„Fake Customer-Trick“ schädigt Firmen

Vorsicht vor fingierten Kundenbestellungen aus Großbritannien. Beim „Fake Customer-Trick“ treten Betrüger als Großkunden auf und geben unter dem Deckmantel seriöser britischer Unternehmen Bestellungen per E-Mail auf. Ihre Opfer sind vorwiegend mittelständische Firmen aus der Metall-, Automobil- und Lebensmittelindustrie. Bezahlt wird die Ware von den „gefälschten Kunden“ allerdings nicht. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg warnte deshalb in einer Pressemitteilung vor der neuen Betrugsmasche.

Das Prozedere ist in der Regel immer gleich: „Die Täter erstellen im Vorfeld eine täuschend echte E-Mail-Adresse eines seriösen und real existierenden britischen Unternehmens, einer realen Führungskraft. Anschließend werden passend zur Branche des Unternehmens Waren in sehr großem Umfang bestellt. Dabei gehen die Betrüger professionell vor und erwecken durch Fachbegriffe und branchenübliche Formulierungen den Eindruck eines ernsthaften Kaufinteresses. Nicht nur der Erstkontakt, sondern auch die Preis- und Kaufverhandlungen werden über die gefälschte E-Mail-Adresse abgewickelt. Um ihre Seriosität zu untermauern, signalisieren die angeblichen Kunden sofortige Zahlungsbereitschaft und belegen wenn nötig ihre Bonität mit gefälschten Bilanzen. Außerdem geben sie während des E-Mail-Verkehrs eine britische Rufnummer an und betonen, dass sich die Firmen bei Fragen oder Problemen jederzeit direkt bei ihnen melden können. Die geschädigten Firmen werden erst dann misstrauisch, wenn die Bezahlung trotz Erinnerung und Mahnung nicht erfolgt. Wenn sie dann die Homepage ihrer vermeintlichen Auftraggeber aufrufen und sich unter der echten Telefonnummer erkundigen, wo ihr Geld bleibt, erfahren sie, dass die Firma gar nichts bestellt hat.

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88 Zwischenfälle mit Drohnen in der Nähe von Flugzeugen

Im vergangenen Jahr hat es im deutschen Luftraum 88 Zwischenfälle mit Drohnen in der Nähe von Flugzeugen gegeben. Ein Jahr zuvor waren nach Angaben der Deutschen Flugsicherung 64 Fälle gemeldet worden. Die mit Abstand meisten Drohnen wurden 2017 in der Nähe des Flughafens Frankfurt gesichtet. Eine Sprecherin erklärte, viele Menschen hätten überhaupt keine Vorstellung davon, wie gefährlich ein Drohnenflug am falschen Ort sein könne. Mit einer Drohne kann jeder zum Piloten werden, per Kamera die Welt von oben betrachten, durch Gebäude und Höhlen fliegen, beim Extremsport filmen, an Flugwettbewerben teilnehmen. Die Technik verspricht großen Spaß und vielfältigen Nutzen aber sie kann auch zur Gefahr für die private und öffentliche Sicherheit werden. Die Nutzung von Drohnen, sogenannten unbemannten Luftfahrtsystemen (UAS), ist im Luftverkehrsgesetz geregelt. Die „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ sieht nun unter anderem Flugverbote für besonders sensible Bereiche, eine Kennzeichnungspflicht und eine behördliche Erlaubnispflicht vor. Ob die strengeren Regeln das eigene Fluggerät betreffen, hängt vom Gewicht und der individuellen Nutzung ab. Hobby-Flieger sollten sich über die geltenden Regelungen informieren, bevor sie mit ihrem Hightech-Fluggerät in die Lüfte steigen.

