Statement des BDSW-Präsidenten

Im Rahmen der Klausurtagung der Innenpolitiker der SPD- und CDU/CSU-Fraktionen appellierte der Präsident des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW) Gregor Lehnert an die Politik, die rechtlichen Grundlagen für die Branche zu überarbeiten. Die Branche hat sich von den Wach- und Schließgesellschaften zu Allround-Sicherheitsdienstleistern entwickelt. Diese tragen mit den vielfältigen wahrgenommenen Aufgaben effektiv zur Gefahrenabwehr in Deutschland bei: Luftsicherheit, Kerntechnischen Anlagen, Bundeswehr, Werkschutz in kritischen Infrastrukturen, Kommunen etc. Deshalb kann das Gewerberecht nicht die geeignete rechtliche Grundlage für die Arbeit der privaten Sicherheitsdienste in Deutschland sein. Diese Forderung besteht seit Jahren. „Die aktuellen Ereignisse in Paris und auch das abgesagte Länderspiel in Hannover machen deutlich, dass eine dringende Überarbeitung der bisherigen sicherheitspolitischen Konzeption notwendig ist“ so Lehnert.

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SicherheitsExpo 2016

Die nächste SicherheitsExpo mit Tür+Tor sowie Brandschutz-Fachtagung wird vom 6. bis 7. Juli 2016 in München stattfinden. Rund 140 Aussteller präsentieren ihre hochaktuellen Angebote aus den Bereichen Gebäudesicherheit, Brandschutz, Kommunikationsschutz und Datenschutz. Auf der wichtigsten Sicherheitsmesse Süddeutschlands werden laut Veranstalter folgende Messeschwerpunkte geboten: Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, Brandschutz, Freilandsicherung, Leitstellen und Mobilfunk, NFC, RFID, Biometrie und Identity-Management. Parallel zur Messe werden folgende Fachtagungen stattfinden: Die 9. Tür+Tor-Fachtagung „Sicherheitstechnik für kraftbetätigte Türen und Tore sowie Feuerschutzabschlüsse“, die 6. Brandschutz-Fachtagung. Weitere Informationen sind auf http://www.SicherheitsExpo.de zu finden.

Polizei durch Sicherheitsdienste entlasten

Minuten versucht ein Einbrecher in Deutschland, in eine Wohnung oder ein Haus einzudringen. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Delikte deutlich angestiegen. Die Kommunen fordern nun einen stärkeren Polizeieinsatz. „Die wahrscheinlich mehr als 150.000 Einbruchsdelikte in diesem Jahr verunsichern die Menschen und machen ihnen Angst“, sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, der Berliner Morgenpost. In von Einbrüchen besonders betroffenen Gebieten sollten die Sichtbarkeit der Polizei erhöht und mehr Ermittler eingesetzt werden. „Mithilfe privater Sicherheitsdienste müssen wir die Polizei von bürokratischen Aufgaben, wie zum Beispiel der Überwachung von Schwertransporten, der Kontrolle von Geschwindigkeitsüberschreitungen und Maßnahmen im ruhenden Verkehr entlasten, damit sie effektiver auch gegen Einbruchsdelikte eingesetzt werden kann.“

Sicherheit ist gefragt

Deutschlandweit sind 18.352 Arbeitsstellen in der Sicherheitswirtschaft zu besetzen – 75 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Die Nachfrage an Sicherheitspersonal ist innerhalb der letzten 12 Monate extrem gestiegen, darauf wies der Hauptgeschäftsführer des BDSW Bundesverband der Sicherheitswirtschaft, Dr. Harald Olschok, hin. Dies gehe aus den Arbeitsmarktzahlen 2015 der Bundesagentur für Arbeit hervor, die heute deren Präsident, Frank Weise, in Nürnberg vorgestellt hat. Die hohe Nachfrage an Arbeitskräften im Bereich der „Schutz-, Sicherheits- und Überwachungsberufe“ resultiert vor allem aus den Tätigkeiten im Umfeld von Flüchtlingsunterkünften. Bei einer Gesamtbeschäftigtenzahl von bundesweit rund 215.000, machen die 18.352 gemeldeten freien Arbeitsstellen, rund 8,5 Prozent der Arbeitsplätze in der Sicherheitswirtschaft aus.