Jerofskys Sicherheitsforum – Beiträge jetzt in GIT-SICHERHEIT.de

Der Blog macht Pause: Kriminalrat a. D. Heiner Jerofsky, gleichzeitig Wissenschaftlicher Schriftleiter des Fachmagazins GIT SICHERHEIT, zieht sich krankheitsbedingt für einige Zeit aus dem Tagesgeschäft zurück. Heiner Jerofsky steht der Redaktion weiterhin beratend und unterstützend zur Seite – die Themen und Nachrichten dieses Blogs werden ab sofort in den Beiträgen auf dem Portal GIT-SICHERHEIT.de veröffentlicht.

Das Team der GIT SICHERHEIT dankt Heiner Jerofsky – und freut sich auf seine Rückkehr ins Tagesgeschäft.

HEINER FÜR ALLE – ALLE FÜR HEINER!

 

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Vom BDSW zertifizierten Sicherheitsfachschulen im Netz

Auf der neuen Internetseite www.bdswschulen.de präsentieren sich die vom BDSW zertifizierten Sicherheitsfachschulen in neuem Format. „Die neue Seite bietet die Möglichkeit, sich kompakt und umfassend über Qualifizierungsangebote und Premium- Bildungsanbieter der Sicherheitswirtschaft zu informieren“, sagte der Vorsitzende des Fachausschusses Ausbildung des BDSW Frank Schimmel in Hamburg.

Bereits seit 2007 zertifiziert der BDSW Bundesverband der Sicherheitswirtschaft Bildungsträger aus dem Sicherheitsbereich. „Diese Sicherheitsfachschulen zeichnen sich durch hohe Kompetenzen im der Fort- und Weiterbildung von Sicherheitsmitarbeitern und besondere Qualifikationen bei der Erwachsenenbildung aus“, sagte Schimmel weiter. Anderes als bei anderen Zertifizierungen prüfe der BDSW auch fachspezifische Inhalte aus der Sicherheitswirtschaft ab. Die neue Webpräsenz der vom BDSW zertifizierten Sicherheitsfachschulen informiert über die Qualifizierungsmöglichkeiten der Branche im Allgemeinen, über einzelne ausgewählte Maßnahmen sowie über die Angebote der Sicherheitsfachschulen. In der Rubrik „Neues aus den Schulen“ werden aktuelle Entwicklungen der besten deutschen Bildungsträger in der Sicherheitswirtschaft präsentiert. Eine aktuelle Liste dieser Bildungsträger rundet den Internetauftritt ab und gibt Unternehmen und interessierten Teilnehmern die Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen.

Erste VdS-Anerkennung für Störungsleitstellen

Die Deutsche Bahn befördert rund 8 Millionen Menschen pro Tag. // Ein Element für diese logistische Herausforderung sind die Notruf- und Serviceleitstellen (NSL), die Störungs- und Gefahrenmeldungen koordinieren. Die NSL der DB Kommunikationstechnik wurde jetzt durch eine VdS-Anerkennung ausgezeichnet. 33.300 Streckenkilometer, 5.700 Bahnhöfe, 300.000 Besucher jeden Tag allein im Berliner Hauptbahnhof – es gibt bestimmt leichtere Aufgaben, als die Anlagenverfügbarkeit der Deutschen Bahn sicherzustellen.

Entscheidend ist, dass Alarme und Störungsmeldungen so schnell wie verlässlich bearbeitet und zur Behebung an Einsatzkräfte und bereitstehende Servicetechniker übermittelt werden. Dies leisten die Experten der Notruf- und Serviceleitstelle (NSL) der DB Kommunikationstechnik GmbH. Sie disponieren u.a. Meldungen von Schließsystemen, Gefahrenmeldeanlagen und Fahrausweisautomaten sowie anderen technischen Anlagen innerhalb und außerhalb der Deutschen Bahn. Als erste NSL eines Verkehrsgroßkonzerns wurde die Berliner Leitstelle nun VdS-anerkannt.

„Wir stellen hohe Anforderungen an unsere NSL und sind daher optimal aufgestellt“, betonte Martin Kaloudis, Geschäftsführer Operations der DB Kommunikationstechnik GmbH, bei der Übergabe des Zertifikats in Berlin. „Die VdS-Anerkennung ist für uns ein wichtiges Qualitätssiegel. Sie wird unser Verhältnis zu unseren Kunden innerhalb des DB-Konzerns weiter stärken und uns vor allem auch am DB-externen Markt gut positionieren. Wir freuen uns, dass unsere besondere Leistungsfähigkeit jetzt offiziell durch Europas Nr. 1 für Unternehmenssicherheit belegt wurde.“

Thomas Urban, Geschäftsführer von VdS, gratulierte bei der Übergabe: „Herzlichen Glückwunsch an die Berliner Leitstelle der DB Kommunikationstechnik zum klaren Nachweis ihrer Verlässlichkeit im Störungsmanagement. Die Experten zeigten ihr sicheres Können im Koordinieren der Einbruch- und Vandalismus-Abwehr sowie der Brandbekämpfung – auch in einer Redundanz-Leitstelle in der Nähe, von wo aus z.B. im Fall einer vollständigen Evakuierung die Arbeiten innerhalb kürzester Zeit nahtlos fortgeführt werden können. Nachgewiesen durch einen VdS-Stresstest in der Praxis.“