5. Perimeter Protection

Wie schützt man sensible Grundstücks- und Freigeländegrenzen vor unbefugten Zutritten, Einbruch oder Angriffen? Nicht nur Kommunen, Justizvollzugsanstalten, Flughäfen, Ministerien und Konsulate stellen sich diese Frage. Auch im privatwirtschaftlichen Bereich ist eine effektive Perimetersicherung nicht mehr wegzudenken. Auf der fünften Perimeter Protection, Internationale Fachmesse für Perimeterschutz, Zauntechnik und Gebäudesicherheit, zeigten 135 Hersteller und Anbieter vom 16. bis 18. Januar 2018 elektronische und mechanische Sicherheitslösungen. Im Vergleich zur Vorveranstaltung ist nicht nur die Ausstellerzahl um über 30 % gestiegen. Auch der Anteil internationaler Unternehmen ist mit über 42 % deutlich höher als vor zwei Jahren. Neu: das Kompetenzzentrum Drohnendetektion & -abwehr, das mitten im Geschehen platziert ist. Über 3.000 Fachbesucher werden in Halle 12 des Messezentrums Nürnberg erwartet.

Perimeter Protection 2016

Mit ihrer hoch spezialisierten Ausrichtung bot die Sicherheitsmesse Perimeter Protection einen kompletten Marktüberblick über das bestehende Angebot an Maßnahmen für den Freigeländeschutz – ein Alleinstellungsmerkmal. Alexander Stein, Veranstaltungsleiter Perimeter Protection, sagte:„Die stetige Weiterentwicklung der Perimeter Protection seit ihrer Premiere 2010 ist einfach toll. Der große Zuspruch der Branche zeigt uns, dass das Thema brandaktuell ist und diese Spezialmesse mittlerweile ihren festen Platz im Messekalender hat. Sicherheitsexperten erwartete 2018 ein noch umfangreicheres Angebot an aktiver und passiver Sicherheitstechnik als bei den Vorveranstaltungen; dazu eine deutlich gestiegene Internationalität.

Nachholbedarf bei Sicherheit und Gesundheit

Ein Thema sollte 2018 auf jeden Fall auf der Tagesordnung stehen, insbesondere in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU): Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Das empfehlen die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen im Rahmen ihrer neuen Kampagne kommmitmensch. Der Grund: Die Hälfte der in KMU Beschäftigten findet, in ihrem Unternehmen werde zu wenig dafür getan, dass sie gesund bleiben und sicher arbeiten können. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Umfrage im Zusammenhang mit der Präventionskampagne. Kleine und mittlere Unternehmen schneiden in punkto innerbetriebliche Kommunikation, Beteiligung, Betriebsklima, Fehlerkultur, Führung sowie Sicherheit und Gesundheit schlechter ab als große Unternehmen. Dies spiegelt sich auch in der betrieblichen Unfallquote (PDF, 1,5 MB) wider, die in KMU vergleichsweise höher ist als in sehr großen Betrieben. Um dem Ziel, einer Welt ohne Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen, weiter näher zu kommen, brauchen wir deshalb einen ganzheitlichen Ansatz: kommmitmensch unterstützt Unternehmen und Bildungseinrichtungen dabei, eine Präventionskultur zu entwickeln, in der Sicherheit und Gesundheit Grundlage allen Handelns sind. Infos unter: www.kommmitmensch.de

Securitas übernimmt Süddeutsche Bewachung

Zum Jahresbeginn 2018 hat Securitas sämtliche Anteile der Süddeutsche Bewachung GmbH übernommen. Das Closing ist zum 2. Januar erfolgt.
„Die Süddeutsche Bewachung passt hervorragend in unsere lösungsorientierte Strategie und stärkt unsere Präsenz im Rhein-Neckar-Raum“, kommentierte Jens Müller, Chief Operating Officer (COO) Securitas Deutschland, die Akquisition. Der Jahresumsatz der Süddeutschen Bewachung beläuft sich auf mehr als 9 Millionen Euro; die Gesellschaft mit Sitz in Mannheim hat rund 300 Beschäftigte. Zu ihrem Produktportfolio zählen unter anderem Werk- und Objektschutz, Video-Fernüberwachung, mobile Sicherheitsdienste, wie Interventionen und Alarmverfolgung, Urlaubsüberwachungen, Empfangsdienste sowie Aufzugsnotrufe.
Albert Haber bleibt der Geschäftsleitung der Süddeutschen Bewachung GmbH erhalten. Ihm zur Seite gestellt wird nun Jens Müller, der als COO für das gesamte operative Geschäft der Securitas-Gruppe in Deutschland verantwortlich ist.