BDSW Techniktagung 2018 – Techniktrends und Optimierung

In diesem Jahr stand die Techniktagung des BDSW unter dem Motto „Techniktrends und Optimierung“. Erstmal fand die zweitägige Fachkonferenz unter der Leitung des neuen Vorsitzenden des Fachausschusses Technik, Stefan Rauschen, statt. „Wir haben in diesem Jahr wieder sehr interessante Einblicke in die neustesten Entwicklungen bekommen. Zudem konnten wir einen Ausblick auf das, was uns im Bereich der Sicherheitstechnik und dem Umgang damit erwartet, erhalten“, so Stefan Rauschen.


Gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden, Holger Kierstein, eröffnete Rauschen die Veranstaltung mit Fachvorträgen aus unterschiedlichen Themenwechseln. Neben den vorgestellten technischen Entwicklungen, wie Sicherheitsnebel, eine Sicherheits-App, Universalschnittstellen, Drohnen und mobile Freilandüberwachung sowie dem Modell der europäischen Alarmempfangsstelle wurden auch die damit verbundenen Veränderungen – bis hin zur integrierten Sicherheit als ganzheitliches Konzept aus einer Hand- vorgestellt. Auch unterschiedliche Aspekte der Schadensverhütung und Prozessoptimierung wurden erläutert.

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Industriestandort Deutschland stärken

Zur Hannover Messe stellt das Standardization Council Industrie 4.0 (SCI 4.0), gemeinsam mit DIN und VDE|DKE, die dritte Ausgabe der Normungsroadmap „Industrie 4.0“ vor. Die Autoren – Experten aus Wirtschaft, Forschung, Wissenschaft und Politik – beschreiben in der Roadmap den aktuellen Entwicklungsstand von Industrie 4.0, skizzieren die Anforderungen an Normen und Standards und geben Impulse für eine erfolgreiche Umsetzung. Das Dokument thematisiert die Rolle des Menschen im automatisierten Umfeld, die Harmonisierung von Smart-Manufacturing-Komponenten, Referenz- und Datenmodelle in Industrie 4.0 sowie Kommunikationstechnologien, Servicerobotik und rechtliche Aspekte
„Deutschland muss sich im internationalen Wettbewerb um die besten Lösungen und Konzepte für Industrie 4.0 behaupten. Dafür sind ein ganzheitliches Vorgehen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Industrie sowie Normen und Standards unerlässlich – nicht zuletzt, um diese Lösungen erfolgreich global umzusetzen und zu etablieren“, sagt Prof. Dr. Dieter Wegener, Beiratssprecher des SCI 4.0.
Rolle des Menschen in der Industrie 4.0 Ein Schwerpunkt der Normungsroadmap liegt auf der Rolle des Menschen in der Smart Factory. Die Experten betonen, dass die intelligente Produktionsstätte keineswegs menschenleer sein wird. Vielmehr wird der Mensch weiterhin eine zentrale Rolle spielen, etwa als Akteur im Produktionsablauf, als Bediener von Maschinen, als Instandhalter, Produktionsplaner oder Programmierer. Um ein ergonomisches, effizientes, flexibles und nachhaltig erfolgreiches Arbeitssystem zu gestalten, ist es wichtig, ihn mit einzubeziehen, betonen die Autoren. Die Normungsroadmap gibt daher konkrete Handlungsempfehlungen für eine menschengerechte Gestaltung von Aufgaben und Tätigkeiten sowie der Arbeitsumgebung im Industrie 4.0Umfeld.
Die Normungsroadmap „Industrie 4.0“ steht kostenlos zum Download auf Deutsch und auf Englisch auf http://www.din.de/go/normungsroadmap sowie http://www.vde.com/shop bereit.

