Sprachalarmanlagen normenkonform planen und errichten

Im Not- oder Brandfall zählt jede Sekunde. Durch klare Verhaltensanweisungen dienen moderne Sprachalarmanlagen (SAA) der schnellstmöglichen Evakuierung der betroffenen Räume.
Menschenleben können jedoch nur gerettet werden, wenn die Planung, Projektierung und Installation der SAA durch Fachfirmen unter Beachtung und auf Basis der relevanten Normen erfolgt. Da lt. DIN VDE 0833-4 „Festlegungen für Anlagen zur Sprachalarmierung im Brandfall“ eine Sprachalarmanlage durch eine Brandmeldeanlage (BMA) angesteuert werden muss, ist neben der DIN VDE 0833-4 auch die DIN 14675 zu beachten und verbindlich einzuhalten.
Hilfestellung für Planer und Errichter bieten die Checklisten und Arbeitspapiere des BHE-Fachausschusses für Sprachalarmierungssysteme (FA-SAS). In den letzten Monaten wurden verschiedene neue Papiere erstellt sowie bestehende Dokumente überarbeitet und an die aktuelle Version der DIN VDE 0833-4 angepasst:
In aktualisierter Form stehen nun u.a. das Inbetriebsetzungsprotokoll, die Prüfliste zur Instandhaltung und die Übersicht „Hinweise und Pflichten für Betreiber einer SAA“ zur Verfügung.
Neu hinzugekommen sind u.a. ein Übergabe- und Abnahmeprotokoll sowie Vorlagen, bspw. zur Bestätigung der „Begehung“ durch den Betreiber. Auch das Formular „Anforderungen für Sprachalarmierungsanlagen“ wurde neu erarbeitet und bietet Unterstützung in der Konzept- und Planungsphase.

Werbeanzeigen

VDE vollzieht Umbau an der Spitze

Seit Gründung des VDE 1893 rückt erstmals mit Dr. Beate Mand eine Frau in den Vorstand des Technologieverbandes VDE auf. Neben Ansgar Hinz, der zum 14. April 2016 Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer (CEO) wird, tritt die jetzige Justiziarin und Personalchefin des VDE als weiteres Mitglied ab dem 1. April 2016 in den Vorstand ein und zeichnet künftig als Chief Operating Officer (COO) u.a. für die Bereiche Finanzen, Personal und Recht verantwortlich. Die studierte und promovierte Juristin ist seit 2001 im VDE Leiterin Personal und Recht sowie Mitglied der Geschäftsleitung. Zuvor leitete sie neun Jahre die Abteilung Personal und Recht bei der RWE Umwelt AG.

Dr. Beate Mand_VDE
Mit dem altersbedingten Ausscheiden des jetzigen Vorstandsvorsitzenden, Dr. Hans Heinz Zimmer, ordnet das VDE-Präsidium die Vorstandsebene neu. Künftig werden drei Vorstände – der neue CEO und Vorstandsvorsitzende Ansgar Hinz, der Chief Technology Officer (CTO) und der COO – den Verband mit 1.200 Mitarbeitern weltweit leiten. Die Position des CTO, der die Verantwortung für den technisch-wissenschaftlichen Bereich des VDE trägt, ist derzeit noch offen. Dr. Hans Heinz Zimmer scheidet zum 31.7.2016 aus.

Risiko „NGN“ – Lösungen für die Alarmübertragung

Die Einführung des „Next-Generation-Network“ (NGN) hat dramatische Auswirkungen auf die etablierten Techniken der Übertragung von Gefahrenmeldungen. Denn die bestehenden Analog- und ISDN-Übertragungsgeräte können dann bspw. nicht mehr für Brandmeldungen an die Feuerwehr, Einbruchmeldungen an Polizei und/oder Wach- und Sicherheitsunternehmen oder Störungsmeldungen an den Instandhalter genutzt werden. Errichter, Hersteller und Betreiber müssen sich daher umgehend auf diese Änderungen einstellen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

BHE - Notruf- u. Serviceleitstelle
Im Zuge dieser Umstrukturierung werden bisher getrennte Dienste wie Telefonie, Datendienste und Standleitungen nach und nach in das IP-gestützte Netz überführt. Die bisherigen Dienste werden in den nächsten Jahren „abgekündigt“ (d. h. das Angebot und der Service wird zurückgefahren) und nach einer Übergangszeit komplett eingestellt. Durch die Zusammenführung der bislang getrennten Infrastrukturen müssen die Netzbetreiber nur noch den Betrieb, die Ressourcenbereitstellung und den Support für ein gemeinsames IP-Netz sicherstellen.
Der BHE-Fachausschuss für Übertragungs- und Netzwerktechnik (FA-ÜNT) hat sich mit dieser Thematik ausführlich beschäftigt und unter http://www.bhe.de/uebertragungs-und-netzwerktechnik alle relevanten Informationen zusammengestellt. Das Papier „Einführung des NGN bringt drastische Veränderungen für die Alarmübertragung“ fasst z.B. die geplanten Veränderungen und angekündigten Übergangsfristen zusammen und stellt mögliche Lösungsszenarien für die betroffenen Marktteilnehmer dar.