Kritis Zusammenarbeit zwischen Berlin und BSI

Einen engeren Austausch und eine verstärkte Zusammenarbeit in Fragen der Cyber-Sicherheit, insbesondere zum Schutz Kritischer Infrastrukturen (Kritis), haben das Land Berlin und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beschlossen. Dazu unterzeichneten der Berliner Innensenator Andreas Geisel und BSI-Präsident Arne Schönbohm in Berlin eine entsprechende Absichtserklärung. „Im Bereich der Cyber-Sicherheit ist Deutschland in den letzten Jahren ein gutes Stück vorangekommen. Wir haben wichtige Maßnahmen auf legislativer und operativer Ebene umgesetzt, um speziell die Kritischen Infrastrukturen besser zu schützen. Bislang gab es in Deutschland keine IT-Sicherheitsvorfälle, die eine Versorgung der Bevölkerung gefährdet hätten.“

Praxiswissen zur DSGVO

Mit der EU–Grundverordnung (DSGVO) werden die Regeln für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die Rechte der Betroffenen und die Pflichten der Verantwortlichen  EU-weit vereinheitlicht. Datenverarbeitungsanwendungen müssen an die neue Rechtslage angepasst werden. Jedes Unternehmen, das personenbezogene Daten verarbeitet, ist grundsätzlich betroffen. Damit werden deutlich strengere Regeln für den Umgang mit personenbezogenen Daten festgelegt.

Der Beuth Verlag hat dazu ein Pocket in der 2. Durchgesehenen Auflage herausgebracht. Der Autor, Dr. Holger Mühlbauer von TeleTrust Bundesverband IT-Sicherheit e.V., zeigt auf schnelle und übersichtliche Weise auf 110 Seiten Praxiswissen für die Umsetzung im Unternehmen. Die Ausführungen orientieren sich aus Praktikabilitätsgründen an den häufigsten Anwendungsfällen. Eine empfehlenswerte Lektüre für alle Unternehmen, die mit personenbezogenen Daten umgehen. ISBN 978-3-410-28491-8, Beuth Verlag, 16.80 €, Bestell-Nr. 28491.

Dr. Udo Niehage neuer CEO des VDE-Instituts

Dr.-Ing., Dipl.-Kfm.
Division CEO Power Transmission, Energy Sector, Siemens AG

Dr.-Ing. Udo Niehage ist seit dem 1. April 2018 CEO der VDE Prüf- und Zertifizierungsinstituts GmbH. Gleichzeitig übernimmt er die Gesellschafterfunktion für die Tochtergesellschaften des VDE-Instituts. Niehage blickt auf eine lange Karriere bei Siemens und ABB zurück. 2003 stieg er bei der Siemens AG als Vorsitzender des Bereichsvorstands Power Transmission and Distribution auf. Fünf Jahre später leitete er als CEO die Power Transmission Division bei der Siemens AG im Bereich Energy Sector in Erlangen. Seit 2012 führte Niehage, nun Leiter Government Affairs Deutschland und Konzernbeauftragter für die Energiewende in Berlin, für die Siemens AG den Dialog mit der Bundesregierung über die Energiepolitik mit den Themenschwerpunkten Neues Marktdesign, Netzausbau, Energieeffizienz und Energieforschung. In dieser Zeit fällt auch Dr. Udo Niehages Engagement beim VDE: Von 2010 bis 2017 unterstützte er als Präsidiumsmitglied den Vorstand des Technologieverbandes, der im Bereich Science mit zahlreichen Studien und Kongressen, im Bereich Standards mit Normen und Anwendungsregeln und im Bereich Testing mit Prüfungen und Zertifizierungen ein wichtiger und weltweit anerkannter Partner der elektrotechnischen Industrie ist. Niehage promovierte in der Elektro- und Informationstechnik an der RWTH Aachen und schloss parallel das Studium der Betriebswirtschaftslehre als Diplom-Kaufmann ab.
Als CEO der vom VDE getragenen VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut GmbH steht Niehage künftig an der Spitze eines weltweit anerkannten Instituts für Prüfung und Zertifizierung elektrotechnischer Geräte, Komponenten und Systeme. Weitere Schwerpunkte sind Prüfungen und Zertifizierungen in den Anwendungsbereichen der Digitalisierung inklusive Internet of Things, Smart Living und Renewables. Weiterer Geschäftsführer des VDE-Instituts in Offenbach ist Wolfgang Niedziella, der diese Position seit 2011 bekleidet. Von 2012 bis 2015 verantwortete Niedziella zusätzlich als Geschäftsführer die VDE Global Services GmbH.

88 Zwischenfälle mit Drohnen in der Nähe von Flugzeugen

Im vergangenen Jahr hat es im deutschen Luftraum 88 Zwischenfälle mit Drohnen in der Nähe von Flugzeugen gegeben. Ein Jahr zuvor waren nach Angaben der Deutschen Flugsicherung 64 Fälle gemeldet worden. Die mit Abstand meisten Drohnen wurden 2017 in der Nähe des Flughafens Frankfurt gesichtet. Eine Sprecherin erklärte, viele Menschen hätten überhaupt keine Vorstellung davon, wie gefährlich ein Drohnenflug am falschen Ort sein könne. Mit einer Drohne kann jeder zum Piloten werden, per Kamera die Welt von oben betrachten, durch Gebäude und Höhlen fliegen, beim Extremsport filmen, an Flugwettbewerben teilnehmen. Die Technik verspricht großen Spaß und vielfältigen Nutzen aber sie kann auch zur Gefahr für die private und öffentliche Sicherheit werden. Die Nutzung von Drohnen, sogenannten unbemannten Luftfahrtsystemen (UAS), ist im Luftverkehrsgesetz geregelt. Die „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ sieht nun unter anderem Flugverbote für besonders sensible Bereiche, eine Kennzeichnungspflicht und eine behördliche Erlaubnispflicht vor. Ob die strengeren Regeln das eigene Fluggerät betreffen, hängt vom Gewicht und der individuellen Nutzung ab. Hobby-Flieger sollten sich über die geltenden Regelungen informieren, bevor sie mit ihrem Hightech-Fluggerät in die Lüfte steigen.