Jerofskys Sicherheitsforum – Beiträge jetzt in GIT-SICHERHEIT.de

Der Blog macht Pause: Kriminalrat a. D. Heiner Jerofsky, gleichzeitig Wissenschaftlicher Schriftleiter des Fachmagazins GIT SICHERHEIT, zieht sich krankheitsbedingt für einige Zeit aus dem Tagesgeschäft zurück. Heiner Jerofsky steht der Redaktion weiterhin beratend und unterstützend zur Seite – die Themen und Nachrichten dieses Blogs werden ab sofort in den Beiträgen auf dem Portal GIT-SICHERHEIT.de veröffentlicht.

Das Team der GIT SICHERHEIT dankt Heiner Jerofsky – und freut sich auf seine Rückkehr ins Tagesgeschäft.

HEINER FÜR ALLE – ALLE FÜR HEINER!

 

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Praxiswissen zur DSGVO

Mit der EU–Grundverordnung (DSGVO) werden die Regeln für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die Rechte der Betroffenen und die Pflichten der Verantwortlichen  EU-weit vereinheitlicht. Datenverarbeitungsanwendungen müssen an die neue Rechtslage angepasst werden. Jedes Unternehmen, das personenbezogene Daten verarbeitet, ist grundsätzlich betroffen. Damit werden deutlich strengere Regeln für den Umgang mit personenbezogenen Daten festgelegt.

Der Beuth Verlag hat dazu ein Pocket in der 2. Durchgesehenen Auflage herausgebracht. Der Autor, Dr. Holger Mühlbauer von TeleTrust Bundesverband IT-Sicherheit e.V., zeigt auf schnelle und übersichtliche Weise auf 110 Seiten Praxiswissen für die Umsetzung im Unternehmen. Die Ausführungen orientieren sich aus Praktikabilitätsgründen an den häufigsten Anwendungsfällen. Eine empfehlenswerte Lektüre für alle Unternehmen, die mit personenbezogenen Daten umgehen. ISBN 978-3-410-28491-8, Beuth Verlag, 16.80 €, Bestell-Nr. 28491.

Sicherheitsmarkt im Aufwind

Der Gesamtumsatz im deutschen Markt für elektronische Sicherheitstechnik konnte im Jahr 2017 einen deutlichen Anstieg um 6,1 Prozent verzeichnen. Das ergab eine aktuelle Markterhebung des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V.
„Mit einem Gesamtvolumen von 4.183 Mio. Euro haben die Sicherheitsanbieter erstmals die 4-Mrd.-Marke geknackt“, so Norbert Schaaf, Vorstandsvorsitzender des BHE. „Ein Beleg dafür, dass das Bedürfnis nach Sicherheit stetig zunimmt und die unterschiedlichen Systeme über alle Branchen und Anwendergruppen hinweg an Bedeutung gewinnen.“

Sehr deutlich fiel der Zuwachs bei den lebensrettenden Sicherheitstechniken Brandmeldeanlagen (+ 8,0 Prozent auf 1.950 Mio. Euro) sowie Sprachalarmsysteme (+ 6,0 Prozent auf 106 Mio. Euro) aus.
Auch die Zutrittssteuerung (+ 7,2 Prozent auf 329 Mio. Euro) sowie die Videosicherheitstechnik (+ 5,7 Prozent auf 540 Mio. Euro) konnten ein besonders großes Plus erzielen. Das verstärkte Interesse an diesen Systemen kommt nicht von ungefähr. Sie schützen Areale, Gebäude oder Räume vor unberechtigtem Zutritt und überwachen sensible Bereich. Somit sind sie für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche geeignet: Privathäuser, Gewerbe, Industrie, Behörden aber auch zum Schutz öffentlicher Plätze und Einrichtungen.

Für das Wachstum in der Einbruchmeldetechnik (+ 3,8 Prozent auf 830 Mio. Euro) sind vor allem zwei Faktoren ursächlich: Zum einen die hohe Zahl an Wohnungseinbrüchen und das damit verbundene Gefühl vieler Bürger, in den eigenen vier Wänden nicht sicher zu sein. Zum anderen hat die KfW-Förderung für einen Aufschwung im Markt gesorgt.

Positiv entwickelten sich auch die Rauch- und Wärmeabzugsanlagen und sonstigen Systeme (Fluchttürsysteme, Rufanlagen, Personenhilferuf u.ä.) (+ 1,9 Prozent auf 428 Mio. Euro).

Sicherheitswirtschaft für Sicherheitsgesetz

Gemeinsame Pressekonferenz des BDSW und der VhU

 Am 17. Mai 2018 fand im Wiesbadener Kurhaus, im Anschluss an die 51. Jahresmitgliederversammlung des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft BDSW, eine gemeinsame Pressekonferenz des BDSW und der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände VhU statt. BDSW Präsident Gregor Lehnert, BDA Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter und VhU Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert standen der Fachpresse Rede und Antwort. GIT SICHERHEIT war für seine Leser vor Ort.

