Buchbesprechung: Perimeterschutz

Der Zaun ist eine der ältesten Form der Einfriedung. Er dient und diente zur Kenntlichmachung der Besitzverhältnisse an Grund und Boden. Zäune und andere Einfriedungen werden aber auch eingesetzt, um Menschen und Tiere daran zu hindern sich in ein Gebiet hinein oder hinaus zu bewegen. Unternehmen brauchen Zäune zur Absicherung ihrer Gewerbe- und Industriegebiete ebenso wie Privatleute zur Sicherung ihre Grundstücker. Letztlich dienen Zäune zur tatsächlichen und rechtlichen Abgrenzung von Territorien. Welche verfügbaren Techniken gibt es? Wie sind Zugangs- und Zufahrtspunkte einzurichten? Welche Detektionssysteme sind für welchen Zweck sinnvoll?  Wie kann man Perimeterschutzsysteme realisieren und durchführen? Neben einer umfassenden Planung gehört auch die passende Produktauswahl in die Überlegungen. Dazu hat der Verband für Sicherheitstechnik e.V. (VfS) Hamburg in diesem Jahr die 2. überarbeitete Auflage des Handbuches “Perimetersicherung” herausgebracht. Wie alle Fachbücher des VfS beschreibt das Handbuch praxisorientiert und zuverlässig den neuesten Stand der Technik und bemüht sich um Vollständigkeit, Objektivität und Neutralität. Namhafte Fachleute aus unterschiedlichen Branchen und Berufen haben ihr Wissen und ihre Erfahrungen in dieses Werk mit eingebracht und fassen alle Aspekte der Perimetersicherung gut verständlich zusammen. Besonders bedeutsam ist das Kapitel Beschaffungsvorgänge für sicherheitstechnische Anlagen, welche detailliert die für die Ausschreibung und Vergabe wichtigen Schritte beschreibt. Das redaktionelle Kernteam wird  angeführt von Prof. Dr. Andreas Hasenpusch.

Dieses sehr empfehlenswertes Fachbuch und umfangreiche Standartwerk, mit vielen Bildern und Skizzen, im Format: 18,5 x 26 cm auf 375 Seiten, ist zum Preis von 165,00 EUR beim I.G.T. Verlag München, ISBN 978-9813583-1-5, zu beziehen.

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Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen

Der klassische Begriff der Veranstaltung entsprechend der Versammlungsstätten-Verordnung trifft unter einer Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungstypen indoor und autdoor nicht immer genau die Veranstaltungskonstellation. Über 10.000 Volksfeste mit 150 Millionen Besucher finden laut Schaustellerbund jährlich in Deutschland statt. Dazu kommen Festivals, Sport- und Kulturveranstaltungen, Weihnachtsmärkte, Feiern und Konzerte. Veranstaltungen aller Art sind Teil unseres Alltages. Für die Planung, Genehmigung und Durchführung von Veranstaltungen existieren umfangreiche Regelwerke aus Gesetzen, Verordnungen, Vorschriften und Normen.

In der 2. Überarbeiteten Auflage „ Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen – Grundlagen für Behörden, Betreiber und Veranstalter“ beschreiben S. Paul, M. Ebner, K. Klode und T. Sakschewski praxisnah und verständlich auf 270 Seiten Veranstaltungstypen, die rechtliche Situation, Aufbau, Überwachung und Umsetzung eines Sicherheitskonzeptes, Übersicht zum aktuellen Forschungsstand zur Besuchersteuerung, Wechselwirkungen zwischen Veranstaltungsplanung und Sicherheit sowie Informationsmanagement.

Mit der Neuauflage reagieren die Autoren auf aktuelle Veränderungen und lassen neue Erkenntnisse einfließen. Ein sehr empfehlenswertes Buch, herausgegeben vom DIN Deutsches Institut für Normung e.V., erschienen im Beuth Verlag GmbH Berlin, ISBN 978-3-410-24278-9.

bvfa warnt vor mangelnder Instandhaltung von Feuerlöschanlagen

Wer Feuerlöschanlagen nicht ordnungsgemäß instand hält oder nicht-zertifizierte Firmen mit der Wartung beauftragt, haftet für die Folgen. In dem neuen Positionspapier „Instandhaltung und Betrieb von Feuerlöschanlagen“ hat die Fachgruppe Steuerungstechnik für Löschanalgen im bvfa – Bundesverband Technischer Brandschutz e. V. die rechtlichen Grundlagen und notwendigen Maßnahmen zusammengestellt.

