Weltmesse der zivilen Sicherheit

Security Essen 2018 stellt Digitalisierung und Vernetzung in den Fokus. Stärker als jemals zuvor rückt die diesjährige Auflage der Weltmesse für zivile Sicherheit innovative, digitale Themen in den Fokus. Davon konnte sich jüngst der Beirat der Security Essen überzeugen. Seinen Mitgliedern präsentierte die Messeleitung die Neuausrichtung der Messe, den Vermietungsstand und das umfassende Rahmenprogramm. Der einhellige Tenor: Die Experten, darunter Geschäftsführer namhafter Unternehmen der Sicherheitsbranche sowie Verbände, sehen die Security Essen 2018 bestens aufgestellt. Durch die fortschreitende Digitalisierung gilt Cyberkriminalität als eine der größten Gefahren des 21. Jahrhunderts – umso wichtiger werden Gelegenheiten zum Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch.

Erstmals findet die Security Essen vom 25. bis 28. September in den modernisierten Hallen der Messe Essen statt. Das eröffnete die Möglichkeit zu einer komplett neuen Messestrukturierung. Zur optimalen Orientierung und Platzierung für Aussteller und Fachbesucher ist die Veranstaltung in sechs Themenbereiche unterteilt. „Wir haben uns bewusst dazu entschieden, dem immer stärker werdenden Bereich Cyber Security und Wirtschaftsschutz eine eigene Halle zu geben – ganz prominent platziert am Messeeingang Ost“, so Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen.

Begleitet wird diese Fokussierung durch ein neues, aufmerksamkeitsstarkes Rahmenprogramm: So richten das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und der Bundesverband Sicherheitstechnik die auf Anwender zugeschnittene Cyber Security Konferenz aus, komfortabel und schnell erreichbar direkt im Messegeschehen. Zudem findet der Gesprächskreis Innere Sicherheit statt mit Teilnehmern aus Polizei, Wissenschaft, Justiz, Politik, Kommunen und der Sicherheitswirtschaft. Darüber hinaus gestalten Unternehmen einen großen Sonderschaubereich unter dem Leitmotto „Public Security Forum“ in Halle 8, in dem Live-Szenarien für den Schutz des öffentlichen Raumes gezeigt werden.

Fachbeirat Security Essen

Die Neuausrichtung gibt der Security Essen recht: Die Buchungsquote liegt über dem hohen Niveau der Vorveranstaltung. Der Messebeirat zeigte sich sehr zufrieden mit dieser Entwicklung. Messebeirats-Vorsitzender Norbert Schaaf, gleichzeitig auch Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Sicherheitstechnik BHE: „Wir unterstützen die neue Positionierung der Security Essen ausdrücklich. Die konsequente Hallenaufteilung, die stärkere Ausrichtung auf Zukunftsthemen und das branchenspezifische Rahmenprogramm machen die Messe 2018 zu dem Treffpunkt für Entscheider aus allen Bereichen der Sicherheit.“ Diese Neuausrichtung spiegelt sich auch in der Besetzung des Messebeirates wider. Erstmals in ihrer Geschichte hat die Security Essen neben Verbandsvertretern auch Unternehmer in dieses Organ berufen. „Damit rücken wir noch näher an die Branche. Uns ist es wichtig, ständig im engen und unmittelbaren Dialog zu sein und so noch besser und schneller den Wünschen unserer Aussteller und Besucher entgegen kommen zu können“, so Messechef Oliver P. Kuhrt.

 

 

 

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Sicherheitszeichen nach DIN

Angela Rosenkranz-Wuttig vom Beuth Verlag GmbH hat alle Sicherheitszeichen nach DIN EN ISO 7010 und DIN 4844-2 in einem handlichen Beuth Pocket zusammengefasst.

Sicherheitskennzeichnung bzw. Arbeits- und Gesundheitsschutz sind in jedem Unternehmen ein wichtiges Thema. Die beiden Normen, herausgegeben vom DIN Deutsches Institut für Normung e.V., enthalten alle harmonisierten und registrierten Sicherheitszeichen. Das Pocket gibt in komprimierter Form Antworten auf folgende Fragen:

  • Welche Kategorien von Sicherheitszeichen gibt es?
  • Wie werden Sicherheitszeichen gestaltet?
  • Warum gibt es neben der DIN EN ISO 7010 auch noch die DIN 4844-2?
  • Welche Sicherheitszeichen sind in der DIN EIN ISO 7010 und der DIN 4844-2 enthalten?

Die Internationale Norm DIN EN ISO 7010:2012-10 beinhaltet Sicherheitszeichen-Urbilder für die Bereiche Unfallverhütung, Brandschutz, Schutz vor Gesundheitsgefährdungen und Fluchtwege. Die deutsche „Restnorm“ DIN 4844-2:2012-12 stellt ergänzend alle hier nicht berücksichtigten Symbole bereit.