Hauptgeschäftsführer Dr. Harald Olschok begrüßte die Teilnehmer, stellte das Podium vor und gab das Wort zunächst an Gregor Lehnert. Im Fokus stand das Verbandsziel, die Sicherheitsstandards zu erhöhen und die Neuordnung der Regelungen für das private Sicherheitsgewerbe in einem eigenständigen Gesetz zu fassen. Dies scheint mit der neuen Bundesregierung Wirklichkeit zu werden und ist für die ständig wachsende Branche.

Gregor Lehnert erklärte: „Der BDSW begrüßt das Vorhaben der Bundesregierung, das Sicherheitsgewerbe in einem eigenen Gesetz neu zu regeln.“ Die Sicherheitsbranche sei eine der wenigen Branchen, die mehr staatliche Regulierung fordert. „Das ist außergewöhnlich, aber notwendig, um die Qualität der Branche zu verbessern“, so Lehnert. „Wir brauchen vor allem deutlich höhere Hürden für den Gewerbezugang. Aber auch für die Qualifizierung der Beschäftigten bedarf es in bestimmten Aufgabengebieten – z. B. Schutz von Flüchtlingsunterkünften oder im Öffentlichen Personenverkehr – staatliche Vorgaben, die für alle gelten“, so Lehnert. Langfristig sei ein Wechsel der Zuständigkeit vom Wirtschaft- ins Innenministerium zielführend.

Mit den rund 260.000 Beschäftigten in der Branche stelle diese nicht nur fast so viel Personal wie die Polizei, sie leiste auch einen wichtigen Beitrag für die Gefahrenabwehr in Deutschland. „Die derzeitigen Regeln, denen die Branche unterliegt, entsprechen dieser Bedeutung aber schon lange nicht mehr“, so Lehnert.

Steffen Kampeter fügte aus Sicht der BDA hinzu, dass dabei wichtig sei, dass der Staat nicht mehr Regulierungen schaffe und stärker in die Tarifautonomie eingreife.

  Foto BDSW

Dirk Pollert sagte:„ Sicherheit ist ein absolutes A-Thema. Das Land Hessen ist aufgrund seiner besonderen Wirtschaftsstruktur in weit stärkerem Maß als andere Bundesländer auf eine funktionierenden Sicherheitsarchitektur und -Prozesse angewiesen. Sowohl Deutschlands großer Weltflughafen Frankfurt als auch der zentrale Finanzplatz Deutschlands sind herausragende Konzentrationspunkte von Sicherheitsleistungen in Deutschland. Deshalb ist Hessen auch das einzige Bundesland, in dem es mit 28.000 mehr private Sicherheitskräfte als Landespolizisten – derzeit 18.000- gibt.“

Den anwesenden Journalisten, die sich nicht vorwiegend mit Sicherheitsthemen befassen, erklärten Gregor Lehnert und Dr. Harald Olschok die derzeitige Situation auf dem Sicherheitsmarkt. Die Sicherheitsstandards sollten erhöht werden, dazu reicht das Gewerberecht bei weitem nicht (mehr) aus. Außerdem fehlt es an qualifizierten Mitarbeitern.

„Mit ihren hochspezialisierten Dienstleistungen und -produkten ist die private Sicherheitswirtschaft bei all diesen Herausforderungen ein unverzichtbarer Problemlöser, Partner und Teil der hessischen Wirtschaft. Dabei hat sie sich in den letzten Jahren immer mehr zu einem Allrounder mit maßgeschneiderten Sicherheitslösungen entwickelt. Sie ist aber auch ein selbst ein wichtiger Wirtschaftszweig. In der Landesgruppe Hessen des Bundesverbands der deutschen Sicherheitswirtswirtschaft sind 90 von 356 Unternehmen mit einem Umsatz von insgesamt ca. 600 Mio. Euro organisiert. Deshalb unterstützt die VhU den BDSW und die in ihm organisierten Unternehmen bei ihrer Initiative, Qualität und Leistungsspektrum der privaten Sicherheitsdienstleistung ständig und nachhaltig zu verbessern“, so Pollert.

Es herrschte abschließend Einmütigkeit darüber, dass die Sicherheitswirtschaft das geplante Sicherheitsgesetz für nötig und wichtig erachtet und die Vergabepraxis nach dem „günstigsten Angebot“ schädlich ist für Kunden und Image der Branche.