Zutrittssteuerung und Identifikationsmanagement

Vom 13.09. bis 14.09.2018 veranstaltet der Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. (BHE) in Hünfeld zum Thema Zutrittsteuerung und Identifikationsmanagement ein Fachseminar. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden alle für die Thematik relevanten Inhalte vermittelt und vertieft. Den Teilnehmern werden in dieser produkt- und herstellerneutralen Veranstaltung neben der Beschreibung der technischen Komponenten die wichtigen Bereiche Planung, Projektierung, Installation, Inbetriebnahme und Instandhaltung von Zutrittssteuerung erläutert. Das Seminar ist für kundenorientierte Mitarbeiter von Firmen geeignet, die solche Systeme anbieten, errichten, installieren und in Betrieb nehmen (z.B. auch Berater und Mitarbeiter im Support und Vertrieb usw.). Empfehlenswert ist dieses Seminar auch für Projektleiter/Betriebsräte auf der Kundenseite, die solche Systeme planen, auswählen und einführen. Neben der Zutritts-Technik werden auch Informationen zu Verordnungen, Normen und rechtlichen Fragen gegeben. Insbesondere zur neuen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO). Es wird geklärt, was beim Einsatz von biometrischen Daten zu beachten ist, da sie zu den „besonderen Kategorien personenbezogener Daten“ gehören, die gemäß Art. 9 DS-GVO einem besonderen Schutz unterliegen.

Am Ende der Veranstaltung können interessierte Seminarteilnehmer auf freiwilliger Basis eine Prüfung ablegen. Bei Bestehen wird eine Fachkompetenz-Urkunde ausgestellt. BHE-Mitglieder können somit eine der Voraussetzungen für die Auszeichnung „BHE-zertifizierter Fachbetrieb Zutrittssteuerungsanlagen“ erfüllen.

Das Seminar wendet sich an Personen, die Kenntnisse über die Zutrittssteuerung und Personenidentifikation erwerben oder ihr Wissen darüber erweitern, intensivieren oder aktualisieren wollen. Zur Vorbereitung auf diese Seminarveranstaltung wird die Teilnahme an der Webinar-Reihe mit den Themenblöcken „Zutrittssteuerung – Eine Einführung“ sowie „Erkennen der Benutzer-Grundlage personenbezogener Anwendungen“ empfohlen. Infos unter: www.bhe.de

Neue BHE-QM-Gruppenzertifizierung

Die BHE-Gruppenzertifizierung für QM-Systeme nach ISO 9001 ist seit fast 11 Jahren erfolgreich am Markt. Bislang war diese Gruppenzertifizierung auf folgende Branchen beschränkt:

  • Errichter für Sicherheitstechnik
  • Elektroinstallationsbetriebe
  • Sicherungsdienstleister/Leitstellen
  • Ingenieurbüros/Planer und Sachverständige
  • Hersteller von Produkten der Sicherheitstechnik

In diesem Jahr wird es nun erstmals auch für Unternehmen der Software- und IT-Branche möglich sein, an der BHE-QM-Gruppenzertifizierung teilzunehmen. Die bestehende vierte QM-Gruppe wird zum Jahresende erweitert.

Angesprochen sind Unternehmen, die sich mit der Erstellung von Softwareprodukten, EDV-Systemen und IT-Sicherheit beschäftigen. Der Einstieg in die Gruppe ist ab Sommer 2018 möglich. Die ersten Zertifikate werden im Januar 2019 ausgestellt.

Die teilnehmenden Unternehmen werden individuell bei der Einführung des QM-Systems betreut und erhalten Zugang zur Online-Plattform BHE-QM, mit der sie ihre QM-Aktivitäten dokumentieren und gegenüber dem Zertifizierer nachweisen können.

Detaillierte Informationen über das BHE-QM-Gruppenzertifizierungsverfahren finden Interessenten unter www.bhe-qm.de.