Feuerlöschanlagen erfüllen nur dann ihren Zweck, wenn sie funktionstüchtig sind. Dennoch missachten viele Eigentümer bzw. Betreiber die nötigen Maßnahmen der Instandhaltung. Ein Versäumnis, für dessen Folgen die Betreiber dann selbst haften. Wird bspw. bei einem Feuer ein Mitarbeiter verletzt, muss der Arbeitgeber mit einer strafrechtlichen Verfolgung wegen fahrlässiger Körperverletzung rechnen. Zudem kann die Brandschutzversicherung die Leistungen des Versicherungsschutzes verweigern, wenn Mängel bei der Instandhaltung der Brandschutzanlage aufgedeckt werden. Das neue Positionspapier „Instandhaltung und Betrieb von Feuerlöschanlagen“ von der Fachgruppe Steuerungstechnik für Löschanlagen im bvfa zeigt auf, was zu beachten ist, um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten.

Die Landesbauordnungen, die Arbeitsstättenverordnung oder die Betriebssicherheitsverordnung fordern vom Betreiber von Gewerbe- und Industriebetrieben, für funktionsfähige Brandschutzmaßnahmen zu sorgen. Dazu zählt auch die fachgerechte Montage von geeigneten Löschanlagen wie Wasser- oder Gas-Löschanlagen sowie deren regelmäßige Instandhaltung in Form von Inspektion, Wartung, Instandsetzung und Verbesserung. Die VdS-Merkblätter schreiben die Kontrollfristen sowie die nötigen Maßnahmen fest. Der VdS empfiehlt dazu dringend die Beauftragung der Errichterfirma, dennoch wenden sich viele Betreiber an nicht-zertifizierte Firmen, was Gefahren bei der Wartung mit sich bringt. Generell gilt: Kommt der Betreiber von stationären Löschanlagen seinen Instandhaltungspflichten nicht nach, muss er im schlimmsten Fall für den Schaden selbst haften.

Messe APP „GIT security 2014“

GIT VERLAG bietet Messe App zur security 2014 in Essen an

Zur security 2014 in Essen bietet der GIT VERLAG, mit Sitz in Weinheim, den Besuchern die Möglichkeit sich mit einer übersichtlichen App zu orientieren.

Die security Essen ist die weltweit bedeutendste Messe für Sicherheit und Brandschutz. Der Weltmarkt für Sicherheit boomt – in Essen präsentiert er sich mit allen Facetten. Vom Brandschutz über Cyber Security und CCTV bis zum Freilandschutz. Zur nächsten security Essen die vom 23. bis 26. September 2014 stattfindet, werden  über 1.000 Aussteller aus 40 Nationen und Fachbesucher aus 115 Ländern erwartet.

Klar gegliedert, nach ausgesuchten Themenschwerpunkten ist die Messe App „GIT security 2014“ eine sinnvolle Navigation für diese  wichtige Branchen-Messe.

Ein 3D-Hallenplan und ausgewählten Touren ermöglichen es dem Nutzer einen schnellen und umfassenden Überblick zu bekommen.

Die Messe App „GIT security 2014“ ist über iTunes und im Google Play Store erhältlich. Die technischen Voraussetzungen sind:

  • Apple: Erfordert iOS 7.0 oder neuer
  • [[Link]]
  • Android: Erfordert mindestens Android-Version 2.3.3, empfohlen wird Android 4 oder höher
  • [[Link]]

Der Zusatzkick: Alle die auf dem Security-Messestand des GIT VERLAG in Halle 2.0, Stand 506 vorbei kommen und die „GIT security 2014“ Messe App auf Ihrem Smartphone zeigen erhalten ein tolles Geschenk.

Die gedruckte Fachzeitschrift GIT SICHERHEIT + MANAGEMENT und das Online-Portal www.GIT-SICHERHEIT.de aus dem GIT VERLAG informieren alle an sicherheitsrelevanten Entscheidungen beteiligten Verantwortungsträger. GIT SICHERHEIT wird gelesen vom Einkauf, von Fachabteilungen wie auch vom Management in Unternehmen, sowohl in der Privatwirtschaft wie auch in den öffentlichen Sektoren. Das Fachmedium erreicht zudem den gesamten Vertriebskanal vom Hersteller über die Distributoren bis zu den Endanwendern.

GIT SICHERHEIT berichtet umfassend über alle sicherheitsrelevanten Themen – inklusive Videosicherheit, Zutrittsregelung, Einbruchschutz, Brandschutz, Perimeterschutz, Sicherheitsmanagement, Sicherheitslösungen und Sicherheitsdienstleistungen.

Mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren (IVW-geprüft) und umfassenden Online-Services (www.GIT-SICHERHEIT.de, http://www.PRO-4-PRO.com/sicherheit, GIT App) ist GIT SICHERHEIT die Fachpublikation mit der größten Verbreitung.

 

40 Prozent weniger Diebstähle bei Unternehmen

Deutsche Unternehmen drängen den Metalldiebstahl immer weiter zurück. Alleine bei den drei Infrastrukturbetreibern Deutsche Bahn AG, Deutsche Telekom AG und RWE AG sind die Diebstähle seit Bestehen der Sicherheitspartnerschaft im Jahr 2012 um fast 40 Prozent auf 2.400 Fälle zurückgegangen (2011: 3.800). Im gleichen Zeitraum wurden mehr als 1.500 Täter durch die Polizei gefasst. Unterdessen verzeichnen die drei Unternehmen jedoch einen Anstieg der Schäden um 10 Prozent auf insgesamt rund 58 Millionen Euro.

Dazu Gerd Neubeck, Leiter Konzernsicherheit der Deutschen Bahn: „Immer mehr Täter gehen uns in die Falle. Das zeigt, dass unser Aktionsplan ein voller Erfolg ist.“ Zur Gegenwehr hatte die DB ein Maßnahmenbündel gegen den Metalldiebstahl initiiert, wie den Einsatz von künstlicher DNA sowie veränderte Sicherheitskonzepte mit Bestreifungen in zivil und Uniform auch gemeinsam mit der Bundespolizei. Im nächsten Schritt wollen die Unternehmen die Aktivitäten der Partnerschaft international ausweiten und Meldewege grenzüberschreitend ausbauen. Erste internationale Buntmetallgipfel mit Polen und Österreich haben die gemeinsame Strategie bestätigt. So soll das Frühwarnsystem grenzüberschreitend zum Einsatz kommen, um Metallhändler auch in anderen Ländern rechtzeitig über Diebesgut zu informieren. Daneben strebt das Sicherheitsbündnis eine

Zertifizierung der Metallhändler an und kümmert sich um einheitliche Standards bei der künstlichen DNA. Weitere Möglichkeiten zum Schutz des Eigentums sollen geprüft und erprobt werden. Im Herbst dieses Jahres sollen weitere Aktionstage der Sicherheitspartnerschaft stattfinden.

„Durch den regelmäßigen Informationsaustausch der Sicherheitspartner und das damit verbundene Frühwarnsystem werden Kriminalitätsschwerpunkte schneller erkannt und die richtigen Maßnahmen eingesetzt. Wichtig ist nun die zunehmende Einbindung der Sicherheitsbehörden im nationalen und internationalen Kontext, da die Täter bundesland- und länderübergreifend agieren“, ergänzt Florian Haacke, Leiter Konzernsicherheit der RWE AG. Deutsche Bahn, Telekom und RWE sowie der Verband Deutscher Metallhändler (VDM) hatten im Sommer 2012 ein Bündnis gegen Metalldiebe gegründet und wehren sich seitdem gemeinsam gegen Buntmetallkriminalität. Inzwischen besteht die Sicherheitspartnerschaft aus 13 Mitgliedsunternehmen und Verbänden der Wirtschaft.  Kernstück der Zusammenarbeit bildet ein Frühwarnsystem. Die Mitglieder sammeln gemeinsam Informationen aus Metalldiebstählen und tauschen diese untereinander aus. Zusätzlich werden die in den Metallhandels- und Recyclingverbänden organisierten Unternehmen informiert und so der Absatz des gestohlenen Materials erschwert. Immer wieder werden gemeinsame Aktionstage mit Unternehmen, Verbänden und Polizeien initiiert. Neben verdeckten Einsätzen klären Unternehmen und Polizeibehörden Metallhändler über typisches Diebesgut auf. So wird es für Diebe zunehmend schwerer, gestohlenes Material zu verkaufen. Das Risiko, geschnappt zu werden, ist für Diebe mittlerweile unkalkulierbar.

