Aus Bränden lernen ist das Ziel!

An einer Brandstelle werden immer zwei Fragen gestellt: Warum hat es gebrannt und was können wir tun, um sicherer zu leben?
Viele Jahre wurde von einigen Brandursachenermittlern überlegt, eine Aufklärungs- bzw. Präventionsplattform zum Thema Brandgefahren zu erstellen. Behördlich konnte das Ziel leider nie erreicht werden.
Im Jahr 2007 kam „Kommissar Zufall“ zur Hilfe und Mark Leewe (selbständiger IT Fachmann) und Rainer Schwarz begannen mit dem Aufbau der Informations- Präventionsseite: http://www.Brand-Feuer.de. Das Team wurde im Jahr 2009 von Jörg Cicha (Kripo Güstrow / MV) verstärkt. Mittlerweilen stellen auch weitere Brandursachenermittler Fachartikel und Bilder ein.

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Rainer Schwarz

Die Plattform wurde ehrenamtlich und nach dem Wiki – Prinzip erstellt, um Zusammenhänge sofort sichtbar zu machen. Die Theorie wird erklärt und die Praxis durch viele Beispiele aus dem täglichen Leben veranschaulicht. Aufklären, erklären, aufmerksam machen, sowie mögliche Brandursachen und Präventionsmaßnahmen aufzeigen, um Brände (auch fahrlässig verursachte) zu verhindern. Es entstand eine unkommerzielle Informationsplattform, an der alle am Thema Beteiligte mitwirken können. Gedanken, Ideen, Produkte, Vorschriften, Fachartikel, eine Vielzahl von Fachbegriffen, aber auch regional unterschiedliche Alltagsbegriffe zum Thema Brand, Feuer und Einbruch werden vorgestellt, zusammengefügt und erläutert.
Es ist ein stetig wachsendes Nachschlagewerk von und für Fachleute, für Handwerker, Feuerwehrmitarbeiter, Versicherungen, Polizeibeamte, wie auch Kriminalpolizei, Schornsteinfeger, Behörden, Interessierte und Geschädigte, aber auch für diejenigen, die sich mehr dem eigenen Brand- und Einbruchschutz widmen wollen. Produkte werden direkt vom Hersteller vorgestellt.
Die Seite dient der Erhöhung der allgemeinen Sicherheit bzw. Sicherheit eines Gebäudes, der Vermeidung eines Brandes oder Einbruchschadens, denn das Wissen um die Brandursachen ermöglicht Prävention, speziell auch Kriminalprävention. Eine Seite, die nicht nur informiert, sondern auch verbindet. Auch bei facebook unter „Brand-Feuer.de“ zu finden. Weitere Infos unter: Brandgefahren@gmail.com

Einzigartiges Ressortübergreifendes Netzwerk brand-feuer logo

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Detektiveinsätze bleiben dennoch möglich

Das Bundesarbeitsgericht hat mit Urteil vom 19.02.2015 (8 AZR 1007/13) einer Arbeitnehmerin einen Schmerzensgeldanspruch gegen den Arbeitgeber zugesprochen. Der Arbeitgeber hatte seine Mitarbeiterin wegen Zweifeln an der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit durch einen Detektiv überwachen lassen. In dem Verfahren vor dem Bundesarbeitsgericht ging es nur noch um den von der Arbeitnehmerin ebenfalls geltend gemachten Schmerzensgeldanspruch wegen der aus ihrer Sicht anlasslosen heimlichen Videoüberwachung in Höhe von 10.500 €. Das Landesarbeitsgericht Hamm hatte ihr nur einen Teilbetrag in Höhe von 1.000 € zugesprochen.
„Dieses Urteil sollte in seiner Bedeutung als absolute Einzelfallentscheidung nicht überbewertet werden“, betont Rechtsanwalt Dr. Oliver K. – F. Klug, Hauptgeschäftsführer des AGAD – Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V. in Essen. „Der Arbeitgeber hatte hier keinen konkreten Verdacht einer vorgetäuschten Arbeitsunfähigkeit, sondern nur eine vage Vermutung. Dies reicht nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts eben nicht aus. Es müssen daneben konkrete Anhaltspunkte wie etwa ein vorangegangener Streit über Urlaubsgewährung oder eine weiter betriebene Nebentätigkeit hinzukommen. Sitzt der wegen Brechdurchfalls krankgeschriebene Arbeitnehmer beim Karnevalsumzug auf dem Pferd und anschließend in der Kneipe, wird der Arbeitgeber auch weiterhin ohne Schmerzensgeldrisiko einen Detektiv mit der Überprüfung beauftragen dürfen. Allerdings sollten Arbeitgeber nach diesem Urteil genau prüfen, ob ein konkreter Verdacht besteht, der sich nicht anders klären lässt.“
Die als Sekretärin der Geschäftsleitung beschäftigte Klägerin hatte sich nach einer Meinungsverschiedenheit mit dem Geschäftsführer (unverzügliche Vorlage von Produktunterlagen während einer Besprechung) arbeitsunfähig krankgemeldet. Zwischen der Meinungsverschiedenheit und der Krankmeldung lag allerdings ein Zeitraum von 2 Wochen. Nachdem sie zunächst wegen einer Bronchitis krankgeschrieben war, erfolgte eine weitere Krankschreibung wegen eines Bandscheibenvorfalls. An dieser Krankschreibung hatte der Geschäftsführer Zweifel und beauftragte einen Detektiv mit der Überprüfung. Dieser filmte die Sekretärin u.a. beim Aufsuchen eines Waschsalons und dem mehrfachen Anheben und Abstellen eines Wäschekorbes.