Dr. Udo Niehage neuer CEO des VDE-Instituts

Dr.-Ing., Dipl.-Kfm.
Division CEO Power Transmission, Energy Sector, Siemens AG

Dr.-Ing. Udo Niehage ist seit dem 1. April 2018 CEO der VDE Prüf- und Zertifizierungsinstituts GmbH. Gleichzeitig übernimmt er die Gesellschafterfunktion für die Tochtergesellschaften des VDE-Instituts. Niehage blickt auf eine lange Karriere bei Siemens und ABB zurück. 2003 stieg er bei der Siemens AG als Vorsitzender des Bereichsvorstands Power Transmission and Distribution auf. Fünf Jahre später leitete er als CEO die Power Transmission Division bei der Siemens AG im Bereich Energy Sector in Erlangen. Seit 2012 führte Niehage, nun Leiter Government Affairs Deutschland und Konzernbeauftragter für die Energiewende in Berlin, für die Siemens AG den Dialog mit der Bundesregierung über die Energiepolitik mit den Themenschwerpunkten Neues Marktdesign, Netzausbau, Energieeffizienz und Energieforschung. In dieser Zeit fällt auch Dr. Udo Niehages Engagement beim VDE: Von 2010 bis 2017 unterstützte er als Präsidiumsmitglied den Vorstand des Technologieverbandes, der im Bereich Science mit zahlreichen Studien und Kongressen, im Bereich Standards mit Normen und Anwendungsregeln und im Bereich Testing mit Prüfungen und Zertifizierungen ein wichtiger und weltweit anerkannter Partner der elektrotechnischen Industrie ist. Niehage promovierte in der Elektro- und Informationstechnik an der RWTH Aachen und schloss parallel das Studium der Betriebswirtschaftslehre als Diplom-Kaufmann ab.
Als CEO der vom VDE getragenen VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut GmbH steht Niehage künftig an der Spitze eines weltweit anerkannten Instituts für Prüfung und Zertifizierung elektrotechnischer Geräte, Komponenten und Systeme. Weitere Schwerpunkte sind Prüfungen und Zertifizierungen in den Anwendungsbereichen der Digitalisierung inklusive Internet of Things, Smart Living und Renewables. Weiterer Geschäftsführer des VDE-Instituts in Offenbach ist Wolfgang Niedziella, der diese Position seit 2011 bekleidet. Von 2012 bis 2015 verantwortete Niedziella zusätzlich als Geschäftsführer die VDE Global Services GmbH.

Weniger schwere Arbeitsunfälle

Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ist im Jahr 2017 um 0,4 Prozent auf 873.562 zurückgegangen. Das ergeben die vorläufigen Arbeitsunfallzahlen, die die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen heute veröffentlicht hat. Einen Anstieg gab es hingegen bei den meldepflichtigen Wegeunfällen. Im vergangenen Jahr ereigneten sich 190.095 Unfälle auf dem Weg zur Arbeit und wieder nach Hause. Das sind 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Einen neuen Tiefstand gab es bei den neuen Unfallrenten insgesamt: Sie gingen um 604 Fälle auf 18.244 neue Unfallrenten zurück.

454 Arbeitsunfälle hatten einen tödlichen Ausgang, das sind 30 mehr als im Jahr zuvor. In einigen Branchen wie der Chemischen Industrie oder dem Transport sanken die Opferzahlen, während sie in anderen zunahmen. 282 Beschäftigte wurden Opfer eines tödlichen Wegeunfalls, das sind 29 weniger als 2016.

„Die Zahl der Arbeitsunfälle bleibt weiter auf niedrigem Niveau, neue Unfallrenten – das bedeutet schwere Unfälle – gehen zurück. Und auch die Zahl der Schülerunfälle ist rückläufig“, sagt Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV. „Aber so erfreulich die Zahlen sind, sie zeigen auch: Vom Ziel der Vision Zero, einer Welt ohne Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen, sind wir noch weit entfernt. Hier setzt deshalb die neue Präventionskampagne der gesetzlichen Unfallversicherung an.“ kommmitmensch wirbt für eine gute Präventionskultur in den Betrieben und Einrichtungen. Sicherheit und Gesundheit bei allen Handlungen und Entscheidungen mitdenken, das ist das Ziel der Kampagne. Mehr unter: www.kommmitmensch.de