Stimmungshoch in der Sicherheitsbranche

Die deutschen Facherrichter profitieren auch weiterhin von einer guten Geschäftslage. In der  aktuellen Frühjahres-Konjunkturumfrage des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. wurden erneut zahlreiche Best-Werte erreicht. Die Ergebnisse setzen den positiven Trend fort, der sich bereits in den vergangenen Erhebungen abzeichnete.

„Die aktuelle Geschäftslage erreicht mit einer durchschnittlichen Bewertung von 1,78 auf der Schulnotenskala einen absoluten Spitzenwert“, bestätigt Dr. Urban Brauer, Geschäftsführer des BHE. Hintergrund ist insbesondere die steigende Nachfrage auf dem Privatmarkt. Die Errichter sind hier mit ihrer aktuellen Situation weitgehend zufrieden und benoten diese im Schnitt mit 2,35. Im Jahr 2013 lag dieser Wert noch bei 2,92.

Das Nachfrageplus im Privatsektor macht sich auch beim Blick in die einzelnen Branchen bemerkbar. Hier erreicht bspw. die Sparte der Einbruchmeldeanlagen erstmals einen Index von 1,89. Seit Beginn der Erhebungen bewertete keine Fachsparte ihre aktuelle Lage so positiv.

Branchenübergreifend wird auch die zukünftige Geschäftslage so aussichtsreich beurteilt wie nie zuvor (1,94). Keines der befragten Unternehmen plant derzeit mit Entlassungen – im Gegenteil. Rund 57 % aller Betriebe möchten weitere Mitarbeiter einstellen, die verbleibenden 43 % den aktuellen Personalbestand halten.

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Polizeiliche Kriminalstatistik (PSK) 2015

Ende Mai hat das Bundesinnenministerium (BMI) die PKS für das Jahr 2015 veröffentlicht. Hier die wichtigsten Fälle:

Im Jahr 2015 wurden in Deutschland 6.330.649 Straftaten polizeilich registriert. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 4,1 Prozent. Die Sechs-Millionen-Grenze wurde wie auch im Berichtsjahr 2014 wieder überschritten. Die Häufigkeitszahl erhöhte sich von 7.530 auf 7.797 Fälle pro 100.000 Einwohner. Dies entspricht einem Anstieg um 3,5 Prozent. Die Gesamtaufklärungsquote lag mit 3.564.811 aufgeklärten Fällen im Jahr 2015 bei 56,3 Prozent (2014: 54,9 Prozent).

Im Jahr 2015 wurden 2.369.036 Tatverdächtige ermittelt (2014: 2.149.504). Bei den deutschen Tatverdächtigen wurde ein Rückgang um 4,9 Prozent auf 1.457.172 und bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen ein Anstieg um 47,7 Prozent auf 911.864 registriert. Der Tatverdächtigenanteil von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 28,7 Prozent auf 38,5 Prozent erhöht.

Wie in den Vorjahren dominierten auch im Jahr 2015 die Diebstahlsdelikte mit einem Anteil von 39,2 Prozent an der Gesamtkriminalität. (41,9 Prozent an Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße) Gegenüber dem Vorjahr stieg ihre Anzahl um 1,8 Prozent auf 2.483.694 Fälle. Der „Diebstahl ohne erschwerende Umstände“ und der „Diebstahl unter erschwerenden Umständen“ verteilen sich im Verhältnis von 54,3 Prozent zu 45,7 Prozent auf den „Diebstahl insgesamt“.

Der „Wohnungseinbruchdiebstahl“ verzeichnete erneut einen Anstieg (+9,9 Prozent auf 167.136 Fälle), ebenso der darunter fallende „Tageswohnungseinbruch“ (+11,1 Prozent auf 70.333 Fälle). In 71.300 Fällen (42,7 Prozent) bei „Wohnungseinbruchdiebstahl“ handelte es sich um Versuche (2014: 62.929 Fälle, 41,4 Prozent), davon entfielen auf „Tageswohnungseinbruch“ 25.882 Fälle (2014: 22.540 Fälle).

Bei kontinuierlich steigenden Fallzahlen beim Wohnungseinbruchsdiebstahl war und ist das Thema Eigentumskriminalität weiterhin ein Schwerpunkt in der Arbeit der Polizeilichen Kriminalprävention. Viele Einbrüche könnten durch richtiges Verhalten und die richtige Sicherungstechnik verhindert werden, was der in den vergangen Jahren stetig gestiegene Anteil der Einbruchsversuche belegt, so das BMI.

