Neue VdS-Grundlagen für den Einbruchschutz

Um mehr als ein Drittel sind die Einbruchzahlen in einigen Bundesländern gestiegen. Deutschlandweit wird im Schnitt öfter als alle vier Minuten in Betriebe und Geschäfte eingebrochen – über 140.000 Mal allein im Jahr 2013. Um seine Partner bestmöglich zu schützen, hat eine Projektgruppe des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) die VdS-Sicherungsrichtlinien für Geschäfte und Betriebe, VdS 2333, an neue Tätermethoden und -techniken angepasst.

Die VdS 2333 bilden das Grundlagendokument für alle Einbruchschutz-Richtlinien von VdS, Europas Nummer Eins-Institut für Unternehmenssicherheit. Das Kompendium ist ein transparentes Hilfsmittel zur Erstellung von Sicherungskonzepten für Geschäfte und Betriebe. Die Richtlinien bündeln die Schadenerfahrungen der Versicherer, Erkenntnisse der Polizei und das in Jahrzehnten der Prüfung von Sicherungstechnik gewonnene VdS-Wissen.

VdS_2333

„Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Sicherungsrichtlinien ist z.B. der Abschnitt `Gefährdungsanalyse´“, betont Alexander Küsel, Leiter Schadenverhütung im GDV. „Es werden präzise Hilfestellungen zum Bestimmen adäquater Schutzmaßnahmen geboten. Auch die immer wichtiger werdende Absicherung von Außenbereichen wurde in die neuen Sicherungsrichtlinien einbezogen.“ Die Überarbeitung wurde zudem als Gelegenheit genutzt, bestimmte Komponenten in die VdS-Publikationsreihe „Technische Kommentare“ zu verlagern. „Die so gestrafften Kapitel vereinfachen dem Anwender die konkrete Anwendung“, erklärt Thomas Urban, Bereichsleiter Security bei VdS. „Die neuen Sicherungsrichtlinien sind jetzt noch praxisnäher für den täglichen Gebrauch einzusetzen.“ Die neuen VdS 2333 können Sie unter www.vds.de kostenlos herunterladen oder gedruckt über www.vds-shop.de beziehen.

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Vorfälle in Asylantenlagern

Mit großem Bedauern hat der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) die Übergriffe von privaten Sicherheitskräften in Nordrhein-Westfälischen Aufnahmelagern zur Kenntnis genommen und fordert den Gesetzgeber zu einer jährlichen Zuverlässigkeitsüberprüfung der Beschäftigten von Sicherheitsunternehmen auf. Nach den dem Verband vorliegenden Informationen wurden bei der Auftragsvergabe an einen privaten Sicherheitsdienstleister elementare gewerberechtliche Vorgaben missachtet. Wenn vorbestrafte Sicherheitskräfte eingesetzt werden, so deute das darauf hin, dass die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Überprüfung der Zuverlässigkeit nicht stattgefunden habe. Eine Zuverlässigkeitsprüfung müsse sowohl für die Beschäftigten als auch die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Branche vor Ausübung ihrer Tätigkeit vorgenommen werden. Aber auch die Verbandsvorgaben für eine aufgabenbezogene Ausbildung sind offensichtlich hier nicht vorgenommen worden. „Der Schutz von sensiblen Aufnahmelagern von Asylanten kann nicht von Mindestlohnkräften gewährleistet werden“, so Olschok.

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Der Umgang mit Menschen sei das wichtigste Gut für die privaten Sicherheitskräfte. Wenn diese, wie im vorliegenden Fall nicht beachtet werden, so sind derartig katastrophale Verhältnisse nicht auszuschließen. Olschok fordert den Gesetzgeber auf, eine jährliche Zuverlässigkeitsprüfung aller Beschäftigten der privaten Sicherheit vorzunehmen. In besonders sensiblen Einsatzbereichen sei seit vielen Jahren auch eine Überprüfung durch den Verfassungsschutz möglich. Letztlich aber sei jeder Auftraggeber, ob privat oder staatlich, gefordert, bei der Auswahl eines privaten Sicherheitsdienstleisters höchste Qualitätsmaßstäbe vorauszusetzten. Die Verantwortung des Auftraggebers könne nicht uneingeschränkt auf den privaten Sicherheitsdienstleister abgewälzt werden. „Wir hoffen“, so Olschok abschließend, „dass der Gesetzgeber daraus die richtigen Konsequenzen zieht und die Forderung des Verbandes nach einem verschärften Gewerbezugang nun endlich auch in Angriff nimmt“.