8. Luftsicherheitstage: Anforderungen und Bedrohungen in der Luftsicherheit

Der Fachverband Aviation begrüßte am 17. Und 18. Februar, gemeinsam mit der Bundespolizei, rund 300 Experten zu den 8. Luftsicherheitstagen in Potsdam. Im Fokus der Konferenz standen Fachvorträge zum Thema „Sicherheit-Kosten-Service“.

Bild Romann

Bundespolizeipräsident Dr. Dieter Romann

Bundespolizeipräsident Dr. Dieter Romann eröffnete mit BDSW Präsident Gregor Lehnert und dem Vorsitzenden des Fachverbandes Aviation, Wolfgang Waschulewski, die Konferenz.

Bild Lehnert

DBSW Präsident Gregor Lehnert

Bild WW

Wolfgang Waschulewski, Vorsitzender des Fachverbandes Aviation

Romann fordertet in Richtung Politik, die Bundespolizei soweit von vollzugsfremden Aufgaben zu entlasten, dass sicherheitsrelevante Aufgaben, wie an den Flughäfen, im Fokus der polizeilichen Arbeit stehen können. Die gute Zusammenarbeit mit der privaten Sicherheit, da waren sich Romann und Lehnert einig, müsse beibehalten und fokussiert weiterentwickelt werden.
Mit einem Aufruf, vor allem in Richtung der Gewerkschaft ver.di, mahnte der Vorsitzende des Fachverbandes Aviation, Wolfgang Waschulewski, die tarifliche Weiterentwicklung und damit Zusammenarbeit in der Luftsicherheit effektiv und maßvoll weiter zu betreiben. Eine Sozialpartnerschaft zwischen den Tarifvertragsparteien sei notwendig um eine qualitativ hochwertige Dienstleistung durch die Beschäftigte gewährleisten zu können. Dem pflichtete Ute Kittel, Vorstandsmitglied des FB 13, ver.di Bundesvorstand, im Nachgang bei. Auch Sie hofft auf effektive Zusammenarbeit – auch außerhalb der Tarifstreitigkeiten.

Bild Mayer

Stephan Mayer, Innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion

Gastredner Stephan Mayer, Innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag machte in seiner Rede deutlich dass die Forderung des BDSW nach strengeren Reglementierungen für die gesamte Sicherheitsbranche notwendig und sinnvoll ist. Besonders in den sensiblen Branchenbereichen sind die gesetzlichen Vorgaben zu wenig.
Im Verlauf der beiden Konferenztage beleuchteten Experten in Fachvorträgen die aktuellen Geschehnisse und Herausforderungen in der Luftsicherheit. Besonders die Anforderungen an die Beschäftigten und technische Entwicklungen standen im Fokus der Beiträg

Jede Zweite ist schnell geknackt

Jede zweite Türsicherung im Test ist schnell geknackt. Ob Quer- oder Vertikalriegel, Kastenzusatzschlösser oder Bandsicherungen: 9 von 15 Türsicherungen sind „mangelhaft“, in jeder Kategorie mindestens eine. Die Sicherungen kosten zwischen 20 und 695 Euro. Zu diesem Ergebnis kam die Stiftung Warentest in der Februar-Ausgabe ihrer Zeitschrift test, die geprüft hat, wie gut die Riegel und Schlösser Einbruchversuchen trotzen. Um Einbruchsversuche erfolglos zu machen, bietet der Handel verschiedenartige nachrüstbare Türsicherungen. Querriegelschlösser, die eine Tür über die gesamte Breite absperren, Stangenschlösser zum Verriegeln von oben nach unten, Kastenzusatzschlösser als Zusatzriegel für die Schlossseite der Tür und Bandsicherungen, die das Aufhebeln auf der Scharnierseite verhindern sollen.

