde immer ansprechbar sind und alles Wissen der Menschheit stets zur Verfügung steht. Tatsächlich ist das Internet eine künstliche Struktur, die mit immens hohem Aufwand in Betrieb gehalten wird. Dennoch vertrauen wir dieser störanfälligen Schöpfung unsere wichtigsten Schätze an: all unser gesammeltes Wissen und die Steuerung der Infrastrukturen, die uns am Leben erhalten. Der Autor weist schlüssig nach, dass

  • die Informationsgesellschaft kritisch vom Internet abhängt,
  • die Funktion des Internets in wenigen Jahrzehnten akut gefährdet ist,
  • technische Infrastrukturen wie Stromleitungen und Kommunikationsnetze vom Verfall bedroht sind,
  • zwischen den Versorgungssystemen immer mehr tückische Kreuzabhängigkeiten entstehen,
  • Weltfrieden und Welthandel brüchig sind,
  • der Untergang der Informationsgesellschaft fast unvermeidlich ist.

Undenkbar? Unser größter Fehler wäre, uns in falscher Sicherheit zu wiegen. Wir müssen handeln. Das Buch zeigt auf, welche Alternativen uns bleiben. Eine empfehlenswerte Lektüre auf 288 Seiten vom Springer Spektrum Heidelberg, ISBN-13: 978-3-642-37736-5.

Automatisches Notrufsystem eCall

Das Szenario ist nicht ungewöhnlich: Nach einem Verkehrsunfall sind die Betroffenen oftmals nicht in der Lage, eigenständig Hilfe zu alarmieren – oder sie wissen nicht genau, wo sie sich befinden. Hier soll das von der Europäischen Union geplante automatische Notrufsystem eCall Abhilfe schaffen, indem der Unfall automatisch gemeldet und die Rettungskräfte direkt alarmiert werden. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland (AGBF Bund) begrüßen ausdrücklich die Aktivitäten zur Umsetzung der europäischen Initiative: „Im Notfall zählen Sekunden. Dies gilt insbesondere, wenn Betroffene bei Verkehrsunfällen nicht mehr in der Lage sind, selbstständig Hilfe herbeizurufen oder ihren Standort bei unbekannten Örtlichkeiten nicht präzise angeben können“, heißt es in einer gemeinsamen Position der beiden Spitzenverbände.Nach dem Willen der EU soll das Notrufsystem eCall (Kurzform für emergency call = Notruf) künftig verpflichtend in alle neuen Modelle von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen eingebaut werden. Im Fahrzeug montierte Geräte sollen sich bei einem Verkehrsunfall automatisch aktivieren und mit der einheitlichen europäischen Notrufnummer 112 verbinden. Die rascher initiierten Rettungsmaßnahmen sollen helfen, die Zahl der Verkehrstoten zu senken und die Schwere von Verletzungen im Straßenverkehr zu reduzieren. eCall ist ein wichtiges Projekt der eSafety-Initiative der Europäischen Kommission.

Sicherheits-Expo 2014

 Die diesjährige Sicherheitsmesse München im MOC in München-Freimann vom 2. bis 3. Juli 2014 steht erneut unter Schirmherrschaft von Joachim Herrmann, dem Bayerischen Staatsministers des Innern. Mehr als 110 Austeller präsentieren neuste Sicherheitstechnik mit Schwerpunkten Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, IT-Security und Brandschutz. Parallel finden Vorträge von anerkannten Fachleuten an beiden Veranstaltungstagen zu den Themen „Tür und Tor“ und „Brandschutz“ statt. Zusätzlich werden im Forum 1 und 2 während der gesamten Messe interessante Referate geboten, die sich mit neuesten sicherheitstechnischen Techniken und Entwicklungen befassen. Zum Thema Einbruchschutz für Gewerbe, Wohnhäuser und Wohnungen referiert am 3. Juli 2014 Dipl.-Verw. Heiner Jerofsky, GIT SICHERHEIT.

Sicherheitsforum Nord

Die SANTEC BW AG lädt am 26. Juni 2014 in Ahrensburg zum erstmalig stattfindenden „Sicherheitsforum Nord“ ein. Geboten wird ein interessantes Vortragsprogramm, mit ausgewiesenen Experten aus der Sicherheitsbranche zu den Schwerpunkten Videoüberwachung und Brandschutz. Diese hochkarätigen Referenten liefern produktneutrale Fachvorträge Branchenneuigkeiten, Expertenwissen und wichtige Information bezüglich rechtlicher Grundlagen sowie Datenschutzbestimmungen.

