Mehr tödlichen Arbeitsunfälle

Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle hat im ersten Halbjahr 2017 entgegen dem Trend zugenommen. Das geht aus vorläufigen Zahlen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hervor, die ihr Spitzenverband, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in Berlin veröffentlicht hat. Danach verloren in den ersten sechs Monaten des Jahres 223 Menschen durch einen Arbeitsunfall das Leben. Im Vorjahreszeitraum waren es 198. Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle blieb dagegen im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2016 weitgehend stabil. Sie lag bei 433.037 Unfällen und damit 1.566 Unfälle niedriger als in den ersten beiden Quartalen 2016. „Auch wenn wir es im langjährigen Vergleich mit niedrigen Unfallzahlen zu tun haben, kann uns diese Situation nicht zufriedenstellen“, erklärt DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Breuer. Gerade mit Blick auf die tödlichen Arbeitsunfälle dürfe es keinen Stillstand geben. „Jeder dieser Unfälle ist einer zu viel.“ Mit einer neuen Kampagne wollen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen daher den Stellenwert von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in den Fokus rücken.

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Preis für Kriminalistik

Am 12. Oktober 2017 hat die Deutsche Gesellschaft für Kriminalistik (DGfK) den Preis für die beste Masterthesis an den Absolventen des Masterstudiengangs Kriminalistik, Christoph Büchele, vergeben. Dieser Preis wird jährlich für Absolventen verschiedener Studienrichtungen ausgelobt, die sich besonders um Kriminalistik verdient machen.

Christoph Büchele ist ein Absolvent aus 2016 des einzigen in Deutschland laufenden und akkreditierten Masterprogramms für Kriminalistik an der Steinbeis-Hochschule Berlin, Institut für Kriminalistik. Er hat sich unter mehreren Bewerbern mit seinem Thema „Neuland Cybercrime? Liegt in einer Zentralisierung der behördlichen Sachbearbeitung der Schlüssel zum Bekämpfungserfolg?“ erfolgreich durchgesetzt.

„Wir sind sehr stolz, dass der noch sehr junge Studiengang Kriminalistik so herausragende Arbeiten hervorbringt und damit einen wichtigen Beitrag für die koordinierte Verbrechensbekämpfung zwischen Behörden und Wirtschaft leistet“ freute sich Birgit Galley, Direktorin des Instituts für Kriminalistik an der Steinbeis-Hochschule Berlin.

Christoph Büchele als Preisträger betonte: „Das berufsbegleitende Studium in Kriminalistik war für mich privat wie beruflich eine wertvolle Erfahrung. Die Verknüpfung von Ermittlungspraxis und Wissenschaft steckt in vielen Bereichen noch in den Kinderschuhen, umso mehr freut es mich, dass ich gerade für das drängende Themenfeld Cybercrime hier einen Beitrag leisten konnte.“

Das Institut für Kriminalistik, auch School of Criminal Investigation & Forensic Science (School CIFoS), bietet seit 2012 den einzigen in Deutschland laufenden und akkreditierten Masterstudiengang Kriminalistik an der privaten, staatlich-anerkannten Steinbeis-Hochschule Berlin an.

Deutscher Jugend-Arbeitsschutz-Preis 2018

Ab sofort können Azubis mit kreativen und innovativen Ideen für mehr Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz ihre Projekte einreichen. Teilnahmeschluss ist der 31. Mai 2018. Die ersten drei Platzierungen erhalten ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 6.000 Euro sowie eine Einladung zur Arbeitsschutz Aktuell nach Stuttgart, wo sie bei der Eröffnungsveranstaltung am 23. Oktober 2018 ihre Auszeichnungen erhalten.  Der JAZ wird bereits zum achten Mal auf der Arbeitsschutz Aktuell verliehen. Kongressveranstalter ist die FASI, Dachverband folgender drei Organisationen, die die unterschiedlichen Aspekte des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie den betrieblichen Umweltschutz repräsentieren: Verein Deutscher Gewerbeaufsichtsbeamter (VDGAB), Verein Deutscher Revisions-Ingenieure (VDRI) und Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit (VDSI). „Wir wollen engagierte Jugendliche auszeichnen, die mit innovativen und kreativen Ideen bei möglichst geringem Aufwand den Arbeits- und Gesundheitsschutz im eigenen Unternehmen verbessern“, so Hartmut Karsten, FASI-Präsident. Infos unter: www.jugend-arbeitsschutz-preis.de.

Perimeter Protection 2018

Die Fachmesse mit Kongress für Perimeterschutz findet vom 16. bis 18. Januar 2018 im Messezentrum Nürnberg statt. Dort können sich nicht nur Sicherheitsexperten, Sicherheitsbeauftragte, Planer und Errichter über den Schutz von Liegenschaften vor Vandalismus, Diebstahl oder Industriespionage informieren? Freigeländeschutz ist ein Trendthema innerhalb der Sicherheitstechnik. Mehr als 2.700 Besucher aus den Bereichen Nahverkehr, Fernverkehr, Flughäfen, Fußballstadien, Industrie, Kraftwerke, Polizei und Militär informieren sich alle zwei Jahre über die neuen Entwicklungen rund um Perimeterschutz, Zauntechnik und Gebäudesicherheit.

Darüber hinaus, bietet der zweitätige Kongress, auf dem hochranginge Referenten praxisnahe Lösungen vorstellen, reichlich Gelegenheit für fachlichen Austausch und Expertengespräche. Der Perimeter Protection Kongress wird vom Verband für Sicherheitstechnik e.V. veranstaltet und bildet mit der parallel veranstalteten Fachmesse eine perfekte Symbiose.

Auf keiner anderen Messe wird die Kombination aus Zauntechnik und Sicherheitstechnik so umfassend dargestellt und praxisnah verknüpft wie auf der Perimeter Protection, die im Jahr 2018 zum fünften Mal veranstaltet wird.

Sicheres Oktoberfest

Nach 18 Tagen ausgelassenem Feiern auf dem 184. Oktoberfest ziehen auch Sicherheitsdienstleister und Polizei eine positive Bilanz für das Fest. „Die rund 1.500 privaten Sicherheits- und Ordnungskräfte, die auf dem Festgelände, in den Zelten und an den Eingängen tätig waren, haben einen schweren Job wieder einmal gut gemeistert“, so BDSW Hauptgeschäftsführer Dr. Harald Olschok. Mit rund 6,2 Millionen Besuchern war das Volksfest wieder sehr gut besucht. Allerdings sorgten nicht zuletzt die 7,5 Millionen ausgeschenkten Maß Bier bei den Sicherheitskräften für viel Arbeit. „Das war ein friedliches Oktoberfest“, sagte der Pressesprecher der Münchner Polizei, Marcus da Gloria Martins. Und die Stadt München verkündete, dass die Polizei ausdrücklich die Sicherheitspartnerschaft zwischen Beschickern, Behörden, Bayerischem Roten Kreuz (BRK) und den Sicherheitskräften lobte. „Das Sicherheitskonzept, das am 13. September vorgestellt wurde, ist aufgegangen“. Zusätzlich zu den Ordnerkonzepten der Festzelten gab es einen Ordnungsdienst-Leiter, der für die Sicherheit auf dem Festgelände zuständig war. Bei solchen Großveranstaltungen seien auf Grund der aktuellen Bedrohungslage und abstrakten Gefährdung immer mehr private Ordnungs- und Sicherheitskräfte zur Wahrung der Hausrechte der Veranstalter im Einsatz, so Olschok. Dadurch werde die Polizei spürbar entlastet. Das werde in der öffentlichen Diskussion leider nicht immer ausreichend gewürdigt.