Türsicherung_2_gross

Die Ergebnisse sind alarmierend. Von den Kastenschlössern ist keins zu empfehlen, bei den anderen Sicherungen gibt es jeweils mindestens ein „mangelhaftes“ Produkt. „Gute“ und „sehr gute“ Ergebnisse gibt es aber auch. Ein Querriegel reicht meist, um eine solide Tür nachträglich zu sichern. Empfehlenswert sind ein „sehr guter“ und zwei „gute“ Querriegel zu Preisen zwischen 200 und 695 Euro. Funktioniert ein Querriegel nicht, etwa bei Altbautüren, empfiehlt sich ein „gutes“ Stangenschloss für 595 Euro. Dann ist zusätzlich eine „sehr gute“ Bandsicherung zu Preisen von 78 bzw. 40 Euro sinnvoll. Die Stiftung Warentest rät, den Einbau von Fachleuten durchführen zu lassen. Der ausführliche Test Türsicherungen ist in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test nachzulesen und unter http://www.test.de/tuersicherungen abrufbar.

Private Sicherheit auf hoher See

Das Internationale Schifffahrtsbüro (International Maritime Bureau, IMB) hat darauf hingewiesen, dass aus dem Seegebiet rund um das Horn von Afrika im vergangenen Jahr keine Aktivitäten somalischer Seeräuber gemeldet worden sind. Als Grund nennt das IMB, den Einsatz der internationalen Marinestreitkräfte und den verbesserten Schutz von Handelsschiffen auch in Zusammenarbeit mit privaten Sicherheitsdiensten. In den vergangenen Jahren fielen regelmäßig Schiffe kriminellen Banden zum Opfer – 2012 waren es beispielsweise 75, im Jahr 2013 stieg die Zahl der Übergriffe sogar auf 237.
„Dass die Aktivität der sogenannten Piraten nun so drastisch gesunken ist, zeigt einmal mehr, dass private Sicherheitsdienste einen wirksamen Präventionsbeitrag leisten und vor den unterschiedlichsten Kriminalitätsformen schützen können, wenn die Rahmenbedingungen stimmen“, so der Hauptgeschäftsführer des BDSW, Dr. Harald Olschok. Am 24. April 2013 hat das Bundeskabinett zwei Verordnungen beschlossen, die die Zulassung von bewaffneten privaten Sicherheitsdiensten zur Abwehr von Piraten auf deutschflaggigen Seeschiffen regeln.

Verfassungsschutz Hessen sensibilisiert Sicherheitspersonal

Auf Einladung des Bundesverbands der Sicherheitswirtschaft (BDSW) informierte das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) Hessen und die hessische Polizei in Bad Homburg vor der Höhe am 9. Februar 2016 Führungskräfte von Sicherheitsfirmen über extremistische Erscheinungsformen. Im Rahmen einer Fortbildung werden die Führungskräfte über Islamismus, Salafismus und Rechtsextremismus geschult. Der Präsident des LfV Hessen, Herr Robert Schäfer, betonte die Bedeutung präventiver Sensibilisierungsmaßnahmen: „Die heutige Fortbildung für Führungskräfte von Sicherheitsdienstleistern repräsentiert ein wichtiges Element der Präventionsarbeit der hessischen Sicherheitsbehörden und wird dazu beitragen, dass in sensiblen Bereichen Extremismus frühzeitig erkannt und vor Ort entgegengewirkt werden kann.“
Experten des LfV Hessen vermitteln den Sicherheitsdienstleistern Fachinformationen über salafistische und rechtsextremistische Bestrebungen.
Der Vizepräsident des BDSW, Peter Bachus, unterstrich die Bedeutung des vermittelten Wissens für die Tätigkeiten der privaten Sicherheitsdienste: „Für unsere Beschäftigten ist es unabdingbar möglichst frühzeitig feststellen zu können, ob sie im Rahmen ihrer Tätigkeit auf extremistische Personen treffen. Die Schulung durch das LfV Hessen hilft den Führungskräften die eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den relevanten Stellen zu sensibilisieren und möglicherweise notwendige Maßnahmen in die Wege zu leiten.“
Die Veranstaltungsteilnehmer werden durch die Lehrinhalte in die Lage versetzt, Ausprägungen und ideologische Wurzeln sowie das Gefahrenpotenzial extremistischer Phänomenbereiche frühzeitig zu erkennen. Präsident Schäfer: „Das LfV steht vielfältigen Bedarfsträgern wie Kommunen, sozialen Einrichtungen und Sicherheitsdienstleistern als Berater und Präventionspartner zur Seite. Wir sind dem BDSW sehr dankbar, dass wir unter seinem Dach Multiplikatoren in den Sicherheitsfirmen für extremistische Gefahren sensibilisieren können.“
Das LfV Hessen bietet zu einer Vielzahl seiner Aufgabenbereiche Vorträge und Beratungen an.
Infos unter: http://www.lfv.hessen.de/prävention.