50 Jahre Geldausgabeautomat in Deutschland

Seit dem 27. Juni 1968 kann man in Deutschland Bargeld am Automaten beziehen. Vor 50 Jahren wurde in der Kreissparkasse Tübingen der erste von bundesweit mittlerweile 60.000 Geldausgabeautomaten aufgestellt. „Die 11.000 Beschäftigten der Geld- und Wertdienstleister tragen entscheidend dazu bei, dass die Kunden der Kreditinstitute nicht vor leeren Automaten stehen und sich Tag und Nacht mit Bargeld versorgen können“, so Michael Mewes, Vorsitzender der BDGW. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BDGW Mitgliedsunternehmen transportieren, in 2.500 Spezialfahrzeugen, an sechs Tagen in der Woche, rund 3 Mrd. Euro und bearbeiten diese anschließend in den firmeneigenen Cash-Centern.

Durch diese Leistung ist Bargeld für den Konsumenten leicht und fast überall verfügbar. „Neben den Geldausgabeautomaten kümmern wir uns zum Beispiel auch darum, dass die Tageseinnahmen des Handels sicher und professionell bearbeitet werden“, so Mewes. Denn auch für den Handel sei das Bargeld immer noch das kostengünstigste Zahlungsmittel. Auch wenn die Bedeutung von Bargeld als Zahlungsmittel langsam abnimmt, ist es heute in Deutschland weiterhin das mit Abstand wichtigste Zahlungsmittel. Dazu tragen die Wertdienstleister entscheidend bei, so Mewes abschließend.

BDSW Techniktagung 2018 – Techniktrends und Optimierung

In diesem Jahr stand die Techniktagung des BDSW unter dem Motto „Techniktrends und Optimierung“. Erstmal fand die zweitägige Fachkonferenz unter der Leitung des neuen Vorsitzenden des Fachausschusses Technik, Stefan Rauschen, statt. „Wir haben in diesem Jahr wieder sehr interessante Einblicke in die neustesten Entwicklungen bekommen. Zudem konnten wir einen Ausblick auf das, was uns im Bereich der Sicherheitstechnik und dem Umgang damit erwartet, erhalten“, so Stefan Rauschen.


Gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden, Holger Kierstein, eröffnete Rauschen die Veranstaltung mit Fachvorträgen aus unterschiedlichen Themenwechseln. Neben den vorgestellten technischen Entwicklungen, wie Sicherheitsnebel, eine Sicherheits-App, Universalschnittstellen, Drohnen und mobile Freilandüberwachung sowie dem Modell der europäischen Alarmempfangsstelle wurden auch die damit verbundenen Veränderungen – bis hin zur integrierten Sicherheit als ganzheitliches Konzept aus einer Hand- vorgestellt. Auch unterschiedliche Aspekte der Schadensverhütung und Prozessoptimierung wurden erläutert.

15. SicherheitsExpo 2018

Die diesjährige SicherheitsExpo in ünchen findet vom 27. bis 28. Juni 2018 statt und zeigt neueste Entwicklungen der Sicherheitstechnik, unter anderem zu NFC, RFID, Biometrie und Identity-Management sowie Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, Leitstellen und Mobilfunk. Ziel der SicherheitsExpo ist es, Sicherheitstechnik zu demonstrieren, die Firmen, Private und den öffentlichen Bereich vor kriminellen Angriffen von innen und außen schützt. Es betrifft die Sicherheit von Industrieanlagen, Banken, Kliniken, Transportunternehmen, Handel, Bahnhöfe, Flughäfen, Museen, Behörden, Wohnungen und Privathäuser. Die SicherheitsExpo mit ihrem hochkarätigen Tagungsprogramm ist Innovator für zukunftsweisende Sicherheitstechnik. Neben dem Sicherheitsaspekt steht der wirtschaftliche Nutzen von Investitionen im Vordergrund.

Im Forum 1 und 2 präsentieren Aussteller die neuesten Trends und Enwicklungen in der Sicherheitstechnik und Sicherheitsexperten referieren zu aktuellen Themen. Der Zutritt ist für alle Messebesucher frei. Der Bayerischer Staatsminister des Innern, Joachim Herrmann, eröffnet die Messe mit einem Vortrag zur aktuellen Sicherheitslage in Bayern und Europa.

Unser wissenschaftlicher Schriftleiter Heiner Jerofsky hält am 28. Juni 2018, 14.00 Uhr, einen Vortrag zum Thema: „Einbruchschutz für Industrie, Handel und Gewerbe aus kriminalistischer Sicht.“

Die paralell laufende Brandschutz-Tagung unter der Leitung des Brandschutz-Experten Dr.Wolfgang Friedl informiert über die aktuellen gesetzlichen und technischen Anforderungen an den Brandschutz in Deutschland. Es werden die wichtigsten Vorschriften und Normen für den betrieblichen Brandschutz vorgestellt.

Circa 130 nationale und internationale Aussteller präsentieren auf rund 5.500 m² insbesondere neueste Entwicklungen und Innovationen der Sicherheitstechnik.