Qualifizierte Einsatzkräfte bei Veranstaltungen

Wie sicher sind Veranstaltungen in Deutschland? Diese Frage stellen sich viele nach den Anschlägen und Amokläufen der letzten Woche. Die Antwort gab Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer des BDSW: „Es liegt in der Verantwortung der Veranstalter, vor allem mit qualifiziertem Personal, das speziell für diesen Bereich geschult wird, für ein hohes Maß an Sicherheit zu sorgen.“ Eine spezialgesetzliche Regelung, mit Vorgaben für Qualifizierung, Fortbildung und Zuverlässigkeitsprüfung sei notwendig. „Sicherheit in diesem Bereich erfordert gute Sicherheitsanalysen und -konzepte sowie qualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte.“ Dies muss sich auch im Preis niederschlagen.

Im Unterschied zum Veranstaltungsordnungsdienst, der reine Serviceaufgaben erfüllt, unterliegen Sicherheitsmitarbeitern bei Veranstaltungen den Zulassungsvoraussetzungen des Gewerberechts. „Diese bereiten aber weder die einen noch die anderen Mitarbeiter für diese spezielle Aufgabe ausreichend vor.“ Erforderlich seien regelmäßige Zuverlässigkeitsüberprüfungen und punktgenaue Qualifizierungsmaßnahmen. „Der Gesetzgeber muss die Vielfältigkeit der Branche berücksichtigen und für besonders gefährdete Bereiche, wie eben auch die Veranstaltungen, höhere Anforderungen an die Qualität und Ausbildung stellen – die jetzigen Vorgaben reichen nicht aus.“, so Olschok.

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Auf der SicherheitsExpo entdeckt – RFID-Temperaturtransponder

Kabel- und Lagerbrände entstehen oft durch fehlerhaften elektrischen Kontakt und hohen Drehzahlen. Gründe können in der unsachgemäßen Installation und Einstellung zu finden sein, z. B. wenn Quetschverbindungen nicht fachgerecht gepresst oder Schrauben mit falschem Drehmoment angezogen wurden. Auch elektrochemische Reaktionen und mechanische Einflüsse, z. B. ausgelöst durch Vibrationen oder heiß gelaufene Lager, können Brandursache sein. Das kann der sogenannte TempTag zukünftig rechtzeitig verhindern. Er arbeitet kostengünstig, zuverlässig und wartungsfrei. Es ist eine Entwicklung des Fraunhofer-Instituts für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS) in Duisburg.

TemTag

Es handelt sich um einen kleinen Kabelmarkierer-Clip, der mit Temperatursensoren ausgestattet ist und an den neuralgischen elektrischen Übergängen positioniert wird. Die unauffälligen TempTags beziehen ihre Energie aus der elektromagnetischen Strahlung eines im Schaltschrank oder an der Produktionsmaschine installierten Lesegerätes. Dieses erfasst automatisch und simultan mit seinen Antennen die Temperaturdaten und sendet sie über einen beliebigen, mit dem Intranet verbundenen Rechner an ein zentrales Gebäudemanagementsystem oder an die BMZ (Brandmeldezentrale). Dort werden die Daten an den jeweiligen Bedarf angepasst, visualisiert und verlinkt. Der TempTag meldet weit vor der Rauchentstehung das bedrohliche Ereignis und verhindert so Personen- und Sachschäden. Kontakt: Bernhard Goßen, Tel. 02103 / 25 81 8-0, b.gossen@multicomsystem.de.