Das Vortragsprogramm  umfasst folgende Themen:

  • Aktuelle Rechtsfragen bei der Videoüberwachung
  • Datenschutzbestimmungen für die Videoüberwachung
  • Schadensszenarien und typische Installationsfehler bei der Sicherheitstechnik
  • Einsatz von Videotechnik aus kriminalpolizeilicher Sicht
  • Planerhaftung beim Brandschutz
  • Leitungsanlagen-Richtlinie (LAR)
  • Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)

Referenten sind u.a. Dr. Ulrich Diekert, Rechtsanwalt Berlin, Barbara Körffler, Landszentrum für Datenschutz Kiel, Dipl.-Ing. Peter-Clemens Krüger, Obere Bauaufsicht Hamburg, Frank Müller, Handwerkskammer Lübeck, Sascha Puppel, Handwerkskammer Aachen und Dipl.-Verw. Heiner Jerofsky GIT SICHERHEIT.

Crystal- und Ecstasykonsum wächst

Laut BKA starben im Jahr 2013 1.002 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums. Damit stieg die Zahl der Drogentoten in Deutschland erstmals seit 2009 wieder an – aktuell um rund 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Mehrzahl der Rauschgifttoten war weiterhin männlich (83 Prozent), das Durchschnittsalter lag – wie im Vorjahr – bei rund 38 Jahren. Im Jahr 2013 ist die Zahl der polizeilich erfassten Rauschgiftdelikte um rund 7 Prozent auf 253.525 Fälle angestiegen. Auch die Zahl der Tatverdächtigen stieg auf 210.792 Personen an, eine Zunahme von rund 6 Prozent gegenüber 2012. Die Rauschgiftkriminalität hat weiterhin einen Anteil von etwa 4 Prozent an der Gesamtkriminalität. 2013 registrierte die Polizei insgesamt 19.210 Erstauffällige Konsumenten harter Drogen (EKhD) in Deutschland, was einem Rückgang um knapp 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2012: 19.559 EKhD) entspricht. Bei den einzelnen Drogenarten waren 2013 folgende Entwicklungen zu verzeichnen:

  • Während die Zahl erstauffälliger Konsumenten von Amphetamin bzw. Methamphetamin nahezu konstant blieb, stieg deren Zahl bei kristallinem Methamphetamin – dem sogenannten Crystal – in 2013 auf 2.746 (2012: 2.556 EKhD) an, was einer Zunahme von etwa 7 Prozent entspricht. BKA-Präsident Jörg Ziercke: „Den zunehmenden Konsum von „Crystal“ sehen wir mit Sorge, da mit der Einnahme dieser Substanz große gesundheitliche Risiken für die Konsumenten verbunden sind. Nicht nur auf Ebene der Strafverfolgungsbehörden, sondern auch im Bereich der Aufklärung und Prävention muss daher alles dafür getan werden, diese Entwicklung zu stoppen.“
  • Den größten Anstieg Erstauffälliger Konsumenten harter Drogen stellte die Polizei 2013 beim illegalen Konsum von Ecstasy mit knapp 18 Prozent (1.480 EKhD) fest. Dies korrespondierte mit einer Zunahme der polizeilich bekannt gewordenen Fälle um etwa 25 Prozent (2.233 Fälle) sowie einem deutlichen Anstieg der sichergestellten Mengen um rund 53 Prozent gegenüber 2012.
  • Zahl der registrierten Erstkonsumenten von Heroin ging 2013 um rund 14 Prozent auf 1.789 zurück. Auch der rückläufige Trend bei den Fallzahlen hält weiter an.
  • Im Jahr 2013 erfasste die Polizei 3.173 Erstkonsumenten von Kokain, was einem Rückgang von knapp 3 Prozent gegenüber der Vorjahreszahl entspricht.
  • Der Anstieg der Cannabisdelikte setzte sich auch 2013 fort und erreichte mit 145.013 polizeilich registrierten Straftaten (2012: 134.739) einen neuen Höchststand seit 2008.