40 Jahre Security Essen

Zu ihrem 40-jährigen Jubiläum hat sich die Security Essen in Bestform präsentiert: 1.045 Aussteller aus rund 40 Nationen zeigten in der Messe Essen Ende September zahlreiche Innovationen für die zivile Sicherheit – darunter Weltkonzerne wie Bosch, Panasonic, Sony und Siemens. Erstmals bot die Essener Weltleitmesse mehr als 40 Marktsegmente: von der mechanischen und digitalen Sicherungstechnik über Brandschutz und Videoüberwachung bis zur IT-Sicherheit und Terrorprävention. Dieser umfassende Marktüberblick zog rund 40.000 Fachbesucher aus mehr als 110 Ländern an. „Mit diesen sehr guten Zahlen hat die Security Essen eindrucksvoll unterstrichen, dass sie die weltweite Nummer eins der Branche ist“, resümiert Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen. „Gemeinsam mit der globalen Sicherheitswirtschaft freuen wir uns über eine unübertroffene Angebotsqualität, Internationalität und Beteiligung.“

Messe Essen GmbH, Norbertstraße, 45001 Essen, Germany http://www.messe-essen.de

Das Team der GIT SICHERHEIT hat den ebenfalls einen sehr positiven Eindruck von der wichtigsten Fachmesse. Wir haben tolle Kontakte geknüpft und viele neue Eindrücke gesammelt. Eine ausführliche Messeberichtserstattung werden wir im Heft 12 veröffentlichen.

Endlich ein Brandschadenstatistik?

Zur Reduzierung von Schäden durch Brände werden neben dem baulichen und abwehrenden oft auch der anlagentechnische Brandschutz (Brandmeldeanlagen, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, Löschanlagen usw.) eingesetzt. Diese Systeme  sind heute weit verbreitet.

In Deutschland gibt es bisher noch keine bundesweite Brandschadenstatistik. Um die Feuerwehren künftig noch besser unterstützen zu können, hat das Referat 14 der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) im Sommer 2013 ein Projekt „Brandschadenstatistik“ ins Leben gerufen. Dabei werden Brandeinsätze durch die Feuerwehren in einem  einheitlichen Erfassungsbogen mit festgelegten Abfragekriterien beschrieben und anschließend vom vfdb statistisch ausgewertet. Die Erfassung erfolgt anonymisiert, sodass keine Rückschlüsse auf Personen oder Adressen des einzelnen Einsatzes erfolgen können. Ab 2015 werden die daraus ausgewerteten Erkenntnisse allen Teilnehmern und auch der Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Für die jetzt anlaufende Endphase wird die Beteiligung noch von möglichst vielen Feuerwehren benötigt. Um detaillierte Ergebnisse zu gewinnen ist dabei die Beteiligung von Freiwilligen Feuerwehren, Werk- und auch Berufsfeuerwehren gefragt. Der Erfassungsbogen soll von den Feuerwehren bei Brandeinsätzen ausgefüllt und mit einem offiziellen Stempel der jeweiligen Feuerwehr an statistik@vfdb.de oder an: Hochschule Furtwangen, Stichwort Brandschadenstatistik-Projekt, Robert-Gerwig-Platz 1, 78120 Furtwangen (wo sich die Datenbank befindet) zurückgesendet werden. Gewünscht ist, dass von der teilnehmenden Feuerwehr für einen oder 2 Monate von allen Einsätzen Feuer in Gebäuden ein Erfassungsbogen ausgefüllt wird. Das Ausfüllen erfordert etwa 2 bis 3 Minuten, so dass der Arbeitsaufwand bei der Erfassung gering bleibt. Infos unter www.Ref14.vfdb.de

Brandschutz-Messe + im Rheinland VdS-BrandSchutzTage

1.400 Teilnehmer und über 70 Aussteller durfte VdS auf seinen letztjährigen BrandSchutzTagen begrüßen – diesen Dezember geht der jährliche Expertenaustausch in die dritte Runde. Der Branchentreffpunkt in der Koelnmesse bietet Messebesuchern am 9. und 10. Dezember eine breite Plattform, um Innovationen und Neuerungen zu begutachten und vielversprechende Kontakte aufzubauen. Die umfangreiche Messe wird 2014 weiter ausgebaut und in einer neuen, größeren Halle ausgerichtet. Zudem wird es neben dem bewährten Wissenschaftsforum erstmals ein Ausstellerforum mit hochwertigen Vorträgen geben.

„Wenn im Dezember das Herz des vorbeugenden Brandschutzes  wieder `op Kölsch´ schlägt, können die Messebesucher bei uns zahlreiche Hersteller wie Dienstleister treffen und sich Innovationen sowie bewährte Lösungen präsentieren lassen“, lädt Ingeborg Schlosser, Leiterin des VdS-Bildungszentrums, ein. „Die einzigartige Kombination der Messe mit vier etablierten VdS-Fachtagungen und zwei Foren bietet unseren Messebesuchern besonders vielfältige Möglichkeiten, Kontakte zu interessanten Geschäftspartnern aus aller Welt knüpfen.“ Infos unter www.vds-brandschutztage.de