Dr. Oliver K.-F. Klug

Hauptgeschäftsführer des AGAD, Dr. Olver K.- F. Klug

Stabwechsel bei den Zutritts-Experten

Nach über 20 Jahren übergab Jürgen Junghanns sein Amt als Vorsitzender des BHE-Fachausschusses für Zutrittskontrolltechnik (FA-ZKT) der nachfolgenden Generation. Als Experte für Zutrittssteuerung hatte Junghanns dem BHE und seinen Mitgliedern stets mit Rat und Tat zur Seite gestanden und maßgeblich an BHE-Veranstaltungen im Bereich Zutrittssteuerung mitgewirkt. Sein umfangreiches Wissen brachte er als BHE-Delegierter in verschiedenen nationalen und internationalen Normungsgremien ein und vertrat dort die Interessen der BHE-Mitglieder. Auch dank seines Engagements wurde der FA-ZKT zu einem angesehenen Ansprechpartner in sämtlichen Fragen der Zutrittssteuerung. Über Jahrzehnte hinweg hatte Junghanns den Fachausschuss überaus konstruktiv und erfolgreich geführt, stand aber aus Altersgründen bei der letzten Sitzung nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. Die FA-Mitglieder dankten ihm für seinen großen Einsatz und wünschten ihm alles Gute im verdienten Ruhestand. Janghanns ist auch Mitglied der Jury vom GIT SICHERHEITS AWARD.
Zum neuen FA-Vorsitzenden wurde Axel Schmidt gewählt. Schmidt ist seit vielen Jahren im FA-ZKT tätig und war seit September 2010 stellvertretender Vorsitzender. Neuer stellvertretender FA-Vorsitzender wurde Werner Störmer.

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Jürgen Junghanns

Schmidt

Axel Schmidt

Brandschutzhelfer sorgen für mehr Sicherheit

Bricht in einem Unternehmen ein Feuer aus, gilt es, schnell zu handeln. Um in der Lage zu sein, einen entstehenden Brand gegebenenfalls selbst zu löschen, bevor er sich weiter ausbreitet, müssen in Unternehmen rund fünf Prozent der Beschäftigten zu Brandschutzhelfern ausgebildet werden. Diese können im Brandfall außerdem bei der Evakuierung eines Gebäudes unterstützen.
Zum theoretischen Inhalt der Ausbildung gehören neben den Grundzügen des vorbeugenden Brandschutzes auch Kenntnisse über die Brandschutzorganisation im Betrieb, die Gefahren durch Brände, über die Funktionsweise von Feuerlöscheinrichtungen und über das richtige Verhalten im Brandfall. Im praktischen Teil wird dann der Umgang mit Feuerlöschern bzw. mit Wandhydranten geübt, sofern Hydranten im Unternehmen eingesetzt werden. „Die ausgebildeten Brandschutzhelfer sollen in die Lage versetzt werden, Entstehungsbrände, also Brände mit geringer Rauch- und Hitzeentwicklung mithilfe eines Feuerlöschers selbst zu löschen, ohne sich dabei selbst zu gefährden. Außerdem werden sie in der Schulung für mögliche Brandrisiken und den allgemeinen Brandschutz im Unternehmen sensibilisiert“, erklärt Christian Bruckmaier, der bei der Feuerwehr München Brandschutzhelfer ausbildet.

Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung

Vom 27. bis 28. Januar 2015 fand in Berlin auf Einladung der Financial Intelligence Unit (FIU) Deutschland die 42. Arbeitsgruppensitzung der EGMONT Gruppe statt. Insgesamt werden an der Veranstaltung knapp 280 Vertreterinnen und Vertreter von rund 110 FIU-Dienststellen und internationalen Organisationen wie Weltbank, Vereinte Nationen und Financial Action Task Force (FATF) teilnehmen – so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie nie zuvor in der 20-jährigen Geschichte der EGMONT Gruppe. Die EGMONT Gruppe ist neben der FATF, die die internationalen Standards zur Geldwäschebekämpfung vorgibt und überprüft, eine der führenden internationalen Organisationen, die sich mit der Bekämpfung der Geldwäsche und der Finanzierung des Terrorismus befasst.
Die Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern Dr. Emily Haber eröffnete in Berlin im Beisein des BKA-Präsidenten Holger Münch die diesjährige EGMONT-Arbeitsgruppensitzung. Sie erläuterte: „Die grenzüberscheitenden Aktivitäten krimineller Organisationen, die fortschreitende Entwicklung immer komplexerer wirtschaftlicher Konstrukte und die kriminelle Nutzung neuer Technologien erfordern ein konzertiertes Vorgehen der internationalen Staatengemeinschaft. Deutschland bekennt sich zu den internationalen Vorgaben bei der Bekämpfung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung. Der internationale Informationsaustausch ist ein wesentlicher Schlüssel für die Bekämpfung der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung und damit auch für die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität insgesamt. Der grenzüberschreitenden Vernetzung der Täter müssen wir die Kooperation der FIU, der Aufsichts- und Strafverfolgungsbehörden entgegensetzen.“
Bei dem weltweiten Geldwäschevolumen von geschätzten zwei bis fünf Prozent des Welt-Bruttoinlandsprodukts steht die EGMONT Gruppe bei der Bekämpfung der Geldwäsche vor einer gewaltigen Herausforderung. Gleiches gilt für die Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung. Jeder Staat ist verpflichtet, eine Financial Intelligence Unit einzurichten. Die FIUs sind Empfänger von Meldungen, zu denen die Privatwirtschaft verpflichtet ist. Die FIU Deutschland wurde 2002 gegründet, ist im BKA angesiedelt und hat im Jahr 2014 fast 25.000 (2013: rund 19.000) Verdachtsmeldungen erhalten.
BKA-Präsident Holger Münch: „Wo immer kriminelle Gewinne durch Straftäter erzielt werden, spielt die Geldwäsche eine entscheidende Rolle. Illegale Vermögenswerte werden in den legalen Wirtschaftskreislauf eingeschleust und stehen den Straftätern als scheinbar legales Kapital zur Verfügung. Dabei sind die Geldwäschehandlungen aufgrund der Vielfalt von Zahlungs- und Anlagemodalitäten äußerst komplex und machen auch nicht an Staatsgrenzen Halt. Der Informationszugang über die EGMONT Gruppe ist für das BKA daher unerlässlich, will man der internationalen Dimension der Geldwäsche wirksam entgegentreten.“

Gefährdungslage unverändert hoch

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière erklärte zu den Anschlägen in Kopenhagen: „Die Ereignisse in Kopenhagen haben uns erschüttert. Mit großer Trauer habe ich von Toten und Verletzten Kenntnis genommen, die Opfer dieses feigen Anschlags geworden sind. Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Opfer. Ich verurteile diese Anschläge, die sich nach allem was wir bisher wissen gegen die Werte unserer Gesellschaft und gegen unsere Grundüberzeugung wie Meinungs- und Pressefreiheit gerichtet haben, zutiefst. Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt als Wertegemeinschaft zusammenstehen. Bei der Bewältigung der erschreckenden Ereignisse des gestrigen Tages stehen wir in einem engen Austausch mit unseren Freunden in Dänemark. Die Gefährdungslage in Deutschland ist unverändert hoch. Die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern gehen dabei jedem Hinweis und jeder Information die sie erreicht mit größter Sorgfalt nach. Sofern Maßnahmen erforderlich sind, werden diese ergriffen. Dadurch machen wir deutlich: Deutschland ist eine wehrhafte Demokratie die Ihre Gegner mit allen zur Verfügung stehenden rechtstaatlichen Mitteln bekämpft.“

Tarifabschluss in Hamburg

Nach monatelangen und schwierigen Tarifverhandlungen einigten sich heute die Tarifkommissionen der Gewerkschaft ver.di und der Arbeitgebervertreter des BDSW auf einen neuen Lohntarifvertrag für die rund 7.000 Beschäftigten der Hamburger Sicherheitsbranche. Er sieht Lohnerhöhungen von bis zu knapp 12 Prozent innerhalb eines Jahres vor. „Wir sind froh, nach harten Verhandlungen und dem chaotischen Streik auf dem Hamburger Flughafen am Montag, heute doch zu einem Ergebnis gekommen zu sein“, so der Landesgruppenvorsitzende, Jens Müller, nach der Einigung. „Wir sind bis an die Grenze dessen gegangen, was wir unseren Mitgliedern und vor allem deren Kunden glauben zumuten zu können“, so Müller. Die Tarifparteien einigten sich auf einen Tarifvertrag mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2016, mit zwei Erhöhungsstufen. Die Beschäftigten in der untersten Lohngruppe erhalten innerhalb von zwölf Monaten Lohnerhöhungen von 11,8 Prozent – von 8,05 Euro auf 9,00 Euro am 1. Januar 2016. Mit den Erhöhungen zum 01.04.2015 und 01.01.2016 steigen auch die Stundenlöhne der Beschäftigten am Flughafen nochmals an. Die Fluggastkontrolleure erhalten knapp 10,71 Prozent Gehaltssteigerungen, vom derzeitigen Stundengrundlohn von 14,00 Euro, auf zunächst 15,00 Euro und zum 01.01.2016 dann auf 15,50 Euro pro Stunde. Die Personen- und Warenkontrolleure erhalten mit 12,17 Prozent die höchste Lohnsteigerung. Hier werden derzeit 10,93 Euro pro Stunde gezahlt. Zum 01.04.2015 steigen die Stundengrundlöhne zunächst auf 11,31 Euro und zum 01.01.2016 auf 12,26 Euro.