Für Hauseigentümer 30-Millionen-Zuschuss für Einbruchssicherung

Der Bund will den Schutz gegen Einbrüche in Häuser und Wohnungen stärker fördern. Dafür hat der Haushaltsausschuss nun für das laufende und die beiden nächsten Jahre jeweils zehn Millionen Euro bereitgestellt. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat Zuschüsse von insgesamt 30 Millionen Euro für einen besseren Schutz von Häusern und Wohnungen gegen Einbrecher beschlossen. Für 2015 und die beiden kommenden Jahren werden jeweils 10 Millionen Euro finanzielle Hilfen für den Einbruchschutz bereit gestellt, wie der zuständige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion, Steffen-Claudio Lemme, am Donnerstag in Berlin mitteilte. Künftig kann der Einbau von Alarmanlagen, sicheren Türen und Fenstern oder Gittern von der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)separat gefördert werden. Bislang war dies nur im Rahmen von energetischen Sanierungen oder altersgerechten Umbauten möglich.Künfig werden demnach 20 Prozent der Investition vom Staat beschuschusst – bismzu einer Höhe von maximal 1.500 Euro pro Auftrag. Das Mindestvolumen der Investition liegt bei 500 Euro. Die Förderung der Materialkosten kann zusätzlich zur steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen in Anspruch genommen werden. Die Fördervoraussetzungen und die konkrete Förderhöhe für die einzelne Maßnahme müssen laut „Welt“ in den nächsten Monaten noch konkretisiert werden. Dafür ist das Bundesbauministerium zuständig. Das Programm soll demnach im Herbst abrufbar sein. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU), sagte der „Bild“-Zeitung, die Politik habe auf die „rapide steigenden Einbrüche“ in Wohnungen und Häuser reagieren müssen. „Wir wissen, dass die Täter sehr oft von ihren Taten absehen, wenn sie nicht rasch in die Wohnungen und Häuser eindringen können“, betonte Kauder. Daher werde der passive Einbruchsschutz künftig finanziell gefördert. Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. 2014 stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche laut Polizeistatistik wieder um 1,8 Prozent auf mehr als 152.000 Fälle.

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Wirtschaftsschutz in Deutschland gestärkt

BfV und BDSW wollen künftig gemeinsam einen stärkeren Beitrag zum Know-how-Schutz in den Unternehmen leisten. Deshalb unterzeichnen beide Seiten heute im Rahmen der Jahresmitgliederversammlung des BDSW in München die Erklärung „Gemeinsam Handeln – Wirtschaftsschutz in Deutschland stärken“.
Gerade kleine und mittelständische Unternehmen verfügen oftmals nicht über die nötigen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor Wirtschaftsspionage. Deshalb wollen wir die Zusammenarbeit mit dem seit 2013 im BDSW eingerichteten Arbeitskreis Wirtschaftsschutz verstärken. Gemeinsam wollen wir zielgruppengerechte Sensibilisierungs- und Informationsangebote entwickeln und durch gemeinsame öffentlichkeitswirksame Aktivitäten begleiten.
Ziel ist es, die Präsenz des Bundesamtes für Verfassungsschutz als zentralen Partner der Unternehmen für Wirtschafts- und Know-how-Schutz weiter zu aktivieren und als vertrauensvollen Kontaktpartner gegenüber den Mitgliedern des BDSW zu etablieren. Die Kooperation ist auch ein Beitrag zur Entwicklung der „Nationalen Wirtschaftsschutzstrategie 2015 – Vertrauen, Information, Prävention“.
Der Präsident des BfV, Dr. Hans-Georg Maaßen erklärt: „Sicherheit ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung und erfordert Zusammenarbeit. Staat und Wirtschaft sind Teamplayer beim Schutz des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif, sie muss täglich neu erarbeitet werden. Kommunikation und Kooperation sind die Schlüsselbegriffe für einen erfolgreichen Schutz gegen Wirtschaftsspionage und Konkurrenzausspähung. Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft bietet hierfür mit seinen über 900 deutschen Mitgliedsunternehmen eine gute Kooperationsbasis.“ Der Präsident des BDSW, Staatssekretär a. D. Gregor Lehnert unterstreicht: „Spionagetätigkeiten und Konkurrenzausspähung sind besonders für tausende von kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland ein Problem und verursachen Schäden in immenser Höher. Eine Vielzahl dieser Unternehmen betreuen wir in der täglichen Sicherheitsdienstleistung. Wir sind in der Lage an den relevanten Stellen zu sensibilisieren und die betreuten Unternehmen von der Notwendigkeit der Präventivmaßnahmen zu überzeugen und damit die umfassende Kompetenz des BfV in Anspruch zu nehmen. Denn die Grundlagen für die Kompetenz in unseren Unternehmen kann nur das Bundesamt für Verfassungsschutz schaffen.“
Weitere Infos unter: http://www.verfassungsschutz.de/Wirtschaftsschutz oder http://www.bdsw.de