BDSW ehrt erstmals Sicherheitsmitarbeiter des Jahres

In diesem Jahr verlieh der BDSW erstmals den Preis für den „Mitarbeiter des Jahres“. Die Jury um BDSW Vize Präsident, Lutz Kleinfeldt, stellt sich dabei die Frage „Was wäre das Sicherheitsgewerbe ohne seine Mitarbeiter? Der Preis, der außergewöhnliches Engagement in der Ausübung der Sicherheitstätigkeit honorieren soll, ist mit 1500 Euro für den Gewinner und 1000 bzw. 500 Euro für den 2. und 3. Platz dotiert und wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung in Dresden verliehen.

Gewinner des Preises „Mitarbeiter des Jahres“ ist Frank Schmechel, Mitarbeiter der Securitas Sicherheitsdienste GmbH & Co. KG, Niederlassung Magdeburg. Der zweite Preis geht an Dieter Kawa, Mitarbeiter im Bereich Funkstreifendienste der Niedersächsischen Wach- und Schließgesellschaft Hannover. Den dritten Preis erhält Luftsicherheitsassistent Sebastian Schnee, Mitarbeiter der Firma FraSec GmbH aus Leinfelden-Echterdingen. Die Gründe für die Juryentscheidung:

  • Herr Schmechel wurde während seines Dienstes in einer Flüchtlingsunterkunft anlässlich einer Schlägerei zu Hilfe gerufen. Es stellte sich heraus, dass ein Bewohner der Einrichtung von einer Gruppe von Menschen bedroht, geschlagen und getreten wurde. Herr Schmechel versuchte zu deeskalieren. Hierbei wurde er selbst körperlich angegangen und konnte nicht verhindern, dass das Opfer durch mehrere Messerstiche verletzt wurde. Als die Angreifer flüchteten, versorgte Herr Schmechel die Wunden des Opfers und übergab es den ankommenden Rettungskräften.
  • Im Rahmen des Funkstreifendienstes ist es Herrn Kawas vertraglich geschuldet Aufgabe einen allnächtlichen Rundgang von ca. fünfminütiger Dauer zu absolvieren. Es soll einzig auf etwaige offensichtliche Beschädigungen geachtet werden. Herr Kawa stellte bei einem Rundgang fest, dass die Außenrollläden eines Hauses nicht geschlossen und Lebensmittel eines Menü-Bring-Dienstes unberührt vor der Haustür standen. Einem Instinkt folgend kontaktierte Herr Kawa die Notruf- und Serviceleitstelle. Die einzige Bewohnerin, eine ältere Dame, wurde daraufhin regungslos aufgefunden. Sie war bereits in den Morgenstunden gestürzt und hatte sich mehrere Knochenbrüche zugezogen, weswegen sie keine Hilfe holen konnte.
  • Herr Schnee wurde während seiner Schicht in der Sicherheitskontrolle am Flughafen auf eine körperliche Auseinandersetzung aufmerksam. Ein Mitarbeiter einer Reinigungsfirma wurde von einem anderen Mann verfolgt und wiederholt geschlagen. Herr Schnee wehrte den Angreifer ab und konnte ihn mit Hilfe anderer Personen am Boden fixieren. Er wurde dabei selbst verletzt, trug eine leichte Gehirnerschütterung und Prellungen am Kiefer und der linken Schläfe davon.

Herzlichen Glückwunsche auch vom GIT SICHERHEIT-Team!

Wissenschaftliche Leitung für Deutschlands ersten Masterstudiengang Kriminalistik

Der erstmals überhaupt in Deutschland akkreditierte Masterstudiengang Kriminalistik hat nun einen wissenschaftlichen Leiter. Dr. Holger Roll, ein renommierter Kriminalist und Wissenschaftler auf diesem Gebiet übernahm ab Mai 2016 die neu installierte ‚Wissenschaftliche Leitung‘ für den Kriminalistik-Master an der School of Criminal Investigation & Forensic Science | Institut für Kriminalistik (School CIFoS) an der staatlich anerkannten Steinbeis-Hochschule Berlin. Dr. Holger Roll ist Dozent für Kriminalistik, Kriminologie und Kriminaltechnik an der FHöVPR Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow. Er bringt seine fachliche und wissenschaftliche Expertise bereits seit Anbeginn des Masterstudiengangs Kriminalistik als Dozent und Modulverantwortlicher ein. „Die Wissenschaftliche Leitung für diesen einzigartigen Masterstudiengang ist für mich fast eine logische Konsequenz gewesen, wenn einem Kriminalistik so sehr am Herzen liegt, wie mir“, sagt Roll selbst zu seiner neuen zusätzlichen Verantwortung. „Damit wird der Wissenschaft Kriminalistik noch mehr Gewicht verliehen, die Studierenden können sich der umfassenden wissenschaftlichen Expertise und des hohen Praxisbezugs von Holger Roll sicher sein“ betont Birgit Galley, Direktorin des Instituts für Kriminalistik und langjährige Expertin für Wirtschaftskriminalität. „Mit einer wissenschaftlichen und einer fachlichen Leitung ist der Master Kriminalistik nun optimal besetzt, um potenziellen Nachwuchswissenschaftlern und Praktikern die Verbrechensbekämpfung noch interessanter zu machen.“

