Vernetzung der betrieblichen Sicherheit

Unternehmer sind heutzutage vielfältigen betrieblichen Haftungsrisiken ausgesetzt. Um diese zu beherrschen, eignet sich das Betriebssicherheitsmanagement (BSM). Es ist ein Instrument, mit dem Risiken identifiziert und Maßnahmen interdisziplinär abgeleitet und somit Haftungsrisiken vermindert werden können. Die neue Richtlinie VDI 4055 wendet sich an Unternehmer, die ein BSM in ihren Unternehmen etablieren wollen. Die in der Richtlinie beschriebenen Anforderungen sollen es Unternehmern ermöglichen, die Bestandteile der betrieblichen Sicherheit in geeigneter Weise zu identifizieren und systematisch zu beherrschen.
Unternehmen nutzen eine Vielzahl von Managementsystemen. Zum Einen, um die unmittelbaren Kundenanforderungen durch beispielsweise Qualitätsmanagementsysteme (QMS), Arbeitsschutzmanagementsysteme (AMS) oder Umweltschutzmanagementsysteme (UMS) zu erfüllen. Zum Anderen, um sich Wettbewerbsvorteile zu sichern. Auch wenn diese Managementsysteme vielfach gemeinsam auditiert werden können (ISO 19011), sind sie in der Praxis häufig parallele und nicht optimal verzahnte Systeme, die teilweise auch durch unterschiedliche Beauftragte gepflegt werden. Das Betriebssicherheitsmanagement (BSM) möchte genau diese interdisziplinäre Verzahnung zur Nutzung von Synergien und zum Lösen von möglichen Konflikten mit Blick auf einzelne Risikogruppen im Unternehmen erreichen.
Das BSM ersetzt keine vorhandenen Managementsysteme, sondern es ist ein operatives Instrument, das u.a. zur Bündelung und prozessorientierten Vernetzung von Managementsystemen genutzt werden kann, um die Effizienz zu steigern. Ein Unternehmen und dessen betriebliche Sicherheit werden dabei systemisch vernetzt und in einem ganzheitlichen Prozess betrachtet. Herausgeber der Richtlinie VDI 4055 „Betriebssicherheitsmanagement“ ist die VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (GEU). Die Richtlinie ist ab sofort als Entwurf beim Beuth Verlag in Berlin erhältlich. Einsprüche sind bis zum 30. April 2016 unter http://www.vdi.de/einspruchsportal möglich.

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VdS-BrandSchutzTage

Die VdS-BrandSchutzTage brachten am 2. und 3. Dezember über 2.000 Experten in die Koelnmesse – 25 % als im Vorjahr. Wie gewohnt kombinierte der Branchentreff gleich mehrere Highlights: Sechs VdS-Fachtagungen („Brandmeldeanlagen“, „Feuerlöschanlagen“, „Rauch- und Wärmeabzugsanlagen“, „Brandschutz im Bestand“, „Städtische Sonderbauten“ und die 38. Fortbildung für Brandschutzbeauftragte), die einzige Brandschutzmesse des Rheinlandes und ein Wissenschafts- sowie ein Ausstellerforum mit 20 Vorträgen. Eröffnet wurde die größte Veranstaltung von Europas Nr.1-Institut für Brandschutz durch den Kölner Bürgermeister Hans-Werner Bartsch (CDU).

VdS Brandschutztage

VdS Brandschutztage: Ausbildung zum Brandschutzhelfer inklusive Löschübung

„Es freut uns sehr, dass wir so vielen Fachleuten aus Praxis, Behörden und Wissenschaft wieder vielfältige Neuigkeiten, Anregungen und Austauschmöglichkeiten bieten konnten“, betont Ingeborg Schlosser, Leiterin des VdS-Bildungszentrums und Organisatorin der BrandSchutzTage. „Gerade die hohe Zahl an Stammgästen belegt, dass sich unsere Großveranstaltung in Rekordzeit zu einem festen Termin im Branchenkalender entwickelt hat. Gut angenommen wurden auch Neuerungen wie das Symposium `Städtische Sonderbauten´ mit zahlreichen Tipps zum optimalen Managen von Großprojekten. Die Aussteller lobten vor allem die besondere Qualität der Messekontakte, die Messebesucher neben der Vielzahl der präsentierten Innovationen u.a. die interessanten Angebote der Foren, z.B. den hochaktuellen Vortrag `Brandschutz in Behelfsunterkünften´ von Kreisbrandmeister Alexander Widmaier.“

Tür öffnen per Fingerabdruck

Fingerabdrücke werden durch die so genannten Papillarleisten an unseren Fingerkuppen gebildet. Diese charakteristischen Hautrillen sind für jeden Menschen und sogar für jeden einzelnen Finger einmalig. Somit eignen sie sich auch zum Betätigen von Sicherungstechniken. Natürlich stellt sich für jeden Nutzer die Frage nach der Sicherheit und Zuverlässigkeit solcher Systeme. Deswegen hat VdS in engem Austausch mit Forschern und Herstellern Richtlinien für eine sichere Gestaltung biometrischer Erkennungsverfahren entwickelt (VdS 3112). Als weltweit erstes per Fingerabdruck zu betätigendes Schließsystem hat jetzt eine Neuentwicklung der BKS GmbH aus Velbert, ein Unternehmen der Gruppe Gretsch-Unitas, die VdS-Anerkennung erhalten.
„Es ist ein gutes Gefühl, unsere Kunden auch bei der Prüfung innovativer Techniken schnell und wirkungsvoll unterstützen zu können“, betont Günter Grundmann, Leiter der Einbruchschutz-Laboratorien bei VdS. „Das neu anerkannte `GU-Secury Automatic´ erfüllt in puncto Funktionssicherheit und Zuverlässigkeit alle bewährten VdS-Anforderungen für Schließsysteme. Auch Fingerabdruck-Fälschungen oder widrige Umweltbedingungen wie Kälte oder Feuchte sind kein Problem.“

VdS_Fingerabdruck

VdS-Prüfungen zur Sicherstellung der zuverlässigen Funktion

Harald Gilleßen, Produktmanager bei BKS, betont: „Durch die am Markt einzigartige Kombination von Mehrfachverriegelung, Datenübertragung und Ansteuerung der Tür durch Fingerscanner oder Codetastatur setzt das GU-Haustürkonzept Maßstäbe für mehr Sicherheit und Komfort. Die umfassenden VdS-Prüfungen haben bewiesen, dass unser `GU-Secury Automatic access controlled´ optimale Widerstandsfähigkeit gegenüber sämtlichen Einbrecher-Methoden bietet. Wir freuen uns sehr, die Sicherheit und Zuverlässigkeit unserer Neuentwicklung jetzt mit dem VdS-Qualitätssiegel eindeutig belegen zu können.“
Die VdS-Richtlinien 3112 mit zahlreichen Informationen zur sicheren Gestaltung biometrischer Schutztechniken finden Sie auf http://www.vds.de – einfach im Suchfeld „3112“ eingeben und dann auf „Publikationen“ klicken.