Erste VdS-Anerkennung für Löschanlagen-Errichter außerhalb Europas

Selbst die besten Sicherheitsanlagen können niemanden schützen, wenn bei Planung, Einbau oder Instandhaltung Fehler gemacht werden. Der Schutz von Menschenleben und oft selbst die Zukunft ganzer Standorte hängen nicht allein vom Einsatz zertifizierter Technik, sondern auch vom Können der Errichter vor Ort ab. Deshalb zertifiziert VdS, Europas Nr.1-Institut für Brandschutz, auch Errichterfirmen für alle relevanten Gewerke der Sicherheitstechnik.

Jetzt wurde die erste Anerkennung an einen Dienstleister außerhalb Europas, an die ägyptische „Deutschland Technology Co.“ mit Sitz in Kairo, verliehen. Grund der Namensgebung ist nicht etwa eine deutsche Herkunft des Unternehmens, sondern die Tatsache, dass deutsche Technikkompetenz auch in Ägypten und im gesamten Mittleren Osten sehr hoch angesehen ist. Deutschland Technology ist mit rund 410 Mitarbeitern einer der führenden Dienstleister für die Planung und Installation von Wassernebelsystemen in der Region. Das Unternehmen schützt u.a. das ägyptische Parlament, das ägyptische Nationalarchiv und die große Moschee in Mekka.

Mohamed H. Sorour, Eigentümer und Geschäftsführer des Marktführers im Mittleren Osten, betont: „Deutschland Technology Co. ist der einzige VdS-anerkannte Löschanlagen-Errichter im Mittleren Osten. Wir freuen uns, die besondere Zuverlässigkeit unserer Leistungen jetzt auch mit diesem weltweit begehrten Qualitätssiegel klar belegen zu können. Gratulation an all unsere Mitarbeiter, deren Können die Anerkennung ermöglicht hat!“

Stefan Kratzmeir, Leiter Marktentwicklung International bei VdS, erklärt: „Die weltweit steigende Nachfrage nach VdS-anerkannten Dienstleistungen ist eine klare Bestätigung der VdS-Qualitätsphilosophie – und ebenso ein starker Beleg für die hervorragenden Leistungen VdS-anerkannter Errichter.“

Darstellung der Tätigkeiten der VDS Schadensverhütung, Köln

Darstellung der Tätigkeiten der VDS Schadensverhütung, Köln

Umfassende Prüfungen des Unternehmens sowie seiner Leistungen auf den Baustellen direkt vor Ort stellen sicher, dass Betreiber, Versicherer und Behörden sich auf VdS-anerkannte Experten verlassen können – von Ausstattung bis Ausführungsqualität, von Planung bis Instandhaltung. Die Verfahrensrichtlinien VdS 2132, „Anerkennung von Errichterfirmen für Feuerlöschanlagen“, beschreiben präzise alle notwendigen Voraussetzungen für die Anerkennung durch VdS. Sie sind kostenlos auf www.vds.de erhältlich – einfach im Suchfeld „2132“ eingeben und dann „Publikationen“ anklicken.

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Ein Vierteljahrhundert geknackte Tresore

Die Neunziger brachten uns nicht nur „Verdammt, ich lieb dich“ und den Gameboy, sondern auch den Beginn der Harmonisierung europäischer Normen. Dabei stellte sich allerdings heraus, dass „no relevant standards for safes“ existierten, so eine Analyse des CEN (Europäisches Komitee für Normung). Auf Wunsch der deutschen Versicherer sollten deshalb erstmals offizielle Hilfestellungen zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit von Wertbehältnissen und Hochsicherheitsschlössern gegen kriminelle Angriffe erarbeitet werden. Hierfür gründeten am 2. Mai 1991 zwei Experten der in Köln ansässigen „Technischen Laboratorien“ des Verbands der Sachversicherer, der heutigen VdS Schadenverhütung, das erste VdS-Labor, welches sich explizit mit Einbruchschutzmechanismen beschäftigte.

25 Jahre nach ihrer Gründung sind die heutigen „VdS-Laboratorien für Wertbehältnisse und mechanische Sicherungstechnik“ mit einem Dutzend Mitarbeitern die Größten ihrer Art in Europa und setzen auch weltweit Maßstäbe für optimalen Einbruchschutz. Schon kurz nach der Gründung konnte u.a. die Verbrechermethode, mittels gestohlener Baustellenfahrzeuge direkt in die Tresorräume hineinzufahren und Safes einfach mitzunehmen, dank präziser Vorgaben in den VdS-Richtlinien schnell unterbunden werden. „Auf diese Tätervorgehensweise reagierten wir mit der Konstruktion eines eigenen Prüfstandes zur Zugsimulation. Dank gemeinsamer Prüfvereinbarungen mit unseren Kunden zum Verankern der Tresore war diese Tätermethode in der Praxis schon bald so gut wie ausgestorben“, freut sich Frederic Prudent, Leiter der VdS-Laboratorien für Wertbehältnisse und mechanische Sicherungstechnik. Ganz aktuell misslang bei Weimar ein solcher Versuch: Täter waren mit einem gestohlenen Radlader in eine Bankfiliale hineingefahren. Der verankerte Geldautomat ließ sich allerdings nicht mitnehmen. Die Kriminellen zogen erfolglos ab.

VDS Koeln Fotot : Jochen Tack Fotografie Herthastraße 15 45131 Essen Germany phone 0211 310 7611 fax 0201 310 7614 mobil 0171 830 7379 email  info@jochentack.com www.jochentack.com

Foto: VDS Koeln

Über die 25 Jahre erweiterte sich das Werkzeugspektrum der legalen Profi-Ein- und Aufbrecher von VdS mit dem Aufkommen elektronischer und dann auch biometrischer Schlösser vom klassischen Schlaghammer und Schweißbrenner um Oszilloskope und aktuell sogar um künstliche Finger (für Fingerabdruck-Simulationen). „Auch das erste grenzüberschreitende Abkommen, welches VdS unterzeichnete, und das die Basis des heute für viele Bereiche geltenden Angebots `Eine Prüfung – alle relevanten Zertifikate Europas´ bildet, wurde 2002 von unserem Labor abgeschlossen“, so Prudent weiter.

Der erste Tresor, welcher unter den neuartigen Praxisprüfungen der jungen VdS-Abteilung zu „leiden“ hatte und VdS-anerkannt wurde, war eine Entwicklung der Bode-Panzer AG. Ein technisch kontinuierlich erweiterter Kaba-Tresor hält sogar von der Laborgründung 1991 bis zum heutigen Tage eine gültige VdS-Anerkennung.