Die fachliche Leitung hat seit Start des berufsbegleitenden Masterstudiengangs im Jahr 2012 Wolfgang Benz inne, der mit seinem langjährigen Polizeihintergrund und seiner aktuellen Verantwortung in der Unternehmenssicherheit ein wichtiger Ansprechpartner für die Studierenden und die angeworbenen Lehrkräfte ist.

Neuer Leiter bei der Werkfeuerwehr Merck

Der Abteilungsleiter für Feuerschutz und Standortsicherheit (Head of Fire Protection and Site Security, Site Operations Safety & Environment) Jürgen Warmbier ist Ende April diesen Jahres in den Ruhestand gegangen. Er leitete die Werkfeuerwehr der Firma Merck in Darmstadt mit ca. 160 Mitarbeitern seit 11 Jahren.

Sein Nachfolger ist sein bisheriger Stellvertreter, Bernd Saßmannshausen (55), zuvor Leiter Werkfeuerwehr am Standort Gernsheim und seit 28 Jahren bei Merck. Er ist Architekt und kam über die Jugendfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr zur Werksfeuerwehr.

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Saßmannshausen ist Vorsitzender vom Werkfeuerwehrverband Hessen, ehrenamtlicher Prüfer bei der IHK Darmstadt und Frankfurt für Schutz- und Sicherheitskraft bzw. Fachkraft für Schutz- und Sicherheit sowie geprüfter Meister für Schutz und Sicherheit. GIT SICHERHEIT wünscht ihm viel Erfolg bei seiner verantwortungsvollen Tätigkeit.

Planungskoordinatoren für Veranstaltungssicherheit

Schwere Unfälle bei Veranstaltungen schrecken immer wieder auf. Deshalb werden an die Verantwortlichen hohe Anforderungen gestellt, so z. B. die Kenntnis von über 100 Regelwerken und deren Umsetzung. Kompetente Koordinatoren sind ein wichtiger Bestandteil einer sicheren Veranstaltung. Dies haben bereits einige Bundesländer erkannt und fordern den Einsatz entsprechender Fachleute, welche alle an der Sicherheit beteiligten Personen und Gewerke koordinieren. Von der TÜV SÜD Akademie wurden zukünftige Planungskoordinatoren in einer 5-tägigen Ausbildung im Bereich der Veranstaltungssicherheit geschult. Dabei setzt die Ausbildungsleitung auf ein renommiertes Expertenteam aus dem Verbund der Vabeg® Eventsafety Deutschland. In enger Zusammenarbeit zwischen TÜV SÜD Akademie konnte nach 1,5 Jahren Entwicklung, ein aktuelles und praxisgerechtes Seminar zu diesem komplexen Themengebiet mit modernen Lehrmethoden aufgebaut werden. Im Februar 2015 startete erstmals das Seminar in Stuttgart. Aufgrund des enormen Interesses folgten weitere in München und Hamburg.

Vabeg

Die Teilnehmer in München, links außen Referent Michael Öhlhorn (Vabeg®)

Zum zweiten Mal in München, fand der Kurs im Februar 2016 statt. Da die 13 Teilnehmer aus komplett unterschiedlichen Branchenbereichen kamen, wurden die Referenten sowie das Konzept auf eine Bewährungsprobe gestellt, welche jedoch mit Bravour bestanden wurde. Auch der Kurs im März in Köln war mit 6 Teilnehmern ein voller Erfolg. Im Übrigen mussten die Teilnehmer am letzten Tag eine 90 minütige Prüfung absolvieren, die alle erfolgreich bestanden. Das Seminar findet an vielen Standorten der TÜV SÜD Akademie, wie Berlin, Hamburg, Köln, München, Regensburg und Stuttgart, statt.