Das Beuth Pocket „Sicherheitszeichen“ zum Preis von 27,80 €, bietet übersichtlich aufbereitet Empfehlungen und Erläuterungen zur praktischen Anwendung der Normen zur Sicherheitskennzeichnung. ISBN 978-3-410-27672-2 | Bestell-Nr. 27672

BDLS beschließt strategische Ausrichtung

Ein Gütesiegel für die Luftsicherheitsdienstleistungen, ein Verhaltenskodex sowie die Entwicklung standardisierter Ausschreibungsverfahren und Dienstleistungsverträgen – diese Punkte stehen auf der Prioritätenliste des Bundesverbandes der Luftsicherheitsunternehmen ganz oben.

„Die erste ordentliche Mitgliederversammlung hat dem Verband – und damit sich selbst – heute in Berlin wichtige Aufgaben zur Qualitätssicherung und –steigerung in der Luftsicherheit auf die Fahne geschrieben“, so BDLS Präsident Udo Hansen. Die derzeit 26 Mitgliedsunternehmen des BDLS haben beschlossen, dass das Gütesiegel Standards zur Einhaltung der Prozessqualität der Dienstleistung enthalten und der Verhaltenskodex die Richtschnur der Branche sein soll. Mit der Entwicklung von standardisierten Ausschreibungsverfahren und Dienstleistungsverträgen strebt der BDLS eine Vereinheitlichung und Qualitätssteigerung für den Einsatz im Bereich der Luftsicherheit an.

© CHL

Die Mitgliederversammlung hat außerdem zwei ständige Arbeitskreise eingerichtet. Der AK Fracht wird von Vizepräsident Peter Haller, Geschäftsführer der All Service Sicherheitsdienste GmbH, geleitet und Oliver Damer, Geschäftsführer der I-SEC Nord GmbH, betreut den AK Entwicklung der Dienstleistung im Bereich der Luftsicherheit. Für die kommende Tarifrunde der Luftsicherheit hat die Mitgliederversammlung eine bundesweite Tarifkommission gewählt. Leiter dieser Tarifkommission ist Rainer Friebertshäuser.

Ladungsdiebstähle von 1,3 Milliarden Euro

Das Ausmaß von Ladungsdiebstählen war in Deutschland bisher kaum zu beziffern: Die Polizei führt keine Statistik, zudem sind viele der hier ausgeraubten LKW im europäischen Ausland registriert und dort versichert. Wie groß das Problem tatsächlich ist, zeigen jetzt erstmals erstellte gemeinsame Berechnungen mehrerer Wirtschaftsverbände unter Beteiligung der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste e. V. (BDGW).

Demnach werden jährlich Ladungen von nahezu 26.000 LKW gestohlen, statistisch schlagen Kriminelle in Deutschland also alle 20 Minuten zu. Allein die gestohlenen Güter haben einen Wert von 1,3 Milliarden Euro, weitere Schäden von 900 Millionen Euro entstehen durch Konventionalstrafen für Lieferverzögerungen, Reparaturkosten sowie Umsatzeinbußen und Produktionsausfälle bei den eigentlichen Abnehmern.

Die Wirtschaftsverbände haben angesichts der Zahlen eine gemeinsame Initiative gestartet. Die „Arbeitsgemeinschaft Diebstahlprävention in Güterverkehr und Logistik“ will die Sicherheit der Transportlogistik insbesondere durch höhere Sicherheitsstandards und Investitionen in Ortungstechnik, Diebstahlwarnanlagen, Wegfahrsperren und gesicherte Parkplätze erhöhen.

Von den Behörden fordern die Verbände dringend mehr Unterstützung durch einen höheren Fahndungsdruck auf die international und professionell agierenden kriminellen Organisationen. Die Polizei müsse zudem auf Autobahn-Rastplätzen häufiger präsent sein, spezialisierte Polizeieinheiten und Schwerpunktstaatsanwaltschaften sollten zur Optimierung der länderübergreifenden Strafverfolgung beitragen. Um gezielte präventive und repressive Maßnahmen ergreifen zu können, müssten die Ermittlungsbehörden das Delikt „Ladungsdiebstahl“ besser statistisch erfassen und die Voraussetzungen für eine bundesweit einheitliche Anzeigenaufnahme schaffen. Personalmangel, schlechte Vernetzung und geringe Spezialisierung würden die Ermittlungen verzögern, bemängelt die Arbeitsgemeinschaft.

Geld- und Wertbranche ist für die Zukunft gewappnet

Im Rahmen der diesjährigen CashCon Ende Januar 2018 in Köln stellte die BDGW die erfolgreiche Arbeit der deutschen Geld- und Wertdienstleister in den Vordergrund. Der Berater des BDGW-Vorstandes, Andreas Goralczyk wies auf die große Bedeutung der Wertdienstleister mit ihren rund 11.000 Beschäftigten und 2.450 gepanzerten Spezialfahrzeugen für den Bargeldkreislauf in Deutschland hin. Die Branche trage mit ihren Dienstleistungen dazu bei, dass das Bargeld als Zahlungsmittel in Deutschland nach wie vor einen hohen Stellenwert einnehme.