VdS zertifiziert erstmals GMS

Gefahrenmanagementsysteme (GMS) dienen der automatischen Übernahme, Weiterleitung und Verarbeitung von Alarmmeldungen. GMS sind für den unterstützenden Einsatz in Leitstellen (z.B. von Alarmempfangsstellen, Notruf- und Service-Leitstellen) vorgesehen, um zeitkritische Gefahrenmeldungen schnell und zuverlässig zu verarbeiten. Basierend auf automatisch zugeordneten Objekt- und Maßnahmenplänen sowie weiteren vorbereiteten Informationen werden sofort die passenden Maßnahmen zur Gefahrenabwehr eingeleitet. Entscheidend ist in sicherheitskritischen Verwendungen immer die unbedingte Zuverlässigkeit von Programmen. Deshalb hat VdS jetzt seine ersten Richtlinien zur ausschließlichen Prüfung von Software entwickelt – wie üblich in Zusammenarbeit mit zahlreichen Herstellern und weiteren Partnern wie Versicherern und Verbänden. Als weltweit erstes Unternehmen kann die Netcom Sicherheitstechnik GmbH aus Mainz, ein international führender Hersteller von Alarmempfangseinrichtungen, eine nach der neuen VdS 3534 „Gefahrenmanagementsysteme für sicherungstechnische Anlagen“ anerkannte GMS-Software anbieten. Harald Mebus, Verantwortlicher für Sicherungsdienstleistungen bei VdS, erklärt: „Mit den neuen Richtlinien wird die Einbruchschutzkette ein weiteres Stück sicherer und für die Mitwirkenden transparenter. Jahrzehnte der VdS-Erfahrung im Prüfen von Leitstellen sind in die VdS 3534 eingeflossen und werden Herstellern, Dienstleistern und der Polizei dank klarer, praxisnaher Hilfestellungen hoffentlich die gute Arbeit weiter erleichtern. Übrigens bietet das System die ideale Basis für eine Leitstellenzertifizierung nach EN 50518-2 oder der VdS 3138 für Notruf- und Service-Leitstellen.“

VdS_GMS

BU: Alf Wziontek (VdS), Tobias Klein (Netcom), Thomas Urban (VdS), Frank Preuss, Peter Otto und Thomas Reinmuth (alle Netcom) bei der Übergabe des VdS-Zertifikats.

Bundesverdienstkreuz für Wolfgang Waschulewski

Dem Ehrenpräsident des BDSW Bundesverband der Sicherheitswirtschaft, wurde am 1. August durch den Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Übergabe wurde vom Bayerischen Staatsminister der Justiz, Prof. Dr. Winfried Bausback, MdL, im Festsaal des Landschaftsparks Schönbusch in Aschaffenburg vorgenommen.

Bundespräsident Joachim Gauck würdigte damit sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Wirken auf dem Gebiet des Sports sowie der Berufs- und Wirtschaftsverbände.

Über 18 Jahre war Waschulewski in seinem Heimatverein Viktoria Aschaffenburg in vielfältigen Funktionen aktiv. Als Abteilungsleiter, Notvorstand in einer besonders schwierigen wirtschaftlichen Lage und in mehrfachen Vorstandsämtern, zuletzt von 1994 bis 1999 als Vizepräsident.

Der Schwerpunkt seines ehrenamtlichen Engagements lag jedoch in den verschiedenen Ämtern im BDSW. Mehr als zwanzig Jahre arbeitete er in den Tarifkommissionen der Bundesländer Bayern, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt mit. Dreizehn Jahre war im Vorstand der Landesgruppe Baden-Württemberg tätigt, von 2002 bis 2010 als Vorsitzender.

Am 29. Mai 2001 wurde Wolfgang Waschulewski auf der Jahresmitgliederversammlung in München in das Präsidium des BDSW gewählt. Auf der 100-Jahr-Feier des Verbandes am 29. Oktober 2004 in Köln wurde er als Nachfolger von Rolf Wackerhagen zum Präsidenten gewählt. „Wolfgang Waschulewski hat in den vergangenen zwanzig Jahren, davon neun Jahre als Präsident, den Verband wie kaum ein zweiter vor ihm geprägt“, so Gregor Lehnert, der im Mai 2013 in Lübeck als Nachfolger von Waschulewski gewählt wurde. Die vielfältigen  Aktvittäten von Waschulwski werden durch sein Engagement im Deutschen Forum für Kriminalprävention (DFK) und im Messebeirat der security-Essen, wo er stv. Vorsitzender ist, abgerundet. In der Vollversammlung der IHK Frankfurt vertrat er von 1993 bis 1999 die Interessen der privaten Sicherheitsdienste. Die Verleihung des Verdienstkreuzes sei ein weiterer Höhepunkt im Leben von Wolfang Waschulewski, nachdem er bereits nach seinem Ausscheiden aus dem Präsidium im Mai vergangenen Jahres verdientermaßen zum Ehrenpräsidenten des BDSW ernannt worden sei, so Gregor Lehnert. „Wir freuen uns mit Wolfgang Waschulewski über die Verleihung des Bundesverdienstkreuz durch Bundespräsident Gauck und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute, vor allem eine stabile Gesundheit“, so BDSW-Präsident Lehnert abschließend.