Vier Filme mit Brandschutz-Tipps für Betriebe

Was sind die typischen Brandgefahren in Industrie- und Gewerbebetrieben? Regelmäßig entsteht in Beratungssituationen bei Gewerbe- und Industrierisiken die Notwendigkeit, komplexe brandschutztechnische Sachverhalte zu erklären. Vier Filme, produziert von GDV und VdS, klären jetzt auf. Sie visualisieren typische Brandgefahren rund um das Thema Brandschutz in Industrie- und Gewerbebetrieben. Die Filme können somit als grundlegendes Hilfsmittel bei der Beratung durch Versicherungsunternehmen, für die Schulung von Mitarbeitern oder als Lehrmittel in der Brandschutz-Ausbildung eingesetzt werden. Sie decken folgende Themenbereiche ab:

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Film 1: Brennbare Anlagerungen an Gebäuden
Film 2: Brandlasten in Produktions- und Lagerbereichen
Film 3: Brandgefahren an Maschinen
Film 4: Elektrische Anlagen

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„Die Filme veranschaulichen die teils komplexen Sachverhalte des Brandschutzes“, erklärt Alexander Küsel, Leiter Schadenverhütung, Sachversicherung im GDV. „Sie beantworten unter anderem übliche Fragestellungen bei Risikobesichtigungen durch den Feuerversicherer und erläutern die Auswirkungen von Bränden und geeignete Maßnahmen zur Schadenverhütung“. Die DVD mit einer Gesamtlaufzeit von über 30 Minuten ist in deutscher sowie englischer Sprache für 29,90 € netto zzgl. Versand unter http://www.vds.de/bsfilme erhältlich.

BSD-Fachpartner-Tagungen

Bereits seit deutlich mehr als 10 Jahren finden diese Kollegen-Treffen zweimal im Jahr statt. Die Veranstaltung wird von den Teilnehmern liebevoll „Hohenroda“ genannt, weil sie in der Regel in dem kleinen hessischen Örtchen dieses Namens stattfindet. Vom 16.-18.04.2015 fanden sich 18 BSD-Mitglieder zu ihrem Frühjahrs-Meeting zusammen. Wie immer standen auf dem Programm hochkarätige Referate namhafter Hersteller zu Themen der Mechatronik. Darüber hinaus ist diese Veranstaltung aber auch dadurch gekennzeichnet, dass sie Platz für praktische Übungen im Rahmen von Workshops bietet. So können die in den Referaten theoretisch vermittelten Aussagen sofort überprüft werden. Nicht zu kurz kommt auch die Aussprache und Diskussion der Teilnehmer zu aktuellen Themen.

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Dies ist immer ein fester Bestandteil der Fachpartner-Tagungen. Diese Gespräche finden selbstverständlich stets ohne Anwesenheit von Repräsentanten der Industrie und ausschließlich im Kreis der anwesenden Sicherheitsfachhändler statt. Letztlich bietet Hohenroda aber auch viel Raum für zwischenmenschliche Gespräche unter Kollegen in ungezwungener Atmosphäre. Industrieseitig wurden auf der Tagung vier interessante Herstellerreferate gehalten. Prinzipiell steht die Hohenroda-Veranstaltung nur BSD-Mitgliedern offen. Es gibt aber durchaus die Möglichkeit, dass auch Nicht-Mitgliedsbetriebe einmal zum „Schnuppern“ kommen können. Die Herbst-Tagung findet am 15.-17.10. 2015 in Hohenrode statt. Anfragen unter: info@bsd-ev.de