Die Geld- und Wertdienstleister seien effizient und zukunftsorientiert am Markt aufgestellt. „Sie sind sowohl technologisch als auch kapazitätsmäßig in der Lage, im Bargeldmanagement weitere Aufgaben und Dienstleistungen, auch von anderen Bargeldakteuren, in Richtung Outsourcing von Bargelddienstleistungen zu übernehmen“, so Goralczyk.

Ihr Ziel sei es, die Bundesbank im Bargeldmanagement weiter zu entlasten, aber auch die Banken und den Handel, insbesondere im Cash Recycling und durch die zunehmende Digitalisierung der Zahlungs- und Geschäftsprozesse im Bargeldmanagement, zu unterstützen. Als Branchenverband der Geld- und Wertdienstleister sei sich die BDGW dieser Verantwortung bewusst und arbeite deshalb aktiv in der ESTA, dem europäischen Dachverband der Wertelogistikbranche, u. a. an diesen Themen mit. ESTA und BDGW seien gegen jede Einschränkung der Bargeldnutzung und lehnen eine Bargeldobergrenze strikt ab. In ihrem kürzlich vorgelegten Positionspapier habe die ESTA konkrete Vorschläge zu weiteren Effizienzverbesserungen des Bargeldkreislaufs vorgelegt.

Geschäftsmodell für Cyberkriminelle

Digitale Erpressung hat sich laut den Sicherheitsforschern von Trend Micro zum erfolgreichsten und effizientesten Erwerbsmodell für Cyberkriminelle entwickelt. Angriffe werden zunehmend vielseitiger und ausgeklügelter. Digitale Erpressung stellt auch künftig für Firmen und öffentliche Organisationen ein erhebliches Risiko dar. Wie Trend Micro bereits in den Sicherheitsvorhersagen 2018 dargelegt hat, werden Cyberkriminelle vor allem Unternehmen ins Visier nehmen und dort Schäden anrichten. Die Forscher gehen davon aus, dass künftig nicht allein Ransomware für die digitale Erpressung eingesetzt wird. Ebenfalls werden nicht nur Datenbankdateien, Server und Systeme angegriffen. Die Attacken werden auch Produktionsstätten und Roboter in Fertigungsstraßen treffen. Denn Fabriken und Maschinen beinhalten sehr häufig Komponenten, die nur schwer, wenn überhaupt, gegen IT-Gefahren zu sichern sind. Manche Angreifer spezialisieren sich auf digitale Schmutzkampagnen: sie verbreiten Propaganda gegen Prominente und Unternehmen, um deren Ruf nachhaltig zu schädigen, falls diese kein Lösegeld bezahlen. Schließlich wird digitale Erpressung auch weiterhin Phishing-Angriffe und Social Engineering-Techniken nutzen, um Computer und Systeme von Angestellten und Führungspersonen mit Ransomware zu infizieren, oder um einen Backdoor für Datendiebstahl zu installieren. Infos unter:
http://blog.trendmicro.de/digitale-erpressung-gefahr-auch-2018/

VdS-„Sprinklerbibel“ CEA 4001 überarbeitet

Alle vier Minuten brennt in Deutschland ein Unternehmen, bestätigt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Entscheidend für eine erfolgreiche Brandbekämpfung ist immer die Sofortreaktion im Ernstfall. Das macht Sprinkleranlagen zum wohl wichtigsten Mechanismus für den Schutz von Menschenleben sowie Sachwerten vor den enormen Zerstörungskräften von Feuer. Schließlich galten Brände bis zur Erfindung dieser Systeme als Naturkatastrophen, die nicht beherrschbar waren und immer wieder ganze Städte vernichteten.

VdS prüft Sprinkleranlagen, seit sie auf unserem Kontinent eingesetzt werden – und bündelt seine weit über 100 Jahre Schadenverhütungs-Erfahrung u.a. in dem internationalen Standard für die sichere Planung und den Einbau der wichtigen Systeme: den Richtlinien VdS CEA 4001. Die in der Branche als „Sprinklerbibel“ bezeichneten Hilfestellungen stehen ab sofort in einer umfassend aktualisierten Fassung zur Verfügung. Die neue Ausgabe der VdS CEA 4001 bietet allen Brandschutzverantwortlichen die gewohnt praxisnahen, präzisen und an aktuellste Techniken wie Gegebenheiten angepassten Hilfestellungen zur Realisierung betriebssicherer und wirksamer Sprinkleranlagen.“ Die neue VdS CEA 4001 steht unter www.vds-shop.